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Rezension:Weingut Bergdolt, 2011er Weißburgunder Lössriedel trocken

Der jetzt verkostete Weißburgunder, er stammt ebenfalls aus dem neuen Jahrgang 2011, setzt den Reigen feiner Burgunder aus dem Hause Bergdolt in einer bemerkenswerten Weise fort, als es sich hierbei um einen Wein handelt, dessen Nuancen noch ausgeprägter sind wie der soeben verkostete St. Lamprecht Kabinett trocken, der an sich schon ein Weißburgunder der Top-Qualität ist. 

Jedoch zeigt sich im direkten Vergleich, dass der 2011er Lössriedel in allen Belangen die Nase noch ein wenig mehr vorne hat, noch intensivere Geschmacksnuancen, in diesem Falle rote Grapefruit, leichte Bittermandel, weißer Pfirsich. 

 Natürlich auch hier wieder die besondere Frische, die diesen Weißburgunder auszeichnet. Man erlebt sie in einem langen Nachgeschmack. Allein die Farbe ist Hellgelb, wie bei dem zuvor verkosteten Weißburgunder.

 Mit Fug und Recht kann man diesen Wein als einen weiteren typischen Bergdolt- Spitzenweißburgunder bezeichnen, wie man ihn über viele Jahre kennt und wie er von den Liebhabern dieses Weißweines so geschätzt wird. Nach Auszeichnungen für diesen Wein gefragt, können wir nur spekulieren, dass er wie seine Vorgänger alle Prämierungen, die für Spitzenweissweine zu vergeben sind ebenfalls erhalten wird, da sind wir sicher. Fast hätten wir vergessen zu erwähnen, dass für Carolin Bergdolt und ihre Philosophie des Weinmachens, die ökologische Anbauweise ein absolutes Muss bedeutet. Es geht ihr um Nachhaltigkeit, im Sinne der Generationen, die auch später einmal solche herausragenden Weine kreiren sollen. 

 Und welche Gerichte eignen sich zu diesem Lössriedel trocken besonders? Wir empfehlen, zumal wir jetzt auch in der Spargelzeit sind, Speisen mit diesem edlen Gemüse und alle Arten von hellem Fleisch, aber auch Seezunge, Maischolle, Steinbutt oder Scampis. 

 Dieser Weißburgunder hat 13% vol. alc. 

 Empfehlenswert. 

 Helga und Peter J. König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum "Weingut Bergdolt- Klostergut St. Lamprecht : www.weingut-bergdolt.de

Rezension:Weingut Bergdolt, 2011 Buntsandstein Riesling Kabinett trocken


Als dritten Wein stellen wir hier einen Riesling vor, einen Wein, der im Klostergut St. Lamprecht ebenfalls mit großer Leidenschaft angebaut wird. Die Buntsandsteinböden in Ruppertsberg und Deidesheim eignen sich hervorragend für diese Traube. Die Weine, die daraus entstanden sind, haben dem Weingut Bergdolt ebenfalls große Anerkennung bei vergleichenden Verkostungen eingebracht und ergänzen insofern die Reihe der delikaten Weißweine bestens.

Im Glas präsentiert sich dieser Riesling Kabinett in einem frischen zarten Gelbton und duftet nach Lindenblüten und Kleehonig. Am Gaumen zeigen sich der Geschmack von Holunder und Aprikosen in dezenter Form. Alles zusammen ist eingebunden in eine zitronige Frische, so dass der Wein sich sehr gut für den Genuss an warmen Sommerabenden eignet. Dazu muss er natürlich die entsprechende Trinktemperatur von 8 bis-9 Grad aufweisen. Der Wein verfügt über einen beachtlichen Nachhall.

Dieser trockene Riesling passt gut zu Fischgerichten, speziell zu Saibling, Forelle und Zander. Selbstverständlich kann man diesen Riesling Kabinett trocken jetzt zur warmen Jahreszeit im Kreise von Freunden auch mit typisch Pfälzer Wurstplatte genießen. Dann empfiehlt es sich genügend Vorrat gekühlt zuhause zu haben.

Der Alkohlgehalt beträgt 12,5% vol.

Empfehlenswert.

Helga und Peter J. König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum  Weingut Bergdolt: http://www.weingut-bergdolt.de/

Rezension: Zeit für Italiens Wein

Im Bestand meiner Weinbücher hat dieses Buch bislang gefehlt. Die Journalistin Dagmar Kluthe und der Fotograf Udo Bernhart geben hier dem Leser tatsächlich einen sehr guten Überblick über alle Weinregionen Italiens, aber auch über die Weingüter und Winzer sowie die Hotels und Restaurants dort.

Das Buch beginnt mit einer aufklappbaren Karte Italiens, auf der die einzelnen Weinregionen eingezeichnet sind. Anschließend lernt man zunächst die Geschichte des Weins in Italien kennen. Die berühmten Weine der Antike hießen Caecuber, Surrentinum und weißer Falender. Der Falender war der berühmteste und wuchs nördlich von Neapel an Ulmen und Maulbeerbäumen. In den Wirren der Völkerwanderung soll der römische Wein in Vergessenheit geraten sein, so dass nur noch die katholische Kirche die Weinkultur pflegte. Im frühen Mittelalter dann besaßen besonders die Benediktiner, Zisterzienser und Karthäuser Weinberge und in den Folgejahrhunderten entwickelte sich der Weinanbau dergestalt, dass im 19. Jahrhundert schließlich der erste Versuch einer Einteilung in Barolo, Brunello und Chianti in Italien stattfand. Doch erst in den 1960er Jahren kam es zu einer Klassifikation des "DOC". Über die gesetzlich geregelten Qualitätsbezeichnungen wird man sehr gut unterrichtet, bevor man dann die einzelnen Weingebiete kennenlernt.

