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Rezension: Weingut Forstmeister Geltz Zilliken, 2013 Riesling trocken

 Winzerfamilie Zilliken
Das Weingut Forstmeister Geltz Zilliken wird mittlerweile schon in der elften Generation verantwortet. Seit 1742 betreibt die Familie Zilliken Weinbau an der Saar und kann damit auf eine große Tradition zurückblicken.

Der Familienbetrieb wird heute von dem Ehepaar Hanno und Ruth Zilliken geführt, die die 10. Generation von Weinmachern darstellt. Mit Tochter Dorothee ist die Nachfolge bestens gesichert. Alle drei gemeinsam sind für die besonderen Weine dieses TOP VDP- Weingutes zuständig.

Riesling ist die Rebsorte, die ausschließlich in den beiden Lagen Saarburg Rausch und Ockfener Bockstein angebaut werden. Dabei ist die Lage Saarburg Rausch mit etwa 10 ha die wichtigste Lage für das Weingut. Hierbei handelt es sich um eine VDP-klassifizierte Schiefersteillage, deren Böden aus mittelgrauem, feinblättrigem Devon-Schiefer, aber auch aus Diabas,  einem vulkanischen Eruptionsgestein besteht.

Die Wurzeln des Riesling-Weinstocks gehen bis zu 10 Meter tief in den Fels hinein. So erhält der Riesling seine ganz spezielle Mineralität, aber auch seine Eleganz.

Die Lage Ockfener Bockstein verfügt über Devon-Schiefer mit Quarzeinsprengungen, dazu gelben Lehm als Feinerde. Das Weingut Forstmeister Geltz Zilliken besitzt die tiefsten Kellergewölbe an der Saar. Diese eignen sich optimal für die Reife der Weine. Hier sorgen die besonders hohe Luftfeuchtigkeit und die konstante Temperatur von 11 Grad Celsius dafür, dass die Rieslinge in neutralen Eichenholzfässern ihrem großen Potential entgegen reifen. Damit die Weine den Freunden des Hauses in einer geeigneten Atmosphäre angeboten werden können, hat sich Familie Zilliken mit dem Neubau  der entsprechend repräsentativen Räumlichkeiten, ganz im Stil der Landschaft, einen lang ersehnten Wunsch erfüllt.

Der Forstmeister Geltz Zilliken, 2013 Riesling trocken ist der gelungene Beweis, dass das Weingut nicht nur hervorragende edelsüße Weine kreiert, sondern auch im Bereich der trockenen Rieslinge Spitzenweine anbietet.

Im Glas zeigt sich der Gutsriesling in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bei der olfaktorischen Prüfung nimmt man Nuancen von grünen Äpfeln, Physalis und einem Anflug von weißem Pfirsich wahr. Am Gaumen und auf der Zunge werden diese Aromen bestätigt und durch eine leichte Limettenkomponente ergänzt. Im langen Nachhall wird zudem die besondere mineralische Note erkennbar, die für die nötige Frische sorgt. Der Wein ist hervorragend ausbalanciert und eignet sich bestens für ein täglich angenehmes Glas Wein. Mit Fug und Recht muss man bei dem 2013 Riesling trocken aus dem Weingut Geltz Zilliken von einem "Maul voll Wein" sprechen, was für einen Weinkenner mit den höchsten Respekt und die größte Anerkennung bedeutet. 

Wir empfehlen diesen trockenen Riesling 2013 zu gebratenen Flussfischen, aber auch zu einem "Kresserisotto mit Kalbsbries". 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8- 10 Grad Celsius getrunken werden.

Wie bei allen Zilliken-Weinen stammen die Trauben nur aus eigenem Lesegut und unterliegen nach der Philosophie des Familienweingutes der absoluten Qualitätskontrolle.

Sehr empfehlenswert.

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Weingut Forstmeister Geltz Zilliken 2013 Rausch Kabinett

 Winzerfamilie Zilliken
Dieser ganz besondere Riesling Kabinett stammt aus der VDP- klassifizierten Schiefersteillage Saarburg Rausch. Mit diesem Wein ist der Familie Zilliken ein ganz großer Wurf gelungen, denn bei einem reduzierten Alkoholgehalt von 7,5% punktet der Prädikatswein mit einer sensationellen Fülle von paradiesischen Fruchtaromen, ohne dabei jedoch die Balance zwischen der Süße und seinem filigranen Säurespiel zu verlieren.

Im Glas zeigt sich der Wein in  feinen hellgelben Farbtönen mit grünen Reflexen. Der Wein duftet nach einem fruchtbetonten Sommergarten, wobei typische Anklänge an Butterbirnen, Weinbergpfirsichen und roten Stachelbeeren vorrangig erkennbar sind. Auf der Zunge und am Gaumen entdeckt man neben den bereits olfaktorisch registrierten Nuancen einen cremig schmelzigen Charakter, der mit einer frischen angenehmen Säure korrespondiert. Dabei entsteht ein wunderbar ausbalancierter Geschmack, der sich als optimales Süß-Säure- Spiel herausstellt. 

