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Traditions-Weingut Max Ferd. Richter Mülheim/Mosel 6 Rieslinge

 Constantin und Dr. Dirk Richter
Heute gilt es ein Weingut von der Mosel vorzustellen, das natürlich Spitzenweine erzeugt, als Vorausetzung gleichzeitig eine Historie vorweisen kann, die wir von deutschen Weingütern in dieser Form eher selten kennen. Es ist das Traditions-Weingut Max Ferd. Richter in Mülheim an der Mosel, ebenfalls einem sehr geschichtsträchtigen Ort. Die Ursprünge des Gutes Max Ferd. Richter gehen bis ins Jahr 1680 zurück, einem mehr als 300-jährigen Zeitraum in dem das Weingut ununterbrochen im Familienbesitz ist. 

Begonnen hat alles mit dem urkundlich belegten Kauf einer Weinbergsparzelle im Brauