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Rezension: Drei Weine des Weinguts Hensel aus Bad Dürkheim/ Pfalz

 Thomas Hensel
Thomas Hensel hat es als junger Weinmacher aus der Pfalz mit großem Erfolg bereits geschafft, sein Weingut zu einer bemerkenswerten Qualitätsstufe zu entwickeln. Nicht nur aus diesem Grund ist es ihm gelungen,  über die Grenzen seiner Heimat bekannt zu werden, seine Weine werden zunehmend überregional geschätzt.

Nach seiner Ausbildung im angesehenen Weingut Müller-Catoir ist er schon mit 20 Jahren zuhause im Weingut Hensel eingestiegen. Dabei hat er es verstanden, neben der familiären Tradition, seine Familie betreibt seit über 300 Jahren Weinanbau, neue Wege zu gehen. Begleitet wird er von einem jungen Team, das sowohl experimentierfreudig aber auch ganz im Handwerklichen zuhause ist.

Entsprechend überzeugt Thomas Hensel mit ungewöhnlichen Ideen. Dazu zählen auch die Namen seiner Weine, die zeigen, dass das Weingut Hensel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bad Dürkheimer Sportflugplatz beheimatet ist. Und so ist auch zu verstehen, dass er seine Weine mit den Begriffen Höhenflug, Aufwind und Ikarus benannt hat.

Neben im kleinen Holzfass ausgebauten Weißweinen sind es besondere Rotweincuvées und Weißweine, die nach dem sur- lie- Verfahren ausgebaut werden, die Thomas Hensel bekannt gemacht haben.

Nun zu den Weinen:


 Thomas Hensel
Weingut Hensel Aufwind 2013 Riesling Dürkheimer Hochbenn Trocken 

Dieser Riesling trocken des Jahrgangs 2013 stammt aus der Lage Dürkheimer Hochbenn. Dabei handelt es sich um einen vorwiegend nach Süden ausgerichteten Hang unmittelbar vor dem Pfälzer Wald im Norden Bad Dürkheims. Geprägt ist die Lage im Süden durch Buntsandsteinsanden, im Norden dominiert Kalkstein. Da dieser Riesling noch jung ist, sollte die Flasche einige Minuten vor der Verkostung bereits geöffnet werden, damit der Wein eine entsprechende Sauerstoffzufuhr erlangt, die sein Potential besser zur Geltung bringt.

Im Glas dann zeigt sich der Riesling in seiner typischen Farbe hellgelb mit leicht grünlichen Reflexen bei einer gewissen farblichen Brillanz. Damit die Aromen besser olfaktorisch registriert werden können, macht es Sinn, das Glas mehrfach zu schwenken. Danach werden deutliche Anklänge von Limetten, duftendem Wiesenheu und einer Brise weißem Pfeffer wahrgenommen.

Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich ebenso erfaßt, dabei zeigt sich der Wein mit einer weichen, filigranen Struktur und wohl ausbalanciert. Sein langer Abgang wird geprägt von den geschmacklichen Aromen, zu denen sich auch noch eine zitronige Note gesellt.

Bei einer entsprechenden Frische ist dieser Riesling Dürkheimer Hochbenn Trocken 2013 durchaus noch entwicklungsfähig. Die kommenden Monate werden ihn geschmacklich noch weiterhin heranreifen lassen.

Wir empfehlen diesen Riesling zu einem "Parfait vom geräucherten Bachsaibling auf Kohlrabi-Carpaccio"

Der Wein hat 13 % vol /alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden.


Empfehlenswert


Peter J. und Helga König

Hier der Link zum Weingut, um den Wein dort zu bestellen: www.henselwein.de




 Thomas Hensel
Weingut Hensel Höhenflug 2013 Chardonnay

Neben den klassischen Pfälzer Weißweinsorten wie Riesling, Weiß- und Grauburgunder kreiert Thomas Hensel auch Weine, deren Ursprünge im französischen Weinbau zu finden sind, wie etwa Sauvignon Blanc und Chardonnay. Der hier verkostete Chardonnay Höhenflug zeichnet sich durch einen opulenten Körper und durch ausgeprägte Röstaromen aus. 