Zur Sprache gebracht werden im Nordosten: Südtirol, das Trentino, das Veneto, das Proseccogebiet und Friaul-Julisch Venetien, im Nordwesten: Piemont- der Barola, Piemont-der Barbaresco, das Aostatal, Ligurien und Lombardei, in der Mitte: Emilia Romagna, Toscana und dort Chianti und Chianti Classico, die Super Tuskans sowie Montalcino und Montepulciano, die Marken, Umbrien und die Abruzzen, im Süden: Apulien, Basilikata, Kampanien und Latium, dann noch die Inseln: Sizilien, Pantelleria und Salina sowie Sardinien.

Die einzelnen Regionen und die dort angebauten Weine werden alle bestens beschrieben. Man lernt eine Fülle von Weingütern kennen, die alle kurz porträtiert werden. Erwartungsgemäß werden die Adressen mitgeliefert, auch die Hinweise auf die Websites, sodass man sich von den Weingütern als auch die ebenfalls kurz porträtierten Hotels und Restaurant sofort ein umfangreichers Bild machen kann und sofort Weinbestellungen aufgeben kann.

Über die Weine im Nordosten, dem Nordwesten und der Mitte hatte ich bereits Einiges in anderen Büchern gelesen und auch viele gute Weine von dort schon verkostet. Gefreut habe ich mich, dass eines meiner Lieblingsweingüter in der Toscana im Buch näher beschrieben. Es handelt sich hierbei um die "Fattoria Nittardi", die der Frankfurter Verleger Peter Femfert 1982 erwarb. Seine Weine schmecken vorzüglich. Man kann im Weingut übrigens auch wohnen. Im dortigen Skulpturengarten stehen Werke von Paul Wunderlich, Horst Antes und Miguel Berrocal. Eine Adresse, die man sich merken muss.

Wie man erfährt, soll Apulien einst der Weinkeller Italiens gewesen sein. Heute steht diese Region auf dem dritten Platz. Dennoch werden hier 6,8 Millionen Hektoliter Wein angebaut. Dies hängt mit den fruchtbaren Böden, der vielen Sonne und dem kühlen Wind zusammen, die hier delikate Rotweine gedeihen lassen.

Es ist unmöglich im Rahmen einer Rezension auf alle vorgestellten Weingüter und Weine einzugehen und unfair einige wenige hervorzuheben. Gut, bei Nittardi habe ich eine Ausnahme gemacht, weil der Besitzer aus Frankfurt kommt und sein Wein wirklich überirdisch gut schmeckt.

Die Weine der Inseln Pantelleria und Salina habe ich noch nie getrunken. Dort soll die vulkanische Landschaft den Winzern einiges abverlangen. Der Dessertwein, der auf Pantelleria gemacht wird, soll das Aroma von Orangenblüten und Zimt haben. Das klingt vielversprechend, nach einem Mehr-Gang Menü.

Wer an einem Sommerabend im Garten oder auf der Terrasse sitzt, sollte lieber einen trockenen Weiß- oder Rotwein genießen. Italien hat diesbezüglich viel zu bieten, das man nicht nur einen Sommer lang erkunden kann.

Wer Weinreisen in das Land wo die Zitronen blühen, plant, ist gut beraten, das Buch im Vorfeld zu lesen und auch während einer Reise dabei zu haben.
Empfehlenswert. 

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Rezension:Kallfelz Riesling, Riesling Hochgewächs Trocken 2011, „Weingut Albert Kallfelz“


Andrea und  Albert Kallfelz
Das Weingut Albert Kallfelz aus Zell-Merl an der Mosel ist für seine besonderen Riesling- Weine bekannt. Zu Beginn unserer Rieslingverkostung haben wir es mit einem Wein zu tun, einem Riesling-Hochgewächs, bei dem die ganze Kunst des Weinmachens seitens Albert Kallfelz und seiner Mannschaft zum Ausdruck kommt. Für diesen Wein engagiert sich das Weingut speziell, da es eine „Herzensangelegenheit“ des Winzers ist, wie er ausdrücklich betont.

Dieser Wein hat alle Vorzüge, die ein Riesling von der Mosel auszeichnet. Dazu gehört natürlich die Bodenbeschaffenheit, die aus einer einmaligen Grauschiefer-Steillage besteht. Hinzu gesellt sich das Mikroklima, das bewirkt, dass seit den Zeiten der Römer schon Weinbau an der Mosel betrieben wird, wobei die Familie Kallfels auf eine über 500 jährige Tradition zurückblicken kann.

Im Glas schimmert der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Dabei sendet er leichte Apfel- und Zitrusduftnoten aus. Den ersten Schluck verkostet und schon ist man von einer intensiven mineralischen Fülle eingenommen, gepaart mit einer frischen Säure, die diesen Wein auszeichnet, unverkennbar ein Moselriesling. Dass der Wein trocken ist, muss man nur den Weinfreunden erklären, die sich bislang noch nicht so intensiv mit dem Riesling von der Mosel befasst haben. Diese typische Eigenschaft ist jedoch überhaupt der Grund, weshalb so viele Weinfreunde den Riesling des Weingutes Albert Kallfelz bevorzugen.

Das Hochgewächs hat 12,0% vol Alkohol und sollte eine Trinktemperatur von etwa 9 Grad haben. Dann ist der Wein optimal zu genießen.

Als Essensbegleiter kommt eine „Forelle blau“ aber auch ein einfaches „paniertes Schnitzel mit gerösteten Kartoffeln“ in Frage

Insgesamt ein gelungener Riesling, ein Maul voll Wein.


Helga und Peter J. König










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