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Bio-Weingut Mohr Lorch am Rhein 4 Weissweine 1 Orange Wein und 1 Rotwein

Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher, 
Das Bio-Weingut Mohr, ein Familienweingut in der 4. Generation, ist in Lorch am Rhein, unweit von Assmannshausen beheimatet. Lorch ist die westlichste Winzer-Gemeinde der Wein-Region Rheingau. Hier wird bereits seit Jahrhunderten Wein angebaut. Das Weingut Mohr, das heute von Jochen Neher und seiner türkischstämmigen Frau Saynur Sonkaya- Neher verantwortet wird, existiert bereits seit 1875. 

Dabei sind die Rollen in der Familie Neher klar verteilt, Jochen Neher ist für das Weinmachen zuständig, während Frau Saynur Sonkaya-Neher für die kulinarischen Genüsse zuständig ist und dies auf eine ganz besondere Weise. Sie sorgt dafür, dass es in der Straußwirtschaft des Weingutes zu einem fabelhaften Zusammenspiel von besonderen Rheingauer Weinen und exzellenten türkischen Speisen kommt, eine gelungene Vereinigung von Orient und Okzident. Das Weingut Mohr ist als Bio-Weingut im ökologischen Verband Ecovin zertifiziert, kreiert dementsprechend ökologische Weine, die ebenso vegan sind. 

 Foto: Helga König
Seit 2011 gehört das Gut dem Verband Ecovin an und produziert nach den strengen ökologischen Richtlinien des Verbandes, was sich sowohl auf die Bearbeitung der Weinberge, das Verbot von Kunstdünger und chemisch-synthetischen Substanzen bezieht, als auch eine ökologische Vinifizierung im Keller anbetrifft, zudem kontrollierte Gentechnikfreiheit in Anbau, Verarbeitung und Produktion gehört. 

Insgesamt werden 7,5 ha Rebfläche in den Lorcher und Assmannshäuser Steillagen kultiviert, wobei die Bodenbeschaffenheit der Lagen aus Blauem Schiefer, Rotem Phyllit-Schiefer, Grauem Taunus-Schiefer und Quarzit besteht. Die Rebstöcke sind zum Teil über 80 Jahre alt und die Wurzeln haben sich tief ins Gestein gegraben, um so eine Fülle von Mineralien aufzunehmen, das nötige Wasser auch in den Trockenperioden zu erhalten und letztendlich einen festen Stand in dem steil-abfallenden Gelände zu haben. Gelesen wird das Traubengut ausschließlich per Hand, wobei nur gesundes und hochreifes Rebgut selektiert geerntet wird. 

Riesling ist mit Abstand die wichtigste Rebsorte mit 75%, denn das Terroir der Lagen des Familien-Weinguts Mohr ist geradezu ideal für die edelste aller Weisswein-Trauben. Aber auch die anderen angebauten Rebsorten gedeihen prächtig, auch bedingt durch das Mikro-Klima, das im Rheintal beste Weine wachsen lässt. Neben Spätburgunder und Weissburgunder, die jeweils 10% des Anbaus ausmachen, gibt es noch Muskateller mit 2%, Silvaner ebenfalls mit 2% und Scheurebe mit 1% Bestockung in den Weinbergen. 

 Lorch im Hintergrund
Die Lorcher Einzellagen sind Schlossberg, Kapellenberg, Krone, Pfaffenwies und Bodental-Steinberg. Hier wachsen die ganz besonderen Rieslinge des Weinguts Mohr, während der Spätburgunder aus der Spitzenlage Assmannshäuser Höllenberg stammt, einer Ausnahme-Lage, die nicht erst seit Roland Koch, dem ehemaligen Ministerpräsident Hessens, dessen Lieblings-Rotweine aus dieser Lage kommen, ein weltweites Renommee besitzt. 

Die Weinberge sowohl in Lorch als auch in Assmannshausen zeichnen sich durch eine intensive Sonneneinstrahlung und das optimale Gefälle aus, sodass die Reben tagsüber von der Wärme der Sonne profitieren, während des Nachts das erwärmte Schiefergestein an die Trauben zusätzlich Wärme wieder abgibt. So entstehen hohe Reifegrade, die wunderbare Weine entstehen lassen. Diese zu verkosten, sollte man sich unbedingt in der idyllischen Straußwirtschaft von Saynur und Jochen Neher vornehmen, wenn man auf einem Ausflug ins malerische Lorch im Rheingau unterwegs ist. 

