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Rezension: Domaine de la Grenaudiére

Wer sitzt nicht gerne an lauen Spätfrühlings- und Sommerabenden  mit Freuden auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten, trinkt in geselliger Runde ein Glas Wein und nimmt einen kleinen Imbiss zu sich?  
Für solche Abende bereite ich am liebsten ein paar Garnelen in Olivenöl oder einen Shrimps-Cocktail zu. Zu diesen Krustentieren passt ähnlich wie zu Muscheln und Austern am besten ein  auf 8 Grad herunter gekühlter Muscadet. Der trockene 2009er "Domaine de la Grenaudière" ist  diesbezüglich äußerst delikat und schmeckt sehr frisch,  aufgrund der Feinhefe und späten Füllung.
Haltbar ist dieser handgelesene Wein bis 2013. Wer ein paar Flaschen davon besitzt, hat vielleicht die Chance ihn auch noch im nächsten Jahr zu kosten. Da dieser Tropfen extrem mundet, setzt Aufbewahren bis zum nächsten Jahr viel Disziplin voraus.
Lecker schmeckt der Wein auch zu Spargel mit  Saibling-oder Wildlachsfilet. Probieren Sie ihn, Sie werden erstaunt sein.
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Rezension: Der Metternich 2011/2012 - Wein und Genuss in Deutschlands besten Restaurants und Weinbars.

Herausgeber dieses Nachschlagewerkes ist Thomas Schröder. Die Texte entstammen der Feder von Stefan Quante und Till Ehrlich. Thematisiert werden knapp 300 hervorragende Restaurants in Deutschland und rund 120 bemerkenswerte Weinbars und -bistros mit ihren aktuellen Kellerschätzen.

Zunächst wird man in diesem Buch mit der "Metternich-Weinkartenbewertung" vertraut gemacht. 6 Kategorien sind bei der Restaurant-Weinkartenbewertung aufgeführt. Diese Kategorien werden sehr gut nachvollziehbar erläutert.

Als wichtigste Kriterien für die Bewertung werden genannt: Reichhaltigkeit, Vielfalt und Tiefe des Angebots und damit einhergehend die Beachtung der Qualität des Einzelnen, (vgl.: S.8.)

Restaurants, die in die beste, sprich in die 6. Kategorie eingestuft worden sind, verfügen über eine Wein-Karte von Weltklasse. Die Autoren sprechen hier von einer überwältigenden, grandiosen Fülle. Hier gibt es die ganz großen Weine, zum Teil sogar in Großflaschen, seltene, kostbare Jahrgänge und es wird bei der Selektion der Besten sogar mit bemerkenswerten Jahrgangstiefen aufgewartet, (vgl.: S. 9).

Die im Buch aufgeführten Weinbars und -bistros sind ebenfalls in 6 Kategorien aufgeteilt. Eine Weinstube der 3. Kategorie verfügt über eine Auswahl bemerkenswerter deutscher Weine und eine befriedigend sortierte Kollektion internationaler Gewächse. Die Speisekarten in einer solchen Weinstube sind gehoben, (vgl.: S. 10).

Klemens Wenzel von Metternich
Auf Seite 13 werden die Metternich-Preisträger der Jahre 2011-2012 und der Jahre 2009/2010, 2007/2008, 2005/2006, 2003/2004 genannt.

Die beste Weinkarte hat derzeit Gunnar Tietz, Restaurant First Floor im Hotel Palace, Berlin.
Zur besten Weinbar wurde Werner Bouhs, Wein am Rhein, Köln gekürt.

Die Orte der fokussierten Restaurants und Weinlokale sind alphabetisch geordnet und beginnen mit Aachen. Der zuletzt genannt Ort ist Bad Zwischenahn.

Aachen verfügt über mehrere Top-Wein-Adressen. In der Kockerellstraße betreibt Niklas Kudlek die Weinhandlung "AixVinum" sowie seit sechs Jahren eine Weinbar, die der 5. Kategorie angehört und demnach ein Weinbistro der Spitzenklasse ist, das in der Region nur noch von Claudia Sterns "Vintage" und Werner Bouhs, "Wein am Rhein" in Köln getoppt wird. Dass bei Kudlek Weinseminare angeboten und Events mit Winzern veranstaltet werden, wird Weinliebhaber vor Ort sicher begeistern.

Dass das "Gasthaus Zur Kanne" in Deidesheim erwähnt worden ist, wundert mich nicht, überrascht bin ich nur, dass es bloß in die 4. Kategorie eingestuft worden ist, obschon man dort mit die profundeste Pfälzer Weinkarte, wie im Buch zutreffend erwähnt wird, in der Hand halten kann. Ich vermute, dass die Speisekarte den Ansprüchen für die 5. Kategorie nicht entsprochen hat, denn das Weinangebot dort ist wirklich exzellent. Zugegeben das "Gasthaus Zur Kanne" wird vom "Schwarzen Hahn" im Deidesheimer Hof, was die Speisen anbelangt, übertroffen. Insofern ist vor Ort die Bewertung durchaus fair.