Nachdem der Wein ins Glas gegossen wurde, zeigt er sich in einer hellen, goldgelben Farbe. Um den Duft des Chardonnay wirken zu lassen, sollte man sich entsprechend Zeit nehmen, damit die Aromen in ihrer Gesamtheit in der Nase registriert werden können. Neben deutlichen Anklängen an Barriquearomen wie Toast, Karamell und Vanille werden zudem auch Nuancen von reifen Honigmelonen deutlich wahrgenommen.

Im Mund und am Gaumen werden die Barriquearomen bestätigt und vermitteln so einen cremigen Geschmack, der hervorragend durch Noten saftiger Ananas ergänzt werden. Insgesamt punktet dieser wunderbare Chardonnay mit seinen feinen Fruchtsäuren, einem kräftigen Körper und mit perfekter Balance. 

Dabei vermisst man jedoch nicht die entsprechende Frische, die diesen Wein zu einem großen Geschmackserlebnis werden lässt. 

Wir empfehlen diesen Chardonnay zu "Schweinefilet mit Kokos-Ingwer-Sud und Quinoa- Blinis". Der Wein hat 14% vol/ alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.


Empfehlenswert


Peter J. und Helga König

Klicken Sie bitte auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Hensel und können den Wein bestellen: www.henselwein.de 






 Thomas Hensel
Weingut Hensel Höhenflug 2011 Merlot Rotwein Trocken

Ebenso wie bei den Weißweinen hat Thomas Hensel sich auch bei den Rotweinen unter anderen für Rebsorten entschieden, die erst in den letzten Jahren in Deutschland immer beliebter werden. Dazu zählt auch die Merlot-Traube, die nicht nur in Bordeaux beste Bedingungen vorfindet, sondern auch mittlerweile hierzulande, besonders in der Pfalz mit seinen zahlreichen Sonnenstunden. Tatsächlich ist das Terroir in den Weinbergen um Bad Dürkheim auch ein Ort, wo besondere Rotweine aus dieser Rebsorte kreiert werden können. 

Der Merlot Höhenflug Trocken Jahrgang 2011 von Thomas Hensel ist der gelungene Beweis. Der Wein präsentiert sich im Glas mit einer dunklen kirschroten Farbe und der entsprechenden Brillanz. Auch bei diesem Merlot sollte man sich Zeit lassen, wenn man sich ihm olfaktorisch nähert. Dann nimmt die Nase wunderbare Noten von saftigen Schattenmorellen und Holunder auf. Ergänzt werden diese Nuancen von feinwürzigen Barriquearomen, wie Buchenrauch und Toast.

Im Mund und am Gaumen wird erneut diese Fülle von Nuancen wahrgenommen. Dabei zeigt der Wein welchen wohlstrukturierten, weichen Körper er besitzt,  und mit welcher gelungenen Balance er aufwarten kann. Neben den feinen Tanninen ist es das Zusammenspiel von Frucht- und Röstaromen, das diesem Rotwein ein besonderes Geschmackserlebnis verleiht. Bei einem langen Abgang wird erneut deutlich, welches große Potential in diesem Merlot Höhenflug trocken steckt. Dabei hat er aber noch lange nicht sein bestes Stadium erreicht. Obwohl er heute bei der Verkostung schon viel Freude bereitet, wird er sich auf der Flasche weiterhin die Zeit zur Reife nehmen. 

Wir empfehlen diesen Merlot zu einer  "Provenzalischen Lammkeule in Kräuterkruste mit Thymianjus". 

Der Wein hat 13,5 vol/alc und sollte bei 18-20 Grad Celsius  getrunken werden.


Empfehlenswert


Peter J. und Helga König


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Rezension: Weingut Robert Weil- Der Riesling - Tre Torri

Dieses wunderbare, reich bebilderte Werk aus dem Tre Torri Verlag habe ich mit besonderem Interesse gelesen, nicht nur weil mein Mann und ich die Weine aus dem Weingut Robert Weil seit langer Zeit schätzen, sondern auch, weil wir in diesem Jahr Weine des berühmten Kiedricher Weinguts auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt haben und ein Interview mit Wilhelm Weil dort realisieren konnten. 