Hier erlebt man dann gemeinsam mit dem erstklassigen Wein die köstlichen Genüsse der türkischen Küche, die Saynur meisterlich versteht zuzubereiten. Wer gar mehr an diesen orientalischen Speisen sich erfreuen möchte, hat die Gelegenheit bei ihr einen besonderen Kochkurs für türkische Küche zu besuchen. Dann lernt er die faszinierend Aromen-Vielfalt der türkischen Speisen kennen und erlebt zugleich die herzliche Gastfreundschaft die dem multi-kulturellen Ehepaar Neher eigen ist. Küche, Wein und die offene Herzlichkeit ergänzen sich im Weingut Neher ideal. 

Was die Weine anbetrifft, darf noch daraufhin gewiesen werden, dass sie nicht nur von höchstem Niveau und von allerbester Qualität sind, sie können auch eine Vielzahl von Auszeichnungen vorweisen und die renommierten Weinführer wie Gault Millau, Feinschmecker, Falstaff und Vinum zeigen mit ihren Bewertungen an, welche Spitzenweine im Weingut Mohr kreiert werden. 

Gault Millau z. B. hat 2018 zwei rote Tauben vergeben, Vinum 2 ½ Sterne mit aufsteigender Tendenz und der Feinschmecker bewertet das Gut als zu den besten in Deutschland gehörend. Sterne-Köche wie Nelson Müller und Nils Henkel schätzen die Spitzen-Weine des Weinguts Mohr ebenso wie Bundespräsident Steinmeier im Schloss Bellevue. 

Auch ansonsten zeichnet sich das Weingut Mohr durch vielfältige Aktivitäten aus und im Rheingau ist es eine feststehende, vielfach beachtete Größe mit seinen ökologischen und veganen Weinen, die auch überregional eine große Beachtung finden. Ob auf der Prowein in Düsseldorf, der weltweit größten Weinmesse, ob beim Gourmet-Festival im Rheingau oder vielen anderen regionalen und nationalen Wein-Veranstaltungen, überall sind die wunderbaren Weine vom Jochen Neher zu finden, zu verkosten und zu genießen. 

Dies wollen wir jetzt auch tun und mit Freude und Spannung und dem nötigen Respekt die 4 Weissweine, den Orange Wein und den besonderen Rotwein vom Assmannshäuser Höllenberg probieren:


 Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
2016 Rheinhessen Blanc trocken 

Beginnen wollen wir allerdings mit diesem 2016er Blanc trocken, dessen Traubengut aus den Weinbergen der Winzergemeinde Uelversheim in der Nähe von Oppenheim stammen. Diese Cuveé besteht aus den Rebsorten Faberrebe und Huxelrebe. Der Wein wird im Weingut Mohr unter der Weinlinie "1001 Tausend & Ein Geschmack" geführt. Dieser Bio-Wein ist  ökologisch und vegan erzeugt worden. Was es bedeutet, einen Bio-Wein zu kreieren, wurde bereits anfangs erläutert, da sind die Richtlinien des Verbandes Ecovin maßgeblich, dem das Weingut Mohr ja angehört. Die vegane Weinbereitung dagegen besagt, dass bei der Erzeugung des Weins keine Mittel tierischen Ursprung oder Erzeugnisse tierischer Produkte eingesetzt worden sind, also keine Gelatine etwa, kein Hühnereiweiß oder auch kein Kasein. 

In Deutschland ist die vegane Einstellung und Lebens- und Ernährungsweise auf dem unaufhaltsamen Vormarsch, sodass heutzutage annähernd eine Million Menschen hierzulande sich entschieden haben, vegan zu leben. Das Familien-Weingut Mohr kommt dieser Lebensweise bezüglich des Weins strikt entgegen, alle hier erzeugten Weine sind ökologisch und eben vegan. 

Gelistet ist der "Blanc" als "Weiss-Klassiker" im Weingut Mohr. Im Glas zeigt sich der 2016er "1001 Tausend & Ein Geschmack Blanc" trocken in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die man niemals einen Wein verkosten sollte, gilt es zunächst den "Blanc" mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Jetzt zeigen sich deutliche Anklänge in der Nase, die an Muskatblüten und Zitrusfrüchte erinnern. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine feine, nicht zu intensive Säure ergänzt. Trotz seiner geringeren Säure trägt diese die Fruchtaromen doch prächtig. Der Wein ist frisch, punktet mit seinem harmonischen Zusammenspiel der unterschiedlichen Aromen und bietet sich als täglicher Genuss, frisch, fruchtig und mit wenig Säure an. 

