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Rezension: Winzer Sommerach - Frizzante Valentin weiß- 2011

Frank  Dietrich
Was für den Italiener der Prosecco ist, stellt für den Sommeracher Franken der Frizzante Valentin dar, benannt nach dem Schutzpatron der Sommeracher Winzer. Es gibt ihn in weißer, rosa und roter Machart. 

Wir haben ihn in Weiß getestet. Dabei handelt es sich um ein perlendes Weißwein-Cuvee. Die Weine stammen von den gleichen Lagen, wie wir sie auch schon bei dem Silvaner angetroffen haben, also leicht erwärmbare Muschelkalkböden mit Flugsandauflage bei optimaler südlicher Ausrichtung. 

Dieser Frizzante besitzt eine duftig fruchtige Note, die an Holunder erinnert. Verbunden mit einer erkennbaren Restsüße, ist dieser Secco doch geschmacklich ausgewogen. Er zeichnet sich durch eine besondere Frische aus, deshalb auch eignet er sich exzellent als Willkommensgruß für Gäste und Freunde. 

Als Aperitif wird er gerne zur Einleitung eines geschmackvollen Mahls gereicht. Die beste Wirkung erzielt er allerdings im Kreise von Freundinnen, die einen Abend lang ihre Gespräche mit diesem Frizzante bereichern und anregen wollen. Keineswegs deshalb muss man auf ihn verzichten, wenn Fisch oder Geflügel serviert werden. Auch hier eignet er sich als vorzüglicher Begleiter. 

Natürlich muss man auch hier wieder auf die entsprechende Trinktemperatur von 8-10 Grad achten. Der 2011er Frizzante Valentin hat 11,8 vol% alc., Restzucker 22,4 g/l und einen Säuregehalt von 6,3%g/l

Empfehlenswert.

Bitte  klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zu http://www.winzer-sommerach.de/ und können den Frizzante Valentin dort bestellen

Rezension: 2009 Sommeracher Katzenkopf, Spätburgunder trocken- SUPREMUS

Frank Dietrich, Geschäftsführer
Dass der "Winzerkeller Winzer Sommerach"  hervorragende Weißweine produziert,  haben wir schon am Beispiel 2011 Sommeracher Katzenkopf, Silvaner Kabinett trocken zeigen können. Hier nun erbringt die Winzergenossenschaft den Nachweis, dass auch Spitzenrotweine in ihrem Sortiment zu finden sind.

Dieses dokumentiert der 2009 Sommeracher Katzenkopf Spätburgunder trocken SUPREMUS. Ebenso wie der Silvaner wird die Spätburgundertraube in den Weinbergen der Gemeinde Sommerach angebaut, an den Hängen des Altmaintales. Das Terroir besteht wiederum aus Muschelkalkböden mit Flugsandauflage. Die Ausrichtung dieser Hänge, die zum höchsten Punkt der Weininsel ansteigen, ist nach Süden. So können die Reben die optimale Sonneneinwirkung erhalten. 

Für diesen Spätburgunder werden nur die besten vollreifen Trauben verwendet, die nach selektiver Handlese und zum Zeitpunkt der optimalen Reife der Beeren geerntet worden sind. Dabei haben die Trauben 100 Öchslegrade erreicht. 

Dieser Wein ist in neuen Barrique-Fässern aus französischer Eiche gereift, etwa 15 Monate lang. Um die Qualität dieses Weines zu entdecken, ist es notwendig, diesen Rotwein zu dekantieren, da das Potential sich  erst komplett  nach einem weitaus längeren Reifeprozess erschließt. Weine dieser Art haben eine große Lebensdauer. 

Mit jedem Jahr, in dem sie auf der Flasche weiter reifen können, steigern sie ihre Größe. Im Glas zeigt sich dieser Wein in einem kräftigen Rot. Die Fruchtaromen erinnern an vollreife Herzkirschen und Waldbeeren. Das französische Barrique ergänzt mit Holz- und Röstaromen. Alles zusammen ergibt einen wunderbaren Duft, der die Sinne anregt. 

