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Rezension:Rheingau & Rheinhessen - Ein Weinreiseführer für Genießer (Broschiert)

Dies ist ein weiterer Band aus der Serie BUSCHE WEINTOUR, den Weinreiseführern für Genießer. Diesmal werden der Rheingau und Rheinhessen thematisiert. In dem reich bebilderten Buch kann man gleich zu Beginn anhand eines Kartenausschnitts in Erfahrung bringen, wo die besprochenen Orte zu finden sind. Zudem werden hier auch die schönsten zehn Reiseziele genannt. Über die Auswahl könnte ich streiten. Ich wäre zu anderen Ergebnissen gelangt. Doch im Grunde ist das wurscht. Überein stimme ich mit der Wahl Ingelheim, Mainz, Wiesbaden und Östrich–Winkel. In Worms finde ich nur den Dom interessant. Die Stadt selbst ist eine einzige abgründige Nachkriegsbausünde. In die Top Ten hätte ich Kloster Eberbach aufgenommen, auch Hochheim und das Gutenberg-Museum sowie das Hessische Staatstheater außen vor gelassen, da diese durch die Städte Wiesbaden und Mainz schon abgedeckt sind, aber gut ich weil nicht beckmessern. Im Buch ist alles bestens beschrieben, Top-Positionen bilden immer nur persönliche Eindrücke ab und diese können eben höchst unterschiedlich ausfallen. Das gilt auch für die TOP 5 der Winzer und die schönsten Touren. Festgehalten werden muss, dass wirklich sehr gute Reiseziele, Winzer und Touren an der Spitze stehen und dies erfreulich ist.

Untergliedert ist der Reiseführer in die Kapitel:
Die Region und ihr Wein
Blick in die Geschichte
Leute und Lebensart
Weinorte im Rheingau
Weinorte in Rheinhessen
Weinwissen
Zum Nachschlagen

Im ersten Kapitel werden Weintouren beschrieben, die man zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Wasser und in der Luft realisieren kann. Informiert wird man u.a. über die klimatischen Bedingungen und über die Rebsorten im Rheingau sowie in Rheinhessen. Man erfährt auch Wissenswertes über Justus Georg Scheu, der ein bekannter Rebzüchter und Winzer war und im letzten Jahrhundert die Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey leitete. Er züchtete 1916 aus Silvaner und Riesling die nach ihm benannte Scheurebe.

Man wird ausführlich über die Arbeit des Winzers im Jahresspiegel aufgeklärt und liest, was notwendig ist, damit ein Wein gut wird.

Im Buch finden sich übrigens stets "Spezial"- Seiten. Dort wird man u.a. über die rheinhessischen Rundhäuschen, die so genannten Trullis, über das fränkische Erbe und über Johannes Gutenberg aufgeklärt.

Der geschichtliche Überblick macht deutlich wie alt das Bemühen um Kultur in diesen Regionen schon ist. Historische Personen bleiben nicht unerwähnt, unter ihnen Clemens von Brentano und Carl Zuckmayer.

Man lernt die kulinarischen Besonderheiten kennen. Dabei wird sogar das Rezept für "Spundekäs" genannt, den man mit einer Laugenbrezel als Weinbegleiter in der Region zu schätzen weiß. Über den Ursprung von Straußwirtschaften, einer Besonderheit in den Gegenden, wird man unterrichtet und kann sich einen Überblick über die wichtigsten Weinfeste verschaffen.

Die Weinorte im Rheingau und in Rheinhessen, die im Buch beschrieben werden, kenne ich alle, da ich selbst aus der Region stamme und übrigens im Weinort Hochheim in der dortigen katholischen "St. Peter und Paul-Kirche" vor über 25 Jahren geheiratet habe. Diese Kirche ist das Wahrzeichen der Stadt Hochheim und die einzige hessische spätbarocke Fresko-Kirche.

Orte wie die Sekt- und Rosenstadt Eltville im Rheingau muss man besucht haben. Sehenswürdigkeiten werden genannt, auch die besten Weingüter, sehr gute Gasthäuser, etc und zwar in allen Weinorten, die im Buch zur Sprache kommen.

Den Ort Oestrich-Winkel schätze ich sehr, speziell das Brentanohaus. Goethe, die Gebrüder Grimm und Beethoven waren in vergangenen Zeiten Gäste an diesem schönen Platz, wo man mit einem wunderbaren Blick auf den Rhein Wein trinken kann. Das "Graue Haus" in Oestrich-Winkel ist das älteste Steinhaus in Deutschland. Ein eindrucksvolles Gebäude.

Sehr ausführlich ist Wiesbaden beschrieben. Am Rande der Stadt gibt es übrigens auch Weingüter. Diese werden genannt.

Die Weinorte in Rheinhessen lohnt es ebenfalls aufzusuchen, allen voran die Rotweinstadt Ingelheim mit der imposanten Kaiserpfalz aus dem 9. Jahrhundert und wunderbaren Weingütern, wo man Weine direkt verkosten kann.

Nackenheim, Nierstein und Oppenheim sind stets einen Besuch wert, allein schon der hervorragenden Einzellagen wegen.

Loben möchte ich auch diesmal die Infos im Hinblick auf Weinwissen, speziell zur Weinsprache und das sehr gute Weinlexikon zum Schluss.

Ein toller Weinführer, den ich gerne empfehle.

Rezension: Ahr & Mittelrhein - Ein Weinreiseführer für Genießer (Broschiert)

Dieser handliche Weinreiseführer für Genießer hat die Anbaugebiete Ahr und Mittelrhein zum Thema. Im aufklappbaren Buchdeckel befindet sich ein Kartenausschnitt mit einer Übersicht der beschriebenen Orte. Zudem wird man auf die 10 schönsten Reiseziele hingewiesen, unter ihnen Bad Neuenahr-Ahrweiler, Burg Lahneck, die Marksburg und Schloss Stolzenfels.

Das Redaktionsteam Busche Weintour untergliedert den Weinführer in die Abschnitte: 

Die Region und ihr Wein
Blick in die Geschichte 
Leute und Lebensart 
Weinorte an der Ahr 
Weinorte am Mittelrhein
Weinwissen 
Zum Nachschlagen

Dass die Ahr im Keller eines Fachwerkhauses am Fuße der Burg Blankenheim entspringt, war mir bislang unbekannt. Im Kapitel "Die Region und der Wein" erfährt man Näheres über die klimatischen Bedingungen der Regionen. Das Terroir und die privilegierten Weinlagen kommen zur Sprache und man wird umfassend über die Rebsorten informiert, die an Ahr und Mittelrhein wachsen.

Die Arbeit des Winzers im Jahresspiegel wird sehr gut skizziert und man erfährt wie ein guter Wein entsteht. Die Weinanbaugeschichte an Ahr und Mittelrhein reicht über 2000 Jahre zurück. Man liest über die frühen Rhein-Siedler, den Burgenbau im Mittelalter und die Höhen und Tiefen des Weinbaus in der Geschichte. Im Rahmen eines Spezials (davon gibt es einige im Buch) ist die Loreley ein Thema und hier auch findet sich dann ein Foto von der Skulptur sowie das uns allen bekannte Gedicht von Heinrich Heine. 

An die Berühmtheiten der Region wird erinnert und man liest Wissenswertes rund ums Essen und ums Feiern. Aufgelistet sind alle Weinfeste an Ahr und Mittelrhein. Ein Spezial gibt es zum "Rhein in Flammen", dann lernt man die Weinorte an der Ahr kennen. Gut beschrieben sind alle Sehenswürdigkeiten, informiert auch wird man über Restaurants und natürlich über die Weingüter. In gleicher Weise wird mit den Weinorten am Mittelrhein verfahren.

Die Beschreibungen gefallen mir sehr gut. Alles, was man als Weinreisender wissen muss, ist in diesem Buch festgehalten worden. Wer wissen will, weshalb es an der Ahr und am Rhein so schön ist, begreift dies spätestens, nachdem er das Buch gelesen hat.-- Loben möchte ich die Infos im Hinblick auf Weinwissen, speziell zur Weinsprache und das sehr gute Weinlexikon zum Schluss.

Auf die fünf besten Weingüter und die fünf schönsten Touren wird hingewiesen. Den Rotweinwanderweg an der Ahr habe ich geplant, in diesem Jahr ausgiebig kennen zu lernen. Neugierig bin ich schon jetzt.

 Ein toller Weinführer, den ich gerne empfehle. 