Im Kreise von Freunden, aber auch in trauter Zweisamkeit lassen sich durchaus das eine oder andere Glas trinken, mit großer Freude und Erbauung. 

Bei dem 2016er "1001 Tausend & Ein Geschmack Blanc" steht absolut die gelungene fruchtige Frische im Vordergrund. Großartig!

Wir empfehlen diesen Wein zu einer "Dorade mit Knoblauch und Pfeffer"

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den  Link, dann gelangen Sie zur Homepage des  Weinguts Mohr und können den Wein dort bestellen:  www.weingut-mohr.de 

 Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
2016 Rheingau Riesling feinherb 

Es folgt nun tatsächlich ein erster Riesling mit diesem 2016er Rheingau Riesling feinherb. 

Und nur noch einmal zur Erinnerung, das Bio-Weingut Mohr erzeugt zu 75% Riesling in seinen Weinbergen. Die Trauben zu dem verkosteten Wein stammen alle aus den Lorcher Steillagen des Familien-Gutes. Die Bodenbeschaffenheit besteht aus steinigem Schiefer und Quarz und ist ideal für mineralische Rieslinge, für die die Lorcher Steillagen so bekannt sind. Hier entstehen die wertvollen und einzigartigen Weine, die authentisch und charaktervoll ihr Terroir widerspiegeln. 

Die ökologische und individuelle Erzeugung der Weine trägt ebenso dazu bei, dass dieser 2016er Riesling feinherb so wunderbar gelungen ist. Jochen Neher sorgt mit viel Wissen und großem Engagement für die allerbeste Qualität seiner Weine und grundsätzlich überlässt er nichts dem Zufall. Dabei sind der geeignete Laub-und Rebschitt genauso wichtig, wie die selektive Handlese oder der zeitnahe Transport des Traubenguts zur schonenden Verarbeitung im Keller. Das Ergebnis ist dann dieser gelungene 2016er Rheingau Riesling feinherb, der selbstverständlich ebenfalls ökologisch und vegan erzeugt wurde und in der vierstufigen, gutseigenen Klassifizierung zu der Rubrik "Riesling Klassiker" zählt.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem ansprechenden Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Aus Respekt vor der Leistung des Winzers sollte der Wein zunächst richtig beatmet werden, damit er seine gesamte Fülle an duft- und geschmacksmäßigen Aromen zeigen kann. Die Nase freut sich nun auf Anklänge von Pfirsich, gelben Früchten, Apfel und eine gewisse Mineralität. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich intensiv die Fruchtaromen, wobei die bodenbedingte Mineralität dem 2016er Rheingau-Riesling zudem viel Kraft und Fülle verleiht. 

Da der Riesling feinherb ausgebaut wurde, zeigt sich im Geschmack ebenso eine leichte Restsüße, die durch die gut eingebundene Säure bestens ausbalanciert wird. So kommt ein Wein zustande mit einer gelungenen Komplexität und einem angenehm frischen Charakter. Dass man es hier mit einem klassischen Rheingau-Riesling zu tun hat, wird noch einmal bei einem langen Nachhall bestätigt, der Fruchtsüße und seine mineralische Bodenbeschaffenheit aus Schiefer und Quarz ganz authentisch zum Ausdruck bringt. Wunderbar! 

Wir empfehlen diesen Riesling feinherb zu  "Gegrilltem Lachs mit Pfefferkruste und Zitronenkräuterbutter"

Der 2016er Rheingau-Riesling feinherb hat moderate 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den  Link, dann gelangen Sie zur Homepage des  Weinguts Mohr und können den Wein dort bestellen:  www.weingut-mohr.de 

              
 Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
2016 Rheingau Lorcher Schlossberg Riesling 34 trocken 

Weiter geht es mit diesem 2016er Lagen Riesling, dessen Trauben in der Spitzenlage Lorcher Schlossberg gewachsen sind und der zu den Ausnahme- Weinen von Jochen Neher zählt. Der Wein wurde trocken ausgebaut und ist ökologisch und vegan. Er wird in der gutseigenen Klassifizierung unter die Gruppe der "Solisten" eingeordnet, als Weine mit eigenem, unverwechselbarem Charakter und überaus individuell. 