Nachdem man einen Mundvoll dieses wunderbaren Rotweines zu sich genommen hat, überzeugt die vielschichtige Struktur. Zusätzliche Aromen von Karamell und Vanille runden diesen Wein ab. Bei einem langanhaltenden Abgang werden feine Eukalyptus und Pfeffernoten erkennbar. 

Ein solcher Spitzenburgunder benötigt auch immer eine passende Speise, denn erst in dieser Ergänzung lässt sich das Potential optimal erkennen. Wir stellen uns vor, dazu einen in Speck ummantelten Fasan geschmort oder Rehfiletmedaillons auf den Tisch zu bringen. 

 Der SUPREMUS hat 14,5 %/vol /alc., 2,0 g. /l Zucker und eine Säure von 5,0gr./l.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link: dann gelangen Sie zu: http://www.winzer-sommerach.de/  und können den Wein bestellen.

Rezension: Crashkurs Wein

Dieses Buch habe ich auf der Buchmesse entdeckt und war sofort vom Design angetan. Im Impressum dann las ich, dass der Autor, Gerd Rindchen, ein gebürtiger Pfälzer ist, der bei der Berliner Weinthrophy als Deutschlands Weinhändler 2012 ausgezeichnet wurde. Grund genug, sich mit dem Buch näher zu befassen, dessen hübsche Fotos von Armin Faber und Thomas Pothmann realisiert worden sind, so mein Gedanke. Die teilweise recht witzigen Illustrationen stammen übrigens Christobal Schmal, der auch das originelle Aromenrad auf der Innenseite des rückseitigen Buchdeckels kreiert hat.

 Eingeteilt ist das Buch in sieben große Abschnitte. Dabei handelt es sich um folgende: Die Winzer und ihre Weine Die wichtigsten Reben Mit der Lage fängt alles an Formen der Weinvermarktung Die wichtigsten Weinländer Vom Umgang mit Wein Geschmacksache.

Zunächst wird man damit vertraut gemacht, dass die Qualität eines Weines ganz wesentlich vom Winzer bestimmt wird, aber bei allem natürlich auch das Terroir eine wichtige Rolle spielt. Es stimmt, die besten Weine wachsen zumeist dort, wo andere landwirtschaftliche Nutzung kaum noch möglich ist, auf kargen, steinigen Böden also, sprich dort, wo die Rebe (und auch der Winzer) sich wirklich quälen müssen, (vgl.: S. 16). Man liest Wissenswertes über den Rebenschnitt, über das Terroir und die Klassifizierung der Weine und wird auch mit der Bedeutung der Jahrgänge vertraut gemacht. In diesem Zusammenhang unterstreicht der Autor, dass ein guter Erzeuger auch in einem weniger guten Jahr es zumeist schafft, einen guten Wein hervorzubringen, (vgl.: S.22). Dies entspricht auch meinen Erfahrungen, gerade, was die VDP-Weine anbelangt.

Über die alkoholische Gärung wird man aufgeklärt und auch darüber, was man unter trockenen, halbtrockenen sowie lieblichen Weinen und in dieser Beziehung unter Öchslegrade zu verstehen hat. Edelfäule und Winterfrost als Königswege zum süßen Wein bleiben als Themen auch nicht ausgespart, des Weiteren wird sehr gut über die Unterschiede in der Herstellung von Rot- und Weißwein sowie Rosé berichtet. Hier liest man dann auch vom Saigneé- Verfahren als eine der Methoden Rosé zu kreieren. Leider habe ich bei dieser Methode der Rosé-Herstellung noch nicht zugesehen.

 Anhand von sehr anschaulichen Graphiken kann man sich ein Bild machen, wie Weißwein und Rotwein entsteht. Zur jeweiligen Entstehung erfährt man in den begleitenden Texten alles, was man wissen muss und hat zu dem Gelegenheit, sich mit der Frage "Welche Weine kommen ins Fass?" zu beschäftigen.

Ganz hervorragend sind die Porträts der Rebsorten. Aufgelistet werden die Farbe, die wichtigsten Anbaugebiete, der jeweilige Charakter des Weines und man erfährt zudem immer, wer gute Cuvéepartner sind, sowie eine kurze Skizzierung des Weintyps.