Der Wein ist von derart großartiger Qualität, dass man schon nach dem ersten Schluck sich auf alle weiter folgenden freut. Selten ist ein fruchtsüßer Riesling von derartiger Qualität gelungen, neben seiner zarten Verspieltheit, ist es die intensive Frucht und die cremige Substanz, die ihn adeln. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die edel-süßen Rieslinge der Familie Zilliken nicht nur hierzulande sondern in der ganzen Welt sich einer ganz großen Beliebtheit erfreuen, die Exportzahlen bestätigen dies.

Wir empfehlen ihn als Begleiter von Vorspeisen wie etwa "Brioche mit Wildpastete" oder "Gebratene Gänsestopfleber mit pochierter Birne" aber auch zu einem feinen Dessert wie etwa einer italienischen Mandeltarte. 

Der Wein hat 7,5% vol /alc und sollte bei 8- 10 Grad Celcius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert.

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Weingut Forstmeister Geltz Zilliken 2009 Rausch 1 Spätlese

Winzerfamilie Zilliken
Um es vorweg zu nehmen, darf mit Fug und Recht bei dieser Riesling Spätlese aus der Lage Saarburg Rausch von einem ganz außergewöhnlichen Riesling gesprochen werden. Hier stimmt einfach alles.

Das Terroir in der VDP-klassifizierten Schiefersteillage, das dem Wein die nötige Mineralität verleiht, zudem die entsprechende Südausrichtung und das geeignete Gefälle für die optimale Sonneneinstrahlung ist der Grund, damit die Rieslingtrauben bestens gedeihen können.

Durch die selektive Handlese und die schonende Verarbeitung hat der Riesling im Holzfass in den besonderen Kellern des Weingutes die nötige Zeit zur Reife gehabt.

Dieser Wein zeigt weshalb das Weingut Forstmeister Geltz Zilliken in der ganzen Welt so anerkannt und beliebt ist. Besser kann ein Wein im Süß-Säure-Bereich nicht schmecken.

Ist der Wein erst einmal im Glas und dort mehrmals geschwenkt worden, fällt zunächst die strohgelbe Farbe mit brillanten Reflexen auf. Die Nase registriert sofort betörende Fruchtnuancen aber auch einhergehend eine angenehme Säure. Im Mund und am Gaumen findet ein wahres Geschmacksspektakel statt. Aromen, die an Birnen, Reineclauden, weiße Pfirsiche, Physalis und Mango erinnern sind in eine feine Säure eingebettet und optimal ausbalanciert. Der Wein besitzt eine große Kraft, ohne dass er dabei einen hohen Alkoholgehalt vermissen lässt. Sein cremiger Schmelz rundet das Geschmackserlebnis ab. Der intensive Abgang zeigt abermals deutlich wie gelungen Fruchtnuancen, Mineralik und das frische Säurespiel diesen Wein zu einem besonderen Erlebnis machen. Weil diese Riesling-Spätlese so herausragend ist, hat die Familie Zilliken auch hier bewiesen, dass sie zu den führenden VDP- Weingütern in Deutschland zählt.

Wir empfehlen diese große Riesling- Spätlese als Begleiter zu einer festlichen Vorspeise wie etwa "Mousse von Gänsestopfleber" oder auch "Entenstopfleberterrine". Der Wein hat aber auch das Potential bei einem mehrgängigen Menü ausgesuchte helle Fleischspeisen zu begleiten oder aber wie wir es getan haben, voller Andacht mit großer Freude Schluck für Schluck ihn als Solitär zu genießen. 

Der Wein hat 7.5 % vol/alc und sollte bei 8-10 Grad getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum
Weingut Forstmeister Geltz Zilliken:  
www.Zilliken-vdp.de






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Nachdem wir alle drei Weine aus dem Weingut Forstmeister Geltz Zilliken verkostet haben, fällt unser Fazit wie folgt aus: Jeder Tropfen für sich ist von ganz besonderer Qualität und damit ein Geschmackserlebnis per se. Es liegt wohl an der Liebe der Familie Zilliken zu ihren Weinen, die einhergeht mit ihrer Philosophie diesen die besten Bedingungen zu geben, die sie daher zu etwas ganz Großem hat werden lassen. Dabei werden, wie heutzutage so gerne, alle zusätzlichen Methoden den Wein zu modellieren außer Acht gelassen. Der Wein der Familie Zilliken entsteht im Weinberg und nicht durch Hilfe fragwürdiger Methoden im Keller. Dazu gehört viel Geduld, traditionelles Weinwissen, aber auch moderne Kellertechnik. Alles dieses hat das Gut an die Spitze deutscher Weingüter gebracht, wo sie in einer Reihe mit anderen großen Familienweingütern stehen. Nicht zuletzt sind es diese Familien geführten Güter, die den Ruf des deutschen Weines in der ganzen Welt immer bedeutender werden lässt. Dabei ist es sehr erfreulich, dass im Hause Zilliken durch die Tochter Dorothee, einer bestens ausgebildeten Önologin die Tradition des Weingutes, aber in erster Linie die Liebe zu großen Weinen fortgeführt wird.