Die Rebstöcke im Lorcher Schlossberg sind die ältesten im ganzen Rheingau, wurden sie doch bereits 1934 angepflanzt, daher auch der Zusatz 34 auf dem Etikett. Da sind die Wurzeln über die Jahrzehnte tief in den Boden eingedrungen und sorgen so für intensive Mineralien im Rebgut, aber auch für den nötigen Wasserhaushalt während trockener Perioden, die sich durch den Klimawandel immer anhaltender zeigen. Zudem sorgt die tiefe Verwurzelung der Stöcke für einen festen Stand, der auf dem steil abfallenden Gelände gewährleistet sein muss. 

Die Arbeit in den Steillagen erfordert viel körperlichen Einsatz, absolute Handarbeit ist vonnöten. Und da Jochen Neher sehr viel Wert auf die intensive qualitätsfördernde Behandlung seiner Rebstöcke legt, die durch ihr Alter doch sehr unterschiedlich sind, was die Traubenmenge, die Größe der Trauben und ihre Form anbetrifft, ist besonders viel Einsatz erforderlich, der auch körperlich alles abverlangt. Doch nur so können solche einzigartigen Rieslinge entstehen, wie dieser 2016er Rheingau Riesling 34 trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer brillanten zartgoldenen Farbe. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die nötige Belüftung des Weins mit Sauerstoff, damit der Riesling sich voll entfalten kann. Das olfaktorische Ergebnis ist der Duft nach getrockneten Aprikosen, reifen gelben Pfirsichen und ein Anklang von Eukalyptus. Ebenso leichte Rauch-Nuancen und Honig ergänzen die Wahrnehmung in der Nase. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und durch die geeignete Säure ergänzt. So kommt ein wunderbarer Frucht-Säure-Bogen zustande, der durch die besondere Mineralität prächtig ergänzt wird. 

Der Riesling 34 ist intensiv, komplex, kraftvoll und wunderbar ausbalanciert. Sein langanhaltender Abgang lässt noch einmal die besonderen Merkmale dieses Rieslings Revue passieren, viel Frucht, tragende gut eingebundene Säure, die bodenbedingte Mineralität, die dem Wein noch mehr Substanz verleiht und eine wunderbare Frische, ohne die ein solcher Spitzen-Riesling einfach nicht auskommt. Grandios! 

Wir empfehlen diesen  trockenen Riesling zu "Garnelenspießen an Tomatenpastetchen"

Der 2016er Rheingau Lorcher Schlossberg Riesling 34 trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den  Link, dann gelangen Sie zur Homepage des  Weinguts Mohr und können den Wein dort bestellen:  www.weingut-mohr.de 

 Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
2015 Ana ´s Orange Pinot Blanc trocken 

Zur Verkostung steht nun dieser ganz besondere 2015er Orange Pinot Blanc trocken an, im Weingut Mohr ebenfalls unter der Rubrik "Solisten" geführt. Orange Weine sind neben Weiß-, Rosé- und Rotweinen mittlerweile die vierte Wein-Farbe, die sich zwar noch zögerlich, doch immer häufiger neben den klassischen Weinarten etabliert. Gerade die Bio-Winzer weltweit beschäftigen sich zunehmend mit dieser Art der Vinifizierung, bei der eine 4500 bis 5000 Jahre alte Methode der Weinerzeugung neu auflebt. Dabei wird ein Weißwein wie ein Rotwein hergestellt, quasi umgekehrt wie beim Blanc de Noir oder Rosé, wo die roten Trauben weiß gekeltert werden. 

Hier also werden die Weißweintrauben mit den Beerenschalen vergoren und extrahieren dadurch mehr Tannine und Gerbstoffe, aber auch Farbe aus den Beerenschalen. So zeigt sich der Wein farblich dunkelgelb bis orange, was dann zu dem Namen "Orange Wine" dtsch. Orange Wein geführt hat. In Georgien ist diese Methode bereits seit ungefähr 5000 Jahren bekannt, der dort erzeugte Quevriwein ist ein traditioneller maischevergorener Weißwein, der einem Naturwein nicht unähnlich ist. Bei Quevris handelt es sich um bis zu 5000 Liter fassende große Amphoren, die in der Erde vergraben, mit der kompletten Traube gefüllt wurden, um dann verschlossen zu werden, damit der Wein auf natürliche Weise zur Gärung gelangen kann. Diese Methode gilt als die älteste Form der Weinerzeugung und erst allmählich besinnt man sich wieder darauf, um von innovativen, experimentierfreudigen Winzern wie Jochen Neher wiederbelebt zu werden. Orange Weine stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung hierzulande, müssen die Winzer mit diesem überaus interessanten Wein doch noch mehr Erfahrung sammeln. 