 Bei den vorgestellten Rebsorten handelt es sich um: Babera, Blaufränkisch, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Camenère, Chardonnay, Chenin Blanc, Dornfelder, Gamay, Gelber Muskateller, Grauburgunder, Grenache, Grüner Veltliner, Gutedel, Malbec, Merlot, Müller-Thurgau, Nebbiolo, Pinot Noir, Pinotage, Riesling, Sangiovese, Sauvignon Blanc, Scheurebe, Silvaner, Syrah, Tempranillo, Traminer, Trollinger, Weißburgunder, Zinnfandel und Zweigelt.

 Neben diesen ausführlich skizzierten Rebsorten werden in knapperer Form noch eine Reihe anderer beschrieben, unter diesen auch "St. Laurent", eine wiederentdeckte alte Sorte, die in Deutschland und Österreich fruchtig-elegante an Burgunder erinnernde Rotweine hervorbringt, (vgl.: S.59).

Über die wichtigsten Cuvée-Familien wird man unterrichtet und alsbald dann auch darüber, wie man Weine abfüllt. Winzer, Winzergenossenschaft und Handelskellerei kommen in diesem Zusammenhang zur Sprache, bevor der Autor näher erläutert, wo man sinnvollerweise seinen Wein kauft. Hier nimmt er auch sehr gut zum Weinkauf im Internet Stellung.

Amüsant hervorgehoben werden übrigens die Rubriken "Herrschaftswissen zum Angeben", die gewiss nicht nur passionierte Angeber interessieren werden. Auf die Beschriftung der Wein-Etiketten in unterschiedlichen Ländern wird gut eingegangen, auch auf die Verschlussfrage, die ja neuerdings nicht mehr zwingend mit einem kurz und bündigen Ja zum Korken beantwortet werden kann.

 Es folgt dann eine sehr gelungene Beschreibung der wichtigsten Anbauregionen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Schweiz und anderen europäischen Ländern sowie auch anderen Kontinenten und zwischen drinnen entdeckt man immer wieder das begehrte Herrschaftswissen, z.B über Madeira, Sherry und Port, über das man sich klugerweise nur mit Insidern unterhält.

 Gefallen hat mir auch die Thematisierung der Weingläser, der Trinktemperatur und des generellen kultivierten Umgangs mit dem Wein, aber auch die nähere Beleuchtung der sinnlichen Wahrnehmung mit Augen, Nase und Gaumen.

 Zum Schluss werden die vier weißen und vier roten Geschmackstypen, deren Merkmale und wichtigsten Vertreter vorgestellt. Mit diesem Wissen kann man dann losziehen und gezielt den Wein kaufen, den man für einen bestimmten Anlass benötigt.

Gerd Rindchens "Crashkurs Wein" hat mich überzeugt, weil er kurzweilig zu lesen ist und alle Infos beinhaltet, die man braucht, um sich zum Weinkenner zu entwickeln. Bei allem Wissen um den Wein zählt natürlich primär die Trinkerfahrung. Ohne diese hat man keine Chance zum Connaisseur zu werden, zu werden, doch genau das ist ja das Ziel von so manchem kultivierten Weintrinker. 

Empfehlenswert.

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Rezension: Der Wein. Geschenk des Himmels und der Erde (Gebundene Ausgabe)- Anselm Grün.

Der Mönch und Cellerar der Benediktinerabtei Münsterschwarzach Anselm Grün hat ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel "Der Wein- Geschenk des Himmels und der Erde" verfasst, das er in vier Abschnitte gegliedert hat:

-Ein Geschenk Gottes
-Der Rolle des Weines in der Bibel
-Der Wein in der Geschichte des Christentums
-Die heutige Bedeutung des christlichen Symbols Wein

Das Buch enthält neben den eloquenten Texten viele sehr wunderschöne Weinimpressionen der Diplom-Designerin Pia Vogel, aber auch ein eindrucksvolles Bild von dem überaus freundlichen Autor des Buches, Pater Anselm, der dieses mit den Worten beginnt: "Seit mehr als sechstausend Jahren fasziniert der Wein bereits die Menschheit," (Zitat: S. 6).