Das Buch beginnt mit einigen Weinbergsimpressionen, dem ein spannend zu lesender Prolog von Ralf Frenzel, dem Inhaber des Tre Torri Verlags folgt. 

Dr. Daniel Deckers wartet zunächst mit einem Beitrag über das Weingut Robert Weil im Spiegel Deutscher und Rheingauer Weingeschichte auf. Hier liest man sogleich vom letzten Zweikaisertreffen der europäischen Geschichte im belgischen Kurort Spa im Jahre 1918. Dort trank man nämlich eine "Kiedricher Auslese" des Jahrgangs 1911. Nicht nur Kaiser Wilhelm II., sondern der Hochadel insgesamt schätzte den Wein dieses bürgerlichen Weinguts, dafür sorgte der letzte deutsche Kaiser. 

Weinerzeuger aus dem Rheingau waren es übrigens, die dem Rheinwein zu Weltruhm verhalfen. Deckers nennt hier die wichtigsten Namen und Weinlagen, erwähnt auch Anekdotisches, berichtet von der Dahlen`schen Klassifikationskarte, über das Buch mit dem Titel "Rheingauer Geschichts- und Weinchronik" von Dr. Robert Haas, über Sir John Sutton, der 1866 eine Stiftung gründete, die heute unter dem Namen "Kiedricher Chorbuben" bekannt ist und deren erster Chroregent August Weil war. 

Ganz behutsam hingeführt wird man zum Weingutsgründer Dr. Robert Weil, der 1879 von Wiesbaden in den Rheingau nach Kiedrich übersiedelte, und das Weingut Robert Weil gründete. Es führt zu weit, im Rahmen der Rezension auf alle historischen Betrachtungen einzugehen und den Aufstieg dieses Weinguts in wenigen Worten zu skizzieren. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert führte dies dazu, dass die 1893er Kiedricher Auslese zu dem "Must have" schlechthin wurde, Die Flasche kostete damals 16 Goldmark, was zu der damaligen Zeit ein utopischer Preis war.

Die historische Abhandlung, die sich im Buch über 68 Seiten erstreckt, beinhaltet auch geschichtliches Bildmaterial, alte Weinettiketen  und abgelichtete Dokumente unterschiedlicher Art. Der Vater von Wilhelm Weil war es, der den wirtschaftlichen Einstieg des Getränkekonzerns Sutory sicherte und damit auch die Zukunft seiner Kinder. 

Nach seinem Oenologie und Betriebswirtschaftsstudium übernahm Wilhelm Weil die neue Gesamtverantwortung des Weinguts und setzt seither die Familientradition fort. Mit mehr als 90 Hektar Rebfläche, heute zu 100% mit Riesling bepflanzt und einer jährlichen Durchschnittsproduktion von etwa 700 000 Flaschen ist das Weingut eine Ikone klassischer deutscher Weinkultur.

Ein Kapitel des Buches ist der Architektur des Gutsanwesens, ein Bauensembles mit Geschichte gewidmet. Verfasst hat diesen Textbeitrag mit schönen Fotos Dieter Barzetzko. Aus kunsthistorischer Sicht ist der anglophile Kernbau des heutigen Weinguts der Pionier eines spezifischen Zweigs des Historismus in Deutschland. Das Gutshaus und seine Erweiterungen lassen erstaunen. Es gleicht einem Schloss und dokumentiert den Erfolg von Generationen. 

Das Interview mit Wilhelm Weil seitens Christian Göldenberg zum Thema Riesling ist sehr erhellend, auch für Weinkenner, die hier trotz ihrer Kenntnisse mit Wissenszuwachs rechnen dürfen. Es macht Freude, besonders jetzt im Winter die traumhaften Bilder von den Weinbergen zu sehen und sich erst dann in den sehr guten Beitrag von Christian Göldenberg zu vertiefen, der sich mit dem Weingut und den Weinbergsarbeiten näher befasst. Auch hier wieder wird mit Fotos aufgewartet und ausgiebig über Wissenswertes berichtet, das über die generelle Weinkenntnisse hinausreicht, die in Standardbüchern zu Fragen rund um den Wein erörtert werden.