Der hier verkostete 2015er Orange Pinot Blanc trocken stammt von der Weißburgundertraube, die sich zur Maischegärung besonders gut eignet. Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem Dunkelgelb. Da die Aromen beim Orange Wein besonders intensiv sind, ähnlich wie bei Rotweinen, empfiehlt es sich daher besonders, dem Wein den nötigen Sauerstoff zu geben. Die Nase wird jetzt beglückt mit Anklängen, die an leichte Röstaromen, Vanille und gelbe Früchte erinnern. Auch hier zeigt sich die bodenbedingte Mineralität, die das Geruchsbild angenehm ergänzt. 

In Mund und Gaumen werden die olfaktorischen Anklänge verstärkt geschmacklich bestätigt, wobei alle Aromen zusammen sehr ausgeprägt in einem intensiven Dialog miteinander stehen. Mag der erste Schluck nach klassischer Einschätzung etwas befremdlich sein, so entwickelt sich der Geschmack mit jedem weiteren Schluck durchaus spannend, korrespondierend und sehr intensiv.

Der 2015er Orange Pinot Blanc ist sehr markant, komplex und dabei auf seine Art harmonisch. Und je länger man sich geschmacklich mit dem Wein befasst, umso mehr entdeckt man seine Klasse, sein Potential und seinen tiefgründigen Geschmack. Dieser Wein ist einfach spannend und erweckt Neugierde, wenn er sich geöffnet, und man seinen Geschmack verstanden hat. Dass er natürlich wunderbar lange nachhallt, macht ihn zusätzlich besonders animierend. 

Hier ist Jochen Neher ein ganz großartiger Wein gelungen, abseits der bekannten Pfade, aber mit viel Charakter und einem ganz eigenen überzeugenden Geschmack, sozusagen Experiment gelungen. Chapeau! 

Wir empfehlen diesen Wein zu " Wachteln in Weinblätter" mit Trauben garniert.

Der 2015er Ana ´s Orange, Pinot Blanc hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

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 Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
2016 Rheingau Lorcher Bodental-Steinberg Riesling Erstes Gewächs trocken 

Als abschließenden Riesling wird nun ein ganz besonderes Highlight mit diesem 2016er Lorcher Bodental-Steinberg verkostet. Als Erstes Gewächs gehört es zu den "Premium-Weinen" im Weingut Mohr. Gewachsen sind die Trauben zu diesem Riesling in der Ausnahme-Lage Bodental-Steinberg. Diese Lage ist hoch klassifiziert, entsprechend gelten die Weine von dort als Erste Gewächse. Sie erfüllen strengste Kriterien, besitzen die höchste Traubenklasse 5 und werden mit größter Sorgfalt vinifiziert. 

Dazu gehört die mehrfach selektive Handlese von ausschließlich vollreifen, gesunden Trauben, die äußerst schonend verarbeitet werden, durch einen langsamen Gärprozeß und durch die späte Füllung auf die Flasche. Der 2016er Lorcher Bodental-Steinberg Riesling Erstes Gewächs ist ein absoluter Terroir-Wein, verkörpert er doch all die großartigen Eigenschaften, die in dieser klassifizierten Lage die Weine einzigartig werden lässt. Dazu trägt natürlich auch die intensive Sonneneinstahlung mit bei, ebenso der optimale Neigungswinkel des Weinberges, und auch das Mikro-Klima hier am Rhein. 

Der Boden, der aus Schiefer, Sandstein und Quarziten besteht, liefert diese intensive Mineralität, die die Weine aus dem Bodental-Steinberg ganz besonders auszeichnet und sie unverwechselbar machen. Nicht zu vergessen sind der ökologische und vegane An- und Ausbau dieser Premium-Weine, wobei beides der Qualität ungemein förderlich ist. Jochen Neher hat hier eine absolute Verbindung geschaffen, Spitzenlage und Bio- Anbau, dazu allerbestes mehrfach selektiertes Traubengut mit der möglichst schonenden Vinifizierung und einem langen Reifeprozeß. 

