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Rezension "Blanc de Noirs"- Weingut Heymann-Löwenstein

Der überaus genussreiche Winzersekt „Blanc de Noirs“ aus dem VDP-Weingut Heymann-Löwenstein in Winningen an der Mosel wurde nach der „methode champagnoise“ hergestellt. Dieser Sekt hat 12,5% vol. Alc.

Ausgehend von der Spätburgundertraube wurde so verfahren, dass die eigentliche Rotweintraube, weiß gekeltert, den Basiswein für den späteren Sekt darstellt. Dabei werden die Aromen der „Pinot- Noir-Traube“ geschmacklich erhalten. Sie bilden die Grundlage für diesen außergewöhnlichen Winzersekt, dessen Aromen wunderbar nach Aprikosen, Pfirsich, gelben Äpfeln, Feigen leicht mineralisch und nussig munden.

Dieser „Blanc de Noirs“ ist ein Winzersekt der Spitzenklasse. Ich persönlich ziehe ihn einem Champagner der volumenstarken Marken aus Reims oder Epernay vor.

Während diese Champagner letztendlich in ihrem Geschmack alle sich ähneln, sie werden für den Weltmarkt geschmacklich zugeschnitten, ist dieser wunderbare Winzersekt, der „Blanc de Noirs“ aus dem Hause Heymann-Löwenstein ein individuelles Geschmackserlebnis.

Dies ist mein Sekt-Favorit aus diesem Weingut.

Empfehlenswert
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Rezension:09 Gunderloch Weissburgunder QbA trocken, Rheinhessen

Weine des Weingutes Gunderloch aus Nackenheim/Rheinhessen habe ich schon oft getrunken und immer wieder auch direkt vor Ort gekauft. Nackenheim nämlich liegt nicht weit von meinem Geburtsort entfernt, zudem lebte einer meiner Studienfreunde in diesem Weindörfchen aus dem übrigens Carl Zuckermayer stammt, dessen Lustspiel  „Der fröhliche Weinberg“ dort lokalisiert ist. Eine Hauptrolle des Stücks hat Jean Baptiste Gunderloch inne, nach dem ein der vorzügliche Gutswein des Hauses Gunderloch benannt ist.

Amazon bietet Gunderlochs "Weissburgunder QbA trocken" an. Der Weißburgunder stammt von zwei Parzellen mit unterschiedlichen Böden. Diese Kombination führe zu einem blumig-fruchtigen Duft und einem frischen Geschmack mit Anklängen an Vanille und feinste Gewürze, liest man in der dortigen Produktbeschreibung und das kann ich bestätigen.

Trotz 13,5 % Alkohol sei er nicht zu schwer, liest man weiter und er passe wunderbar zu Vorspeisen, Fisch, Meeresfrüchten und zu hellem Geflügel. Auch das kann ich nicht verneinen.

Ich schätze den Wein als delikaten Begleiter für Sommersalate und kalte vegetarische Speisen am meisten und liebe die Geschmacksnoten auch zu gegrilltem Fisch oder Gambas. Zu Fischgerichten  mit Creme fraiche oder Sahnesaucen sollte man m.E. allerdings  besser Gunderlochs Rieslinge goutieren.

Empfehlenswert.

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Rezension: Wein - Die neue große Schule (Gebundene Ausgabe)

Auf dem Buchdeckel dieses hervorragenden Buches von Jens Priewe erfährt man bereits, dass es sich bei diesem Werk, das neben der Fülle von Wissen 1000 Farbfotos, Illustrationen und Karten enthält, um das meistprämierte Weinbuch handelt, das hier als komplett überarbeitete Neuausgabe vorliegt.

Im diesem Buch werden folgende Themenkreise beantwortet: Weinbau, Rebsorten, Kellerwirtschaft, die Innenansicht eines Chateau, der Ausbau des Weins, Spezialweine, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Deutschland, Österreich, Schweiz, Osteuropa, Südeuropa, Vereinigte Staaten, Australien, Neuseeland, Afrika, Chile, Argentinien, die Verkostung und Weinwissen.