Gleich zu Beginn hebt der Autor hervor, dass Wein schon immer ein Kulturgut war, nur sesshafte Menschen Reben pflanzten und der rechte Umgang mit Wein ein Zeichen für ein kultiviertes Volk darstellt. Weingenuss war auch stets ein Ausdruck einer besonderen Verbindung zu Gott, so Pater Anselm. Wie er schreibt, galt Wein stets als ein besonderer Segen, den man nur dankbar genießen darf, weil man sich im dankbaren Genießen dazu bekennt, dass der Wein eine Gabe Gottes ist und nicht etwas, was man selbst machen kann, (vgl.: S.9). In der Bibel wird übermäßiger Weingenuss übrigens als barbarisch beurteilt, weil der unmäßige Weintrinker nicht mit Gottes Gaben umzugehen vermag.

Schon Noah soll lt. Angaben im Alten Testaments Wein angebaut haben. Die frommen Juden haben damals bereits Wein getrunken und im Wein stets eine Gabe Gottes gesehen. Auch in den Psalmen taucht der Wein auf und der Weisheitslehrer Jesus Sirach lobte den Wein ebenfalls. Diesbezüglich, wie auch im Hinblick auf die Textstellen in den Psalmen wartet der Autor mit überzeugenden Zitaten auf. Es hat mich gefreut, dass Pater Anselm auf das Hohelied hinweist. Dort nämlich ist auch vom Wein die Rede: "Freunde, esst und trinkt, berauscht euch an der Liebe, " (Zitat: Hoheslied 5,1). Weintrinken sei identisch mit der Erfahrung von Liebe und umgekehrt werde die Liebe auch immer wieder mit dem Wein verglichen, (vgl.: S.19), so die Sicht des Mönchs.

Man erfährt, dass im Alten Testament der Weinstock als Sinnbild für das Volk Israel galt. Wenn das jüdische Volk sich nicht an die Weisungen Gottes hielt, drohte Gott damit, dass die Beeren sauer und Dornen und Disteln auf den Weinberg wachsen würden. Große, fruchtbare Reben wurden zum Symbol der Fruchtbarkeit und des Segens, den Gott dem Volk verheißt, (vgl.: S. 23).

Im Neuen Testament wird die Symbolik des Weines in erster Linie im Johannesevangelium beschrieben. Hier geht es um das Wunder der Verwandlung von Wasser zu Wein bei der Hochzeit zu Kana. Man liest in der Folge von einem Zusammenhang dieses Wunders mit dem Dionysos-Kult, doch dies hier in der Rezension näher auszuführen, sprengt leider den Rahmen.

Pater Anselm macht im Anschluss an den Hinweis auf die "Weinstockrede" deutlich, dass Jesus unsere eigentliche Mitte, unser wahres Selbst sei und dass uns nur das Segen bringt, was in Verbindung mit unserem inneren Kern steht. Wer vom Kern seiner selbst abgeschnitten ist, kann kein erfülltes und erfolgreiches Leben haben.

Man erfährt des Weiteren etwas über das Gleichnis von den bösen Winzern und einem anderen Gleichnis vom Weinberg, sowie von der Bedeutung eines Mahls in Bezug auf Jesus. Das gemeinsame Essen und Trinken verwandelt die Menschen, weil sie mit der Freude Gottes erfüllt sind und ihnen hier nicht die Strenge des Gesetztes droht, (vgl.: S.47).

Die wichtigste Bedeutung, die der Wein im Leben Jesu hatte und die für die Christen aller Zeiten gilt, werde beim letzten Abendmahl sichtbar, (vgl.: 48). Über den Sinn des Abendmals klärt Pater Anselm den Leser auf und man erfährt auch, weshalb wir im eucharistischen Wein die menschgewordene Liebe Gottes, die Liebe, die in der Hingabe Jesu in seinem Tod für uns ihren Gipfel erreicht hat, sehen sollten, (vgl.: S.51).

Es führt zu weit, auf alle Einzelheiten der Betrachtungen zum Thema Wein im Neuen Testament, die Pater Anselm anführt, an dieser Stelle näher einzugehen. Wichtig zu wissen ist m.A., dass christliche Spiritualität von der Freude an die große Liebe, die Gott uns in Jesus Christus erwiesen hat, geprägt ist und sich im Bild des Weines vielschichtig zeigt.