Das Ergebnis ist dieser Spitzen-Riesling, der mit zu dem Besten gehört, was der Rheingau an Riesling hervorbringt. So ist es nicht verwunderlich, dass der 2015er Lorcher Bodental Riesling Erstes Gewächs viele Liebhaber findet, die bundesweit und darüber hinaus diesen Wein absolut präferieren und Jochen Neher und sein Können für außergewöhnliche Weine in höchstem Maße schätzen. 

Im Glas präsentiert sich das „Erste Gewächs“ in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Bitte hier ebenfalls nicht den nötigen Sauerstoff vergessen! Jetzt ist die Nase erfüllt von intensiven Duftaromen, wie etwa Quitte, weißem Pfirsich, Aprikose und Physalis und natürlich diese ausgeprägte Mineralität, die durch einen Hauch von Rauch und Feuerstein unterstrichen wird, ebenso eine kräutige und zitronige Note. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt, wobei die richtige Säure für einen idealen Frucht-Säure-Bogen sorgt, der dem Riesling einen überzeugenden Geschmack verleiht. 

Der Wein punktet mit viel Kraft, ohne opulent zu sein. Diese wunderbare Mineralität ist neben der Fruchtfülle eine ganz großartige Ergänzung, bekommt der Riesling doch noch mehr Fülle und einen ganz eigenen Charakter, der sich zweifellos an seiner Lage orientiert. Dieser 2016er Lorcher Bodental-Steinberg Riesling Erstes Gewächs trocken ist ein solcher Wein der dem deutschen Riesling in den letzten 20 Jahren weltweit höchste Anerkennung gebracht hat. Ein solcher Spitzen-Riesling ist einfach grandios und darauf kann Jochen Neher wirklich stolz sein. Absolut top! 

Diesen trockenen Riesling, Erstes  Gewächs empfehlen wir zu "Meerbrassen mit  Kräuterkruste" an  pochiertem Fenchel und  gedünsteten Tomaten.

Der 2016er Rheingau Lorcher Bodental-Steinberg Riesling Erstes Gewächs trocken hat 12,5 vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

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 Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
2015 Rheingau Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken 

Zum Abschluss unserer kleinen, aber sehr exklusiven Reise durch den Weinkeller des Weinguts Mohr steht ein Spätburgunder an, dessen Ruf geradezu legendär ist. Es ist ein 2015er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken. In Deutschland findet sich kaum eine Spitzenlage, die einen solchen Bekanntheitsgrad unter den Weinfreunden hat und wo speziell dem Spätburgunder ein solch exzellenter Ruf vorauseilt. Assmannshäuser Höllenberg und Spätburgunder sind weltweit ein Markenzeichen, das für einen Ausnahme-Wein steht. Wohl dem, der hier eine Rebfläche sein Eigen nennen kann, denn neben dem Ruf ist es natürlich das ganz besondere Gewicht der Lage, mit ihren einzigartigen Anbaumöglichkeiten. 

Der "Höllenberg" besteht hauptsächlich aus dem Südhang des Höllenbachtals. Die Hangneigung beträgt hier zwischen 30 und 60%. Die für den Spätburgunder optimalen Böden sind aus wärmespeichernden Phyllit-Schiefer aufgebaut. Das Mikro-Klima und die Wasserdurchlässigkeit ergeben einen idealen Standort für die Spätburgunder-Rebe. 

Der hier verkostete 2015er Assmannshäuser Höllenberg trocken wurde auf der Maische vergoren, um anschließend 12 Monate lang in deutschen Eichenholzfässern gelagert zu werden. So konnte der Spätburgunder in aller Ruhe im Barrique heranreifen. Auch hier war im Weinberg viel Handarbeit nötig, bis schließlich allerbestes gesundes, selektiertes Traubengut im Keller vinifiziert werden konnte. 

Jochen Neher hat all sein Können und sein totales Engagement eingesetzt, um schließlich ein derartiges Aushängeschild für sein Weingut zu kreieren, diesen wunderbaren 2015er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken, der selbstverständlich auch auf ökologischer Basis und komplett vegan erzeugt wurde. Dabei handelt es sich um einen Rotwein der in der Rubrik Spätburgunder Edition gelistet ist. Farblich präsentiert sich der noble Spätburgunder in einem intensiven Burgunderrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. 