Priewe informiert zunächst über die Geschichte des Weines. Hier liest man u.a., dass die ältesten Hinweise auf die Existenz des Weines aus Georgien stammen. Die Weingeschichte bei den Griechen und Römern wird sehr gut dargelegt, Mittelalter und Neuzeit kommt auch zur Sprache und auch die Mehltau- und Reblauskatastrophe. Die Reblaus fraß sich ab 1863 von Frankreich kommend durch die Weinberge Europas und hat auf Jahrzehnte ganze Weinbestände vernichtet, (vgl.: S.17).

Aufgeklärt wird man über die Verteilung der Weinproduktion nach Kontinenten und erfährt u.a., dass die Weinrebe die am stärksten zuckersammelnde Obstpflanze der Welt ist. Dies auch ist der Grund, weshalb sich die Rebe mehr als andere Obstpflanzen zur Weinerzeugung eignen, (vgl.S.20).

Anhand einer graphischen Darstellung lernt man die einzelnen Teile einer Rebe kennen und liest in der Folge, woher der Geschmack des Weines kommt.

Große Weine benötigen Wassernähe, viel Licht, warme Hänge und trockene Böden und es gilt die Regel: "Je steiler der Hang, desto besser die Wasserausnutzung",(Zitat: S.25).

Dass "Terroir" mehr verkörpert als bloßer Boden, macht Priewe dem Leser auch klar und beschreibt einige sehr gute Böden, wie etwa den Kalkboden in der Champagne und den Schieferboden an der Mosel.

Man wird über die Bestockung, auch über unterschiedliche Reben-Erziehungssysteme aufgeklärt. Dabei ist die "Cordon-Erziehung" das weltweit verbreiteste Erziehungssystem, das auch in der Massenproduktion verwendet wird. Gut aufgeklärt wird man über den Hochleistungsweinberg, bei dem ohne regulierende Eingriffe von außen das ökologische und biologische System nicht im Gleichgewicht zu halten ist.

Man erfährt, was man unter dem Menge- Güte-Gesetz zu verstehen hat, wonach die Qualität des Weines steigt, je weniger Reben an Rebstock hängen. In diesem Zusammenhang liest man über gezielte und natürliche Ertragsbegrenzung, über Sommer- und Winterschnitt u.a. mehr.

Vertraut gemacht wird man mit dem Vegetationszyklus und der Arbeit im Weinberg, den Mostgewichten, die ein wichtiger Indikator für Qualität sind, auch über die Säure im Wein erfährt man Wissenswertes. Wissen sollte man, dass die Weinsäure eine weiche, angenehm schmeckende und damit höchst willkommene Säure ist, hingegen die Apfelsäure, die im Wein ebenfalls vorkommt, eine aggressive Säure verkörpert, die den Wein kantig und hart macht, sofern sie im Übermaß vorhanden ist, (vgl.:S.45).

Der Lesezeitpunkt wird ausgiebig beschrieben, auch die Lese der edelfaulen Trauben, bevor Priewe mit den Porträts unzähliger roter und weißer Traubensorten aufwartet, in die ich mich mit allergrößter Neugierde vertieft habe. Weininteressierte sollten sich intensiv mit den einzelnen hier sehr gut beschriebenen Sorten beschäftigen. Man begreift die einzelnen Weine dadurch besser.

Der Autor beschreibt ausführlich die Weinbereitung, setzt den Leser über Weinhefen, Maischegärung, über die Tannine und die Chaptalisation in bestens Kenntnis.

Sehr informativ ist das Faltblatt, das die Innenansicht eines Chateaus und dort die einzelnen Stationen der Weinherstellung zeigt.

Schritt für Schritt lernt man zu begreifen wie Weißwein gekeltert wird, liest u.a. Aufschlussreiches über Kaltvergärung und die Vergärung im Holzfass und wird nicht zuletzt auch über die feine französische und die amerikanische Eiche näher informiert.

Der Reifeprozess ist ein weiteres Thema und auch die Stabilisierung von Weiß- und Rotwein sowie des Weiteren die Schwefelung. Wissen sollte man, dass nahezu alle handelsfähigen Weine geschwefelt sind, weil sie ansonsten zu schnell oxydieren würden. Beim Schwefeln kommt es auf die Dosis an. Es gibt übrigens gesetzliche Höchstmengen an Gesamtschwefel im Wein, die im Buch genannt sind.