Hier geht es um Rieslingwissen und in dem Zusammenhang auch um die Geschichte der alkoholischen Gärung und Spontangärung. Sich diesbezüglich genau zu informieren, ist für eine kenntnisreiche Rieslingverkostung sehr vorteilhaft. Caro Maurer verkostet für alle nachlesbar anlässlich der FINE-Verkostung den "Kiedricher Gräfenberg". Die Verkostungsnotizen sollte man ausgiebig studieren, denn sie sind sehr bereichernd. 

Alles in allem ein wunderbares Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt. Für Freunde die gerne  Riesling trinken, eignet sich das Buch als beeindruckendes Mitbringsel. Wer sich allerdings noch  großzügiger zeigen möchte, sollte eine Kiste Wein  des Weinguts Robert Weil dem Buchpräsent hinzufügen.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Tre Torri-Verlag und können das Buch bestellen..http://tretorri-shop.de/ Sie können es aber auch  bei ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Fünf #Sekte der #Traditionssektkellerei_Kessler.

Im Jahre 1826 gründete Georg Christian von Kessler in Esslingen am Neckar die heute älteste #Sektkellerei Deutschlands. Bis es jedoch dazu kam, hat er einen lehrreichen Weg unternommen und so Kenntnisse und Erfahrungen gesammelt, die überhaupt notwendig waren, um sich mit der Sektproduktion aus zu kennen. Als junger Mann trat er als kaufmännischer Angestellter in das aufstrebende Champagnerhaus "Veuve Clicquot – Ponsardin" ein. Dort erlernte er nicht nur die Herstellung von Champagner in Form der klassischen Flaschengärung kennen, sondern auch die notwendige Vermarktung. Seine Fähigkeiten und sein unermüdlicher Einsatz für das Unternehmen überzeugte seine Chefin, die Witwe Barbe Nicole Clicquot derart, dass Sie ihn zum Prokuristen ernannte.

Einige Jahre später sollte er aber auch die Teilhaberschaft und die alleinige Geschäftsleitung von Veuve Clicquot übernehmen. Trotz der nachnapoleonischen Wirren gelang es ihm, das Champagnerhaus in ganz Europa bekannt und beliebt zu machen. Bei all seinen Erfolgen zog es ihn doch nach Esslingen in Württemberg zurück, wo er zunächst eine Textilmanufaktur gründete, um 1826 die Sektkellerei Kessler ins Leben zu rufen. Schon bald ging es mit der Kellerei steil bergauf und bereits in den 1830er Jahren wurde Kessler-Sekt ein Begriff von St. Petersburg bis nach New York.

Die nächsten Jahrzehnte waren geprägt von einer einzigartigen Erfolgsgeschichte. Sekte aus dem Hause Kessler wurden überall dort verkostet, wo sich Menschen aus den höchsten Gesellschaftsschichten zusammenfanden, sei es an adeligen Höfen, genauso wie bei der späteren Luftschifffahrt mit dem legendären Zeppelin, denn auch dort wurde Kessler-Sekt kredenzt.

Anfang des 20. Jahrhunderts konnte das Haus Kessler weiterhin beste Erfolge vermelden, ja selbst die Kriegswirren des 2. Weltkrieges wurden gut überstanden und anschließend kam es erneut zu einem erfolgreichen Prestige-Zuwachs als Konrad Adenauer nach einem Besuch in der Sektkellerei Kessler entschied, dass zukünftig den Gästen der Bundesregierung Kessler-Sekte gereicht werden sollten. So wurden Ende der 1960er Jahre mehr als 1 Million Flaschen Sekt von Kessler verkauft.

Die Stadt Esslingen und Kessler sind seit je her freundschaftlich verbunden, das Kesslerhaus war auch stets ein Anziehungspunkt für Besucher der Stadt. Mit der neuen "Sektlounge Kesslerkarree" 18 am Esslinger Rathausplatz ist das Traditionsunternehmen einen weiteren markanten Schritt in die Zukunft gegangen. Hier zeigt sich das Haus Kessler in einem modernen Gewand als Treffpunkt für Veranstaltungen und Empfänge, aber auch mit der Möglichkeit die köstlichen Preziosen aus dem Hause Kessler direkt zu verkosten.