Vor geraumer Zeit war ich bei Dallmayr in München, um mir dort eine gute Tasse Kaffee zu gönnen und ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Dass deren Restaurant, das ich von vorangegangen Besuchen in bester Erinnerung habe, der 5. Kategorie angehört, ist m.E. eine gute Beurteilung, gemessen am "Gourmet-Restaurant Königshof im Hotel Königshof", das zu Recht der Kategorie 6 angehört. Dort wird wahrlich göttlich gekocht. Die Weine sind ein Traum, wie ich mich bei einer Einladung vor einigen Jahren überzeugen konnte.

Schloss Johannisberg Quelle Wikipedia
Wer im Rheingau ein Gourmet-Wochenende verbringen möchte, sollte sich das "Gourmet-Restaurant im Hotel Burg Schwarzenstein" nicht entgehen lassen. Es gehört übrigens der 5. Kategorie an. Burg Schwarzenstein ist Romantik pur. Wer dort einen guten Tropfen zu genießt, wähnt sich beinahe im Himmel.

"Luther" in Freinsheim gehört zu Recht der 5. Kategorie an. Ich habe dort bereits zweimal Silvester gefeiert und bin sehr angetan von der dortigen Weinkarte und auch den sehr guten Speisen, die man dort genießen kann. Für mich ist "Luther" neben dem "Kronen-Restaurant" im "Hotel Krone" in Herxheim-Hayna (gehört auch der 5. Kategorie an) eine der besten Adressen in der Pfalz und zwar nicht nur, was die Weine anbelangt.

Die Restaurants, Weinbars und Winzerstuben in unserer Republik sind alle vortrefflich beschrieben, auch das "Anna Amalia" im "Hotel Elephant" in Weimar und dessen Weinangebot. Weine aus Italien schmecken mir dort am besten.

Abschließend möchte ich das "Landhaus Köpp" in Xanten erwähnen. Ich hoffe, dass einer meiner Leser Gelegenheit hat, es oft zu besuchen, um dort einen delikaten Sancerre zu trinken, den er, soweit mir bekannt, mit Vorliebe goutiert.:-))

Nach der vortrefflichen Beschreibung der einzelnen Restaurants, Weinlokale und -bistros erfährt man Näheres zum Fürsten Metternich und was dieser mit einem Sekt zu tun hat. Zudem kann man sich über das erste Riesling-Weingut der Welt und dessen Weingeschichte informieren. Die Rede ist von Schloss Johannisberg. Der Urenkel von Fürst Metternich ließ übrigens nach dem 2. Weltkrieg das nahezu vollkommen zerstörte Schloss Johannisberg wieder aufbauen. Die Rieslinge von diesem Weingut sind bekanntermaßen sehr delikat.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Weinliebhaber.




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Rezension: Die 1000 besten Weine- von Pekka Nuikki und Ralf Frenzel

Im Buch werden gleich zu Beginn die fünf Weinverkoster vorgestellt, die unter 60 000 Weinen, die nach ihrer Meinung 1000 besten ausgesucht haben. Bei den fünf Personen handelt es sich um: Pekka Nuikki, Essi Avellan, Juha Lihtonen, Jan-Erik Paulson und Ralf Frenzel. Die Persönlichkeit des jeweiligen Weinverkosters und dessen persönliche Vorlieben werden kurz skizziert, bevor man etwas über die Anzahl der Verkostungen erfährt.

Die 1000 Weine, die das Team bewertet hat, stammen aus der Zeit zwischen 1774-2006. Sie werden nach jetziger Trinkbarkeit und dem heutigen Zustand beurteilt. Zur Bewertung wird die amerikanische 100 Punkteskala herangezogen. Bewertet werden nicht nur die Eigenschaften des Weines zum Zeitpunkt der Verkostung, sondern auch die Geschichte und Kultur, die mit dem jeweiligen Wein verbunden ist. Das Team bewertet anders als Robert Parker oder der Wine Spectator, denn es gibt keine zusätzlichen Punkte auf das zukünftige Potenzial des Weins, sondern es bewertet realistisch rein auf der Grundlage seiner jetzigen Qualität und danach, welchen psychischen und geistigen Genuss der Wein augenblicklich zu bieten hat.