Haben die Weissweine schon das richtige Quantum an Sauerstoff benötigt, so gilt dies für diesen Spitzen-Spätburgunder erst recht. Ihn zu dekantieren ist die beste Möglichkeit ihm sein besonderes Potential zu entlocken. Danach darf die Nase sich auf eine Fülle großartiger Duft-Anklänge freuen, wie etwa Kirsche, Himbeere und rote Johannisbeere, aber auch Nuancen von Lorbeer und Liebstöckel und eine feine Mineralität werden olfaktorisch registriert. Mund und Gaumen bestätigen komplett die intensiven Fruchtaromen, wobei die gut verwobenen, feinen Tannine das Geschmacksbild sehr vorteilhaft erweitern. 

Der Spätburgunder hat einen sehr konzentrierten Körper, ist extraktreich, vollmundig und durchaus komplex, dabei auch würzig und kräutig im Geschmack. Vielfache Frucht, geeignete Säure, Tannine und Mineralität bilden zusammen eine großartige, geschmacklich ausgewogene Einheit, die sich bis in einen nicht enden wollenden Nachhall hinein zieht. 

Der 2015er Assmannshäuser Höllenberg überzeigt mit seiner Finesse, seiner Vollmundigkeit, seiner Intensität und ganz bestimmt mit seiner Fruchtigkeit und der Aromenvielfalt. Was will man mehr, der Zenit eines Klasse-Spätburgunders ist damit erreicht und adelt Jochen Nehers Bemühen um den allerbesten Wein im Rheingau. Phantastisch! 

Wir empfehlen diesen Spätburgunder trocken  zu  "Rehrücken mit Birnen und Preiselbeeren". 

Der 2015er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 14 bis 16 Grad Celsius verkostet werden. 

Maximal empfehlenswert. 

Peter J. und Helga König 

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  Saynur Sonkaya-Neher  und Jochen Neher
Nachdem wir jetzt mit viel Spannung und großer Vorfreude die Weine vom Bio Familien-Weingut Mohr aus Lorch am Rhein verkostet haben, hier unser Fazit: 

Zunächst darf einmal festgehalten werden, dass die Weine von Jochen Neher etwas ganz Besonderes sind, zum einen da sie ökologisch und vegan erzeugt und ausgebaut wurden, zum anderen, dass sie höchstes Niveau und allerbeste Qualität zeigen. Ob Cuveé Blanc, der Orange Wein, die 3 außergewöhnlichen Rieslinge oder ein weiteres Flaggschiff von Jochen Neher, der grandiose Höllenberg Spätburgunder, sie alle sind individuell, mit einem eigenen Charakter versehen und unverwechselbar, eben Weine aus dem Weingut Mohr, die alle die typische, ganz eigene Handschrift von Jochen Neher zeigen, wobei gerade der Orange Wein mehr als positiv überrascht hat, stellt er doch ein relatives Novum in der heutigen Wein-Kultur da. 

Und dass solche Pretiosen überhaupt möglich sind, hat primär etwas mit den Lagen zu tun, wo sie gewachsen sind. Und hier kann das Weingut Mohr auf ganz außerordentliche Weinbergslagen bauen, ob in Lorch oder in Assmannshausen. Die Lorcher Steillagen, zum Teil hoch klassifiziert und würdig den Titel eines Ersten Gewächses zu tragen, geben Jochen Neher die Chance sein ganzes Können in Spitzenweine umzusetzen. Desgleichen beim Assmannshäuser Höllenberg, das Terroir ermöglicht den Ausnahme-Spätburgunder, der dann mit seinem Renommee den Bekanntheitsgrad schafft, den Jochen Nehers Wein vom Höllenberg verdient. 

Der Winzer aus Lorch gehört zweifellos in die erste Riege der deutschen Weinmacher und dies sehen wir nicht alleine so. Wie oben bereits erwähnt, artikulieren dies die renommierten Weinführer hierzulande ebenfalls. Ob Gault Millau, Feinschmecker, Vinum oder Falstaff, sie alle haben das Weingut Mohr hoch bewertet und ihm 2 bis 3 Sterne oder Trauben zugedacht, mit aufsteigender Tendenz. Doch bei aller positiven Theorie, wichtig ist letztendlich ob der Wein im Glas überzeugt, und das bestätigen Jochen Nehers Weine zweifellos, sie schmecken einfach besonders gut. Deshalb: 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Fotos: Weingut Mohr

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