Natürlich sind auch Besichtigungen der 800 Jahre alten Keller unter dem Kesslerhaus möglich. Hierbei wird dem interessierten Besucher der Werdegang eines Kessler-Sektes nach traditioneller Flaschengärung nahe gebracht. Dabei wird deutlich, welche Tradition, welches Wissen und welche intensive Pflege notwendig sind, um einen solchen Spitzensekt heranreifen zu lassen.

Wenn man sich dabei bewusst macht, dass alles mit Georg Christian von Kessler begann, der einst als kleiner "Commis" bei der überaus weitsichtigen, geschäftstüchtigen Madame Barbe Nicole Clicquot , genannt Veuve Clicquot überhaupt erst die Kenntnisse erwarb, Sekte herzustellen, dann wird klar, welche Tradition aber auch welches Potential hinter dieser ältesten Sektkellerei Deutschlands steht.

Hier nun die Präsentation der verschiedenen Sekte:


#KESSLER Riesling Brut #Jägergrün- #Kessler_Klassik

Entsprechend seinem Namen präsentiert sich Kessler Jägergrün mit einem dunkelgrünen Etikett mit goldenem Aufdruck. Schon seit über 100 Jahren wird aus der Rebsorte Riesling ein entsprechender Sekt kreiert. Im Glas zeigt sich ein leuchtendes Goldgelb, das durch die besonders feine Perlage eine sichtbare Frische vermittelt. Deutlich nimmt die Nase markante Aromen von Äpfeln, Birnen und Holunderblüten wahr, wozu auch das filigrane Mousseaux immer wieder beiträgt.

Im Mund und am Gaumen wird das Cuvée von sortenreinen Rieslingen bestens registriert. Dieser Sekt verfügt über einen besonderen Charakter, der als elegant, komplex und ausgewogen bezeichnet werden muss. Brut ausgebaut zeigt er eine spezielle angenehme geschmackliche Säure, die für die geeignete Balance zwischen Rieslingfrucht und der entsprechenden Mineralik sorgt. Ein langanhaltender Nachhall schenkt die nötige Frische.

Wir empfehlen diesen Rieslingsekt zu einem "Kleinen Wolfsbarschcarpaccio"

Der Sekt hat 12,5% vol /alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden.

Sehr empfehlenswert


Peter J. und Helga König



#Kessler #Chardonnay Brut #Hochgewächs #Kessler_Klassik 

Mit dem Kessler Hochgewächs Chardonnay Brut wird  ein Sekt mit einer über einhundert Jahre langen Reputation verkostet. Von daher ist Kessler Hochgewächs auch die klassische Prestigesorte der ältesten Sektkellerei Deutschlands. Generationen von Persönlichkeiten aus aller Welt haben diesen Chardonnay Brut genossen, u.a. die Gäste des Luftschiffes Graf Zeppelin auf seiner ersten legendären Reise rund um die Welt, aber auch Bundeskanzler Konrad Adenauer war genüsslich angetan von Kessler Hochgewächs und ließ ihn den Staatsgästen der Bundesregierung exklusiv servieren. Basis dieses Cuvée sind zu 100%  Chardonnay- Trauben.

In der Sektflöte zeigt sich das Hochgewächs in einer strahlenden hellgelben Farbe, die immer wieder durch das feine Perlenspiel brillante Reflexe hervorzaubert. So registriert die Nase einen vielschichtigen Duft nach Pfirsichen, Zitronenfrüchten, Brioche und nussigen Aromen, die durch eine feine Mineralität ergänzt werden. Im Mund und am Gaumen bilden diese Aromen eine Geschmackskomponente, die über einen lebendigen, kräftigen Charakter verfügt, mit der entsprechenden Balance ausgestattet ist, aber dennoch weich und cremig daherkommt.

Die angenehme Säure und die willkommene Mineralität bilden zusammen mit den Fruchtkomponenten ein großes Ganzes, das diesen Sekt so unverkennbar und einmalig macht und schon seit so vielen Jahrzehnten die Genießer begeistert.