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Rezension: 2012er Blanc de Noir. Trocken, Deutscher Qualitätswein, Winzergenossenschaft Mayschoss/Altenahr e.G.

 Matthias Baltes
Assistant Sales Director
Dieser Weißwein, dessen Ursprung eine rote Spätburgundertraube ist, entsteht dadurch, dass ein besonders schonendes Kelterverfahren zwar den Saft aus der Traube nimmt, aber den roten Farbstoff in der Beerenschale belässt. So entsteht dieser typische Blanc de Noir, ein Wein, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Er zeichnet sich durch eine fruchtige Dichte aus, die die Liebhaber dieses Kelterverfahrens so schätzen. 

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr die älteste Vereinigung von selbstständigen Winzern in Deutschland ist und hervorragende Bewertungen von Weinkritikern erhalten hat. Ihr unschätzbarer Erfahrungswert fließt in die Tatsache ein, dass das Wissen von vielen Einzelwinzern zu einer großen Gemeinschaftsleistung zusammengeführt wird. 

Nimmt man dann noch die besonderen Ahr-Lagen, die in der Genossenschaft vorhanden sind hinzu, dann wird klar, um welche besonderen Weine es sich hier handelt. 

Der 2012er Blanc de Noir, Spätburgunder trocken besticht durch seine intensive Farbe. Vom Geschmack her sind Anklänge an Birne und Muskatblüte erkennbar. Seine ausgeprägten Geschmacksnuancen füllen den kompletten Mundraum aus. Die Geschmacksnerven werden intensiv bedient. Dies hält bis zum Nachhall am Gaumen an. 

Wir empfehlen diesen Wein beispielsweise zu „Kalbslende in Morchelrahmsauce“, aber auch zu einem „Elsässer Wurstsalat“. 

Da dieser Blanc de Noir noch sehr jung ist, hat er weiterhin einige Monate Zeit, um sein Potential zu entfalten, doch bereits jetzt zeigt er, dass die Erfahrung des Weinmachens von 140 Jahren der Genossenschaft in ihm steckt. 

Der Wein enthält 12% vol/alc und sollte bei einer Trinktemperatur zwischen 8-10 Grad genossen werden. 

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr und können den Wein bestellen: www.wg-mayschoss.de

Rezension: 2011er Frühburgunder Deutscher Qualitätswein Trocken, Winzergenossenschaft Mayschoss/Altenahr e.G.

Matthias Baltes
Assistant Sales Director
Frühburgunder ist eine besondere Form der roten Burgundertraube, die  sich dadurch auszeichnet, dass sie ein frühes Reifestadium entwickelt. Die Erträge sind dabei sehr begrenzt, die Weine jedoch zeigen sich  elegant und von einer feinen Säure. Dieser Wein ist anbaumäßig nicht besonders verbreitet in Deutschland, insofern gilt der Frühburgunder als eine Spezialität des Anbaugebietes Ahr.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem  kräftigen Rot mit leicht violetten Spiegelungen. Da der Frühburgunder 2011 noch jungen Datums ist,  hat er sein Geschmackspotential erst anfänglich entwickelt. Doch schon jetzt ist  anzumerken,  dass der  Duft  an Aromen von Pflaumen und Bittermandeln erinnert.  Diese schmeckt man auch, wenn man  die ersten Schlucke dieses Weines verkostet hat.

Die mineralische Note ist unverkennbar. Hier zeigt sich, dass der Wein auf steilen Gesteinslagen gewachsen ist, als da sind  Schiefer- und Grauwackeböden.

Bei der Landesprämierung hat er nicht grundlos die Goldene Kammerpreismünze erhalten.

Der Frühburgunder erfreut sich stetiger Beliebtheit bei den Freunden des roten Burgunder, dazu haben nicht unwesentlich die Winzer von der Ahr und speziell  die Winzergenossenschaft  von  Mayschoss/ Altenahr beigetragen.

Wir empfehlen diesen Wein  zu „Wildschweinpfeffer“, aber auch zu einer kräftig geschmorten Rinderroulade.
Dieser Frühburguner hat 13,5 % vol/alc und sollte bei einer Zimmertemperatur von ca. 18 Grad getrunken werden.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr und können den Wein bestellen: www.wg-mayschoss.de