Zu den größten Stärken des Buchs zählen die zeitnahen Bewertungen und Degustationsnotizen. Da alle fünf Experten zahlreiche Degustationsnotizen zu diesem Buch beigetragen haben, ist der Stil und Fokus nicht identisch. Das macht einen zusätzlichen Reiz beim Lesen des Buchs aus. Beschrieben werden: Säure, Frucht, Tannin, Struktur, Tiefe, Länge, alle Faktoren, die die Ausgewogenheit des Weins beeinflussen.

Der Punkteschlüssel wird sehr gut erläutert und auch die Füllhöhen. Des Weiteren liest man Näheres über die so genannte Kapsel, das Dekantieren, die Haltbarkeit und die beste Trinkzeit. Dann folgt die Beschreibung der Weine, die zu lesen für Weinliebhaber einen wirklichen Genuss darstellt, weil man den jeweiligen Wein förmlich auf der Zunge spürt.

"Beispiel:
1899 Chateau Margaux 1999/jetzt x2.D 15 min/G 15 min

Die Flasche war im guten Zustand, neu verkorkt, neu etikettiert und mit einer Füllhöhe bis zur oberen Schulter. Nur 15 Minuten dekantiert. Helle, schwache Farbe. Ein offenes und sehr verführerisches, duftendes und zuckersüßes Bukett. Makellos und seidig, doch mit einem festen Extraktgerüst. Ein reichhaltiger, weicher Wein mit abbauender Frucht; ein Hauch von Schokolade und Kaffee. Er besitzt viel Komplexität, doch sollte schnell getrunken werden. Am Schluss nachhaltig weich. Ein sensationeller, feiner Chateau Margaux." (Zitat, S. 361)

Im Index sind die Weine nach Herkunft nochmals gelistet.

Empfehlenswert

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Rezension: Fine- Das Weinmagazin: Next Generation: 101 Junge Winzer

Dieses Magazin sollte jeder lesen, der sich für Wein und die kommende Generation der TOP-Winzer in unserem Lande interessiert. Zur Sprache kommen junge, gut ausgebildete Winzer von der Ahr, aus Baden, Franken, von der Hessischen Bergstraße, vom Mittelrhein, von der Mosel, der Nahe, der Pfalz, aus dem Rheingau, aus Rheinhessen und aus Württemberg.

Viele der porträtierten Winzer entstammen aus traditionsreichen Familienbetrieben, die zumeist bereits über mehrere Generationen Weinbau pflegen und beabsichtigen, als Qualitätserzeuger die Tradition ihrer Familien fortzuführen. Im Gegensatz zu Vorgenerationen gibt es jetzt auch gut ausgebildete Winzerinnen, die nun die Richtung, die Philosophie und die Weinstilistik bestimmen können. Wie Till Ehrlich unterstreicht, ist ein Ingenieurstudium des Weinbaus, der Önologie bzw. der Weinwirtschaft an der Fachhochschule Geisenheim mittlerweile obligat geworden.

Die neue deutsche Winzergeneration hat weltweit in Spitzenweingütern Erfahrungen gesammelt, bevor sie in den heimischen Betrieben tätig geworden sind. Einfach hat es diese Generation nicht, denn sie muss in unserer beschleunigten Zeit mit Subtilität und Mut ihrem Gespür vertrauen, wie ihr individueller Wein dem veränderten und schnelllebigen Kundengeschmack gerecht wird.

Es fällt auf, dass die neue Winzergeneration in Deutschland den Begriff Terroir nicht selten als Synoym für die geologischen Merkmale des Weinbergs nutzt. So gesehen ist dann die Mineralität des Weins ein Zeichen für ein gutes Terroir.

Da es unmöglich ist auf alle 101 Winzer im Rahmen der Rezension einzugehen, möchte ich kurz erklären, wie die jeweiligen Porträts aufgebaut sind. Visualisiert wird immer der Lieblingswein der jungen Winzerin bzw. des jungen Winzers. Die Weinmacher sind allesamt fotografisch abgelichtet. In den Beiträgen wird der Vorgeneration zunächst textlich die Ehre gegeben. Dann erfährt man Nähres zu der Vita der einzelnen jungen Akteure und zu ihrem jeweiligen Lieblingswein.

Lesenswert auch ist die Kurzkolumne zum Schluss des Magazins. Sie entstammt der Feder Stuart Pigotts und trägt den Titel "Die jungen Winzer und ich". Pigott hebt hervor, dass diese Generation begriffen hat, wie wichtig es ist, sein Denken dem "Wir" unterzuordnen. Deshalb auch unterstützen sich diese jungen Leute gegenseitig, bilden Informationsnetzwerke und gehen einen Weg, der in unserer egozentrierten Welt geradezu revolutionär ist.

PS: Die genauen Anschriften der fokussierten Weingüter werden unter den einzelnen Porträts stets angegeben.

Empfehlenswert.