Wir empfehlen zu diesem Sekt kleine Snacks vom "Seeteufel im Speckmantel" zu reichen.

Dieses Kessler- Hochgewächs Chardonnay Brut hat 12,5% vol /alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert


Peter J. und Helga König



#Kessler_Cuvée_ Brut_Rosé- Kessler Klassik 

Wer glaubt, dass Rosé-Sekte eine Erfindung der letzten Jahre sind, weil gerade erst in Mode gekommen, sollte wissen, dass Kessler Rosé Brut bereits vor mehr als einem Jahrhundert die Genießer begeistert hat. Als Cremant Rosé wurde er bereits am Württembergischen Königshof als Tafelgetränk serviert. Dabei begeisterte er schon damals die Gesellschaft durch seinen leichten, fruchtigen Stil. Sein Brut- ausgebauter Geschmack sorgt für die nötige Frische, seine Spritzigkeit für die gute Laune der Verkoster. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass heute mehr denn je der Kessler- Rosé Brut sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Im Glas präsentiert sich dieser Sekt mit einem kräftigen Lachsrosa. Dabei ist es faszinierend zu beobachten, wie verspielt die kleinen Perlen im Glas aufsteigen und das besondere Bukett freigeben. So werden spezielle Fruchtaromen mit der Nase wahrgenommen, die an Erdbeeren, Waldhimbeeren, Rhabarber und Heckenrosen erinnern.

Auf der Zunge und am Gaumen überzeugt dieser Sekt mit schmeichelnden Fruchttönen, die gut ausbalanciert mit einem trockenen Säurespiel ein rundherum angenehmes Sekterlebnis bieten. Bei so viel geschmacklicher Noblesse ist es nicht verwunderlich, dass der Kessler Rosé Brut zu jedem besonderen Anlass geeignet ist.

Wir empfehlen zu diesem Kessler Cuvée Brut Rosé "Kleine Kartoffelbliny mit Caperinocreme und Kaviar".

Dieser Sekt hat 11,5% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celcius getrunken werden.

Sehr empfehlenswert
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Peter J. und Helga König



#Kessler_ Rosé_de_Pinot Brut Jahrgang 2011, aus der Kessler Kreation 

Mit der Linie Kessler Kreation hat das Haus Kessler ein besonderes Prestigeerlebnis geschaffen. Die Sekte, die hier angeboten werden, verfügen alle über einen unverwechselbaren Charakter. Damit zeigt die Traditionssektkellerei zu welchen phantastischen Geschmackserlebnissen im Sektbereich sie in der Lage ist. Auf der hundertprozentigen Basis von Pinottrauben wurde hier ein Rosésekt kreiert, der nahezu einzigartig anmutet. Hergestellt nach traditioneller Flaschengärung, von Hand gerüttelt und entheft in den historischen Reifekellern unter dem Kesslerhaus, ist ein Sekt aus der Pinot Noir Traube entstanden, der aufs Feinste alle komplexen Aromen im Duft und im Geschmack offenbart und zeigt, was feinstes, selektiertes Traubengut dieser Rebsorte hervorbringen kann.

Schon die Farbe im Glas begeistert mit einem Perlmutt- Rosé mit pfirsichfarbenen Reflexen. Auch hier regt das feine Perlenspiel zu einem großen Duft- und Geschmackserlebnis an. Neben dem sinnlichen Farbenspiel ist es der besondere olfaktorische Eindruck, der den neugierigen Verkoster beeindruckt. Anklänge an fruchtige Aromen von Preiselbeere, rote Johannisbeere und Wildhimbeere vereinen sich in der Nase mit würzigen Nuancen von Pfeffer, Wacholder, Zimt und Honig. Dazu gesellen sich außerdem noch mineralische und erdige Anklänge hinzu und alles zusammen bildet ein komplexes, vielschichtiges Geruchsbild. Im Mund und am Gaumen wird dieses Potpourri an ungewöhnlichen Geschmackskombinationen intensiv bestätigt. Dabei zeigt sich der Rosé sowohl cremig als auch würzig und bei einem langen Nachhall sorgt das entsprechende Mousseaux für ein erneutes Erleben dieses geschmacklich außerordentlich gelungenen Kessler Rosé de Pinot Brut.