Der Einfluss des Holzfasses kommt zur Sprache, auch das Phänomen der künstlich geholzten Weine. Dann informiert Priewe breitgefächert über Champagner und andere Schaumweine und hier auch über das Degorgieren, das Rütteln, die Dosage, die Assemblage und vieles Wissenswerte mehr.

Portwein, Madeira und Sherry lernt man kennen und liest dort auch, dass es nur wenige hochklassige Madeiras gibt und die besten Gewächse auf einer Höhe von 1800 m wachsen.

Priewe macht den Leser mit den Weinregionen unterschiedlicher Länder vertraut. Diese hier aufzulisten führt zu weit. Gefallen hat mir, dass man anhand von Landkartenausschnitten sehen kann, wo einzelne Appellationen in Frankreich beispielsweise liegen.

Weiter hat mir zugesagt, dass man sich ausgiebig mit den Aromen des Weines befassen kann und erklärt bekommt, was man unter den Primär-, Sekundär- und Tertiäraromen zu verstehen hat. Es gibt 500 unterschiedliche Aromen. Ein weites Feld also.

Die Degustiation wird bestens beschrieben, auch die Farben des Weines, die Physiologie des Riechens und Schmeckens und dererlei mehr.

Gläser werden vorgestellt und auch Korkenzieher, natürlich auch die Screwpull-Zange, mittels der man am schnellsten die Flasche vom Korken befreien kann. Weinzubehör lernt man kennen. Auch erfährt man wie man richtig einschenkt, welche Trinktemperatur der Wein haben sollte und alles über Korkschmecker, über Korken, die Lagerung etc.

Zum Schluss liest man Wissenswertes über Wein und Gesundheit. Alles hängt von der Menge ab. Menschen mit Fettleber haben gewiss zu oft ins Glas geschaut. Wer sich intensiv mit der Herstellung von Wein befasst, wird Wein sehr langsam und mit viel Respekt genießen und ganz gewiss niemals eine Fettleber bekommen.
Empfehlenswert.
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Rezension :"2010er Weingut Hermann Dönnhoff Riesling Tonschiefer trocken QbA - 0,75 Liter"

Mit großer Begeisterung habe ich feststellen können, dass Firma Amazon den "2010er Weingut Hermann Dönnhoff Riesling Tonschiefer trocken QbA - 0,75 Liter" im Angebot hat.

Man erfährt dort auf der Homepage, dass der Wein eine wunderbare und tief mineralische Nase von Grapefruit, Apfel, Cassis, Rauch, Kräuter, Feuerstein und Schiefernoten und am Gaumen glasklare Frucht besitzt, wieder tief mineralisch, voller Spannung, komplex, ausdruckstark, rassig, messerscharf, mit Tiefe und einem sehr langen Nachhall und dass es sich um einen großen Stoff handele.  Diesem Urteil kann ich mich nur anschließen, auch wenn ich nicht jede einzelne Schiefernote in der Lage bin zu benennen, weil mir die Begriffe hierzu leider fehlen.

Weine aus dem Weingut Dönnhoff habe ich schon sehr oft getrunken. Dönnhoffs Rieslinge sind mit die besten in ganz Deutschland. Ich war auch schon auf seinem Weingut, habe dort direkt Wein gekauft und nutze die Gelegenheit stets bei der VDP-Weinverkostung in Bad Kreuznach mir ein Urteil über die Dönnhoff-Weine  zu bilden. Mitunter habe ich schon vermutet, dass diese filigranen Weine  von Engeln direkt im Himmel kreiert worden sind.

Die Suche nach Balance ist das Grundprinzip dess gesamten Betriebes und diese Balance findet sich auch in dem hier vorgestellten Weine.

Man sollte sich genau überlegen, welche Speisen man dazu reicht. Riesling trinke ich nur zu warmen Gerichten. Der von mir hier vorgestellte Riesling  mundet bestens zu Zander, Forellen, Saiblingen und Schwarzem Heilbutt. Zur Seezunge und zu Steinbutt  beispielsweise würde ich eher einen trockenen Lageriesling von Dönnhoff reichen, doch das ist Geschmackssache. Fischgerichte, die von diesem Riesling begleitet werden, vertragen eine  mit Creme Fraiche angereicherte Sauce.

Kühlen Sie den Wein vor Genuss bitte auf 8 Grad herunter.

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