Jesus hat sich mit Wein identifiziert, (vgl.: S.61). Pater Anselm hebt hervor, dass die Worte Jesu und dessen Liebe wie Wein auf uns wirken sollen, der unser Herz erfreut und uns in eine gehobene Stimmung versetzt, (vgl.: S.61).

Der Autor berichtet ausführlich über die Kulturgeschichte des Weins, wobei die ersten Weinkulturen in Ägypten ausgemacht werden konnten. Man erfährt Wissenswertes über den Weinanbau in Klöstern und dass Karl der Große diese als Kulturträger wahrnahm. Der Acker- und Weinbau wurde in Klöstern vorangebracht. Sie spielten gewissermaßen eine Vorreiterrolle in der Weiterentwicklung. Pater Anselm schreibt auch von der Weinkultur bei den Benediktinern im Laufe der Geschichte und davon, dass in Kloster Eberbach 1499 das "Große Fass" hergestellt wurde, das 70 000 Liter fasste und in jener Zeit als das größte Fass der Welt galt, (vgl.: S. 79).

Die Klöster vermittelten einst das römische Wissen über Wein. Sie teilten die Weinberge in kleine Parzellen auf und konnten auf die Weise bestimmen, aus welcher davon ein edler Wein und aus welcher ein einfacher hervorgehen sollte, (vgl.: S.80). Heute soll der Weinbau nur noch für wenige Klöster eine Rolle spielen, als Beispiel wird die Benediktiner-Abtei St. Hildegard in Eibingen genannt.

Pater Anselm thematisiert in der Folge dann auch sogenannte Weinheilige, nicht zuletzt den Heiligen Urban, der sich lt. Legende hinter einem Weinstock versteckte als er verfolgt wurde, (siehe S. 88). Im Mittelalter soll es so viele Weinheilige gegeben haben, an deren Festen man zu deren Ehren das Glas hob, dass die Bischöfe sich genötigt sahen, die Anzahl der Heiligen einzuschränken.

 Der Autor schreibt, wie schon erwähnt, auch über den Wein in Verbindung mit der Liebe, der nicht nur in der Eucharistie ein Bild für die Liebe Jesu Christi ist. Durch den Genuss von Wein entsteht das Gefühl des Erhobenseins in eine andere Dimension, das dem der Liebe nicht unähnlich sei,( vgl.: S.100). Jesus habe den Wein zum Bild für seine Liebe gemacht, die in uns einströmt und unsere Seele und unseren Leib durchdringt, ähnlich wie der Wein beim Trinken den Menschen mit dem Gefühl der Liebe erfülle, (vgl.: 101).

 Dass Pater Anselm auch das Begriffspaar "Wein und Wahrheit" ausleuchtet, wundert nicht. Er lässt in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt, dass der Wein ans Licht bringe, ob wir mit uns selbst gut umgehen, ob wir innerlich frei und achtsam mit uns und dem Wein umgehen, oder ob wir ihn ohne Maß in uns hineinschütten. Dann nämlich zeige er uns, ob wir in Freiheit und Achtsamkeit leben oder ob wir von unterdrückten Bedürfnissen beherrscht werden, (vgl.: 106).

 Das sind noch nicht alle Facetten, die Pater Anselm in Bezug auf den Wein thematisiert, der Wein und die Freude bleiben natürlich auch nicht ausgespart, auch nicht der Wein und die Gesundheit und andere Begriffspaare mehr. Bei allem sollte man aber folgenden Merksatz nicht vergessen: "Wer sich nicht auf den Wein freut, sondern ihn in Ärger trinkt, der missbraucht die gute Gabe Gottes," (Zitat: S. 119).

 Fast am Ende des Buches schreibt Pater Anselm über das Begriffspaar "Wein und Spiritualität und hier, dass das achtsame und bewusste Weintrinken uns in die christliche Spiritualität führen könne, d.h.: "aus dem Geist Jesu Christi zu leben, der sich für uns hingegeben hat, damit wir uns füreinander hingeben; der uns geliebt hat, damit wir einander lieben,(Zitat: S. 131).

 Empfehlenswert.

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