Wir empfehlen zu diesem Rosé "Häppchen mit Entenbrust und karamelisierter Zwiebel"

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad getrunken werden.

Sehr empfehlenswert

Peter  J. und  Helga König



#Kessler #Blanc_de_Blancs Extra Brut- Jahrgang 2010, Kessler Kreation

Dieser Jahrgangssekt ist ein Cuvée aus 100% Chardonnay und Trento DOC Italien, Jahrgang 2010 und erfüllt die höchsten Ansprüche, die ein Sektliebhaber überhaupt an einen Sekt stellen kann. Extra-Brut begeistert er mit seinem trockenen Stil, dabei verfügt er gleichzeitig über eine ganz besondere Finesse und große Eleganz.

Der Blanc de Blancs hat viele Monate Zeit zum Reifen erhalten, um so ein außergewöhnliches Aushängeschild für die Traditionssektkellerei Kessler zu werden. Schon die Farbe des Sektes im Glas signalisiert Extravagantes, wenn helles Sonnengelb mit goldenen Reflexen durch ein breitgestreutes und feinperliges Mousseux die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bei der darauf folgenden olfaktorischen Bestimmung werden sowohl mineralische als auch rauchig anmutende Aromen deutlich registriert.

Dabei handelt es sich um Anklänge, die an Muscheln, Feuerstein und eine Meeresprise erinnern. Des Weiteren gesellen sich noch eine Vielzahl von fruchtigen Aromen hinzu. Es überwiegen Anklänge von Melone, weißem Pfirsich, sowie florale Nuancen wie Linden- und Orangenblüten. Besonders beeindrucken die  leicht süßlichen Noten, die ebenfalls noch wahrnehmbar sind, dabei sich aber durchaus mit allen Aromen zu einem großartigen Dufterlebnis vereinen.

Diese Nuancen erinnern an Honig oder karamellisierte Mandeln. Im Mund und am Gaumen werden alle bereits mit der Nase registrierten Aromen zu einem großen geschmacklichen Gesamterlebnis, das samtig, charmant und überaus cremig daherkommt. Sowohl die fruchtsüßen Aromen als auch ihre mineralische und rauchig anmutende Ergänzung bilden zusammen mit dem dichten Mousseux ein geradezu betörendes Geschmackserlebnis, geprägt von einem komplett harmonischen Gesamtbild. Frucht betonte Vielfalt, ein besonders trockener Stil, eingebunden in die entsprechende Mineralik, bei einem filigranen Perlenspiel haben einen beachtlichen Körper mit einer sensiblen Struktur heranreifen lassen. Dies ist wahrhaft ein Sekterlebnis auf höchstem Niveau. Und damit der Genießer auch wirklich alle Feinheiten mit allen Sinnen verinnerlichen kann, verwöhnt ihn ein langer Nachhall und animiert zugleich zu einem weiteren köstlichen Schluck von diesem herrlichen Kessler Blanc de Blancs Extra Brut Jahrgang 2010.

Wir empfehlen dazu Hummerscheren im Kataifiteig.

Der Sekt hat 12,5 % vol/ alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden.

Sehr empfehlenswert


http://www.kessler-sekt.de/website/


Peter J. und Helga König

Rezension: #Chateau_Mouton_Rothschild- #Wein_&_Kunst- 1924/1945-2011- #Tre_Torri

Dieses Buch bereitet mir eine besondere Freude, weil es sich nicht nur mit den vorzüglichen Weinen des Hauses Château Mouton Rothschild befasst, sondern auch mit den #Künstleretiketten der einzelnen Jahrgänge.

Der #Weinsammler #Karl_Heinz_Wolf lud 2006 zu einer Horizontalprobe der Moutonjahrgänge 1945-2003 an den Attersee in Österreich ein. Damals hat der finnische Weinexperte #Pekka_Nuikki Verkostungsnotizen zu der Probe gemacht, die man im vorliegenden Buch studieren kann. Dazu kommt die Bewertung der Jahrgänge 2004- 2011. Diese Verkostung der Weine wurde von der Redaktion "FINE- Das Weinmagazin" unternommen und auch kommentiert. Alles zusammen bildet den Inhalt des Buches.

Zunächst erfährt man Wissenswertes zur Legende Mouton Rothschild. Das Château befindet sich in #Pauillac, nördlich von #Bordeaux, zwischen dem Fluss Gironde und dem Atlantik. Dort in der Bordeaux-Region wird seit Jahrhunderten erfolgreich Weinanbau betrieben, der sich bis zur Römerzeit zurückverfolgen lässt.

4000 Châteaux, sprich Weingüter gibt es im #Bordelais, von denen viele weltberühmte Weine erzeugen. Aufgeklärt wird man speziell über die Erfolgsgeschichte Moutons, dessen Rebfläche etwa zu achtzig Prozent mit Cabernet Sauvignon, zu sechzehn Prozent mit Merlot und zu drei Prozent mit Cabernet Franc und zu einem Prozent mit Petit Verdot bestockt ist. Dabei beträgt das Durchschnittsalter der Reben 46 Jahre.

Ich möchte die Geschichte hier nicht verkürzt wiedergeben, weil viele Details der Historie bedeutsam sind. Stattdessen aber empfehle ich, den diesbezüglichen Beitrag ausführlich zu lesen und zudem sich intensiv mit dem Folgebeitrag zu den Künstleretiketten zu befassen. Es war Philippe de Rothschild, der 1924 damit begann die Etiketten von Mouton illustrieren zu lassen. Er hatte viele Künstlerfreunde und umgab sich gerne mit ihnen. Ab 1945 – nach einer Pause von genau 21 Jahren, entschied sich der Baron dazu, jedes Jahr ein individuelles Etikett gestalten zu lassen. Dabei wurden die Künstler nicht mit Geld, sondern mit mehreren Kisten Wein entlohnt.

Zu den wohl namhaftesten Künstlern der Ettiketten zählen Salvador Dali, Henry Moore, Joan Miró, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso, Andy Warhol und Georg Baselitz.

Wie man im Buch zusammenfassend liest,  wurde Mouton Rothschild durch die Raffinesse und den Witz der Kunst auf den Etiketten Moutons und das große Stilbewusstsein, verbunden mit der großartigen Qualität der Weine zu einer unsterblichen Legende.

Château  Mouton Rothschild 1989
Etikett   Georg Baselitz
Foto: Helga König
Man erfährt nicht nur das alles , sondern auch Wissenswertes zum Ablauf einer Weinprobe und kann sich diesbezüglich in beispielhafte Degustationsnotizen von Pekka Nuikki vertiefen. In der Folge dann wird jede der beschriebenen Flaschen visualisiert und man liest jeweils die Degustationsnotizen aber auch Näheres zu jedem einzelnen Künstleretikett, beginnend mit jenem von  Jean Carln, der das erste Künstleretikett überhaupt schuf. Weiter geht es dann mit dem 2. Etikett, gestaltet 1946 von Jean Hugo, der mit dem französischen Schriftsteller direkt verwandt war.

Es ist schon erstaunlich, wer alles zur Gestaltung der Flaschen im Laufe der Jahre beitrug. Auch wir hatten einige Flaschen Mouton in unserem Bestand, die leider schon ausgetrunken sind, darunter 1988er Flaschen mit einem Etikett von Keith Haring und 1989er Flaschen mit dem wunderschönen Etikett von Baselitz, zum Anlass des Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung.

Gerade gestern habe ich mich mit einer Künstlerin über Jeff Koons unterhalten und mich nun in das Etikett  für den Jahrgang 2010 verliebt. Dass er auf seinem Etikett ein altes "Fresco aus Pompeji" als Folie für ein in einem offenen Kelch unter der strahlenden Sonne segelnden Boot kommuniziert, finde ich bemerkenswert, denn das Fresco zeigt die "Geburt der Venus". Venus ist bekanntermaßen die Göttin der Liebe, Schönheit und des Verlangens. Wer, wenn nicht sie passt zu "Château Mouton Rothschild"?

Ein gelungenes Buch.

Sehr empfehlenswert.
Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen http://tretorri-shop.de/ Sie können es aber auchbei Ihren Buchhändler um die Ecke ordern.