Peter J. und Helga König    

Rezension:Fürst von Metternich-Winneburg`sche Domäne Schloss Johannisberg

 Foto: Helga König
Johannisberger Rieslinge aus der Domäne Schloss Johannisberg vorzustellen, ist auch für jemand der sich lange bereits  mit Wein befasst hat immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Es sind nicht allein diese exzellenten Rieslinge von der Domäne Schloss Johannisberg aus dem Rheingau, sondern es ist auch die über ein Jahrtausend alte Tradition, die Entwicklung der Riesling-Rebe und das überragende Fachwissen, das mit diesen Weinen verbunden ist. Dies nötigt hohen Respekt ab und lässt den Rieslingliebhaber immer wieder begeistern.

Wenn man weiß, dass mit der Historie von Johannisberg 1200 Jahre Weinbaugeschichte verbunden sind, und  dass auf dem Johannisberg das älteste Rieslingweingut der Welt entstanden ist, dann wird klar, welche einzigartige Bedeutung die Domäne Schloss Johannisberg für die Rieslingtraube inne hat.

Als Benediktinerkloster gegründet, wird die Johannisberger Abtei zum Mittelpunkt des Rheingauer Weinanbaus.  Die erste Weinernte wird im Jahr 817 urkundlich erwähnt. 1716 hat der damalige Fürstabt von Fulda auf dem Johannisberg ein barockes Schloss erbauen lassen, nachdem das Kloster abgerissen worden war. Allein die nahezu 900 Jahre alten Weinkeller blieben erhalten.

Zum gleichen Zeitpunkt ließ der Fürst-Abt 294 000 Riesling-Reben rund um das Schloss setzen. Damit begründete er die Existenz des ersten Riesling-Weingutes der Welt.

Der Riesling läutete eine neue Ära des Weinbaus im Rheingau ein und von hier begann er seinen überaus erfolgreichen Siegeszug um die ganze Welt. Riesling-Rebstöcke von der Domäne Schloss Johannisberg haben den Weg bis in die überseeischen Weinanbaugebiete der Neuen Welt gefunden. Ob in Australien, Neuseeland, Südafrika oder Kalifornien, die dort angebauten Rieslinge haben ihre Wurzeln aus dem Rheingau von der Domäne Schloss Johannisberg.

Hier auch ist die Erfindung der Spätlese eher durch einen Zufall entstanden. Die Lese der Trauben hatte sich um mehrere Wochen verspätet. Mittlerweile war das Erntegut von der Edelfäule befallen, dennoch wurden sie geerntet und gekeltert. Das unverhoffte Ergebnis war der Vorläufer unserer heutigen Spätlese.

Auf der Basis dieser Erkenntnis haben Rheingauer Weinexperten weitere Weinqualifikationen wie die Auslese, die Beeren- und die Trockenbeerenauslese, sowie den Eiswein entwickelt, der in Deutschland erstmals 1858 auf Schloss Johannisberg gelesen wurde. Seinen heutigen Namen erhielt die Domäne Schloss Johannisberg, nachdem der Österreichische Kaiser Franz I. im Jahre 1816 Clemens Fürst von Metternich aus dem Haus von Metternich-Winneburg das Schloss und die Domäne zum Geschenk gemacht hatte, als Dank für seine diplomatischen Erfolge, im Zuge des Wiener Kongresses 1815.

Über Generationen hat das Haus von Metternich-Winneburg die Tradition der Domäne Johannisberg erfolgreich fortgeführt und dabei nie den Anspruch verloren, die besten Rieslinge überhaupt zu kreieren. Deshalb ist es nur zu verständlich, dass die guten Rieslinge aus aller Welt immer wieder an den Rieslingen von Schloss Johannisberg gemessen werden. Welchen Stellenwert diese Preziosen haben, zeigt sich stets aufs Neue bei weltweiten, professionellen Verkostungen, wo sie mit Auszeichnungen überhäuft werden. Ob in Europa, ob in den USA oder sonst irgendwo auf der Welt, wenn Liebhaber einen ganz besonderen Riesling trinken möchten, immer wieder werden sie zu den Weinen von der Domäne Schloss Johannisberg greifen. Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass dieses ganz besondere Weingut  zu dem Verband der Prädikatsweingüter zählt.

Diese außergewöhnliche Domäne verlangt auch eine spezielle Art der Würdigung. Um deren Weine noch besser zu verstehen, ist es von besonderem Wert, wenn man sich einmal an den Ort begibt, wo sie gewachsen und kreiert worden sind. Hier auf Schloss Johannisberg mit Blick auf die historischen Weinberge, den Rhein und weite Teile des Rheingaus bekommt man hautnah mit, warum rund um das Schloss solche phänomenalen Rieslinge wachsen. Besucht man dann noch die Vinothek und das Weinkabinett, um die besonderen Tropfen zu verkosten, dann wird klar, warum so viele Liebhaber des Rieslings sagen, alles zusammen ist wahrlich ein unvergessliches Erlebnis für Auge, Mund und Gaumen aber auch für die Seele.

Peter J. und Helga König
   
Fotos: Domäne Schloss Johannisberg
Nachstehend stellen wir sechs Einzelweine vor. Diese können Sie bei www.schloss-johannisberg.de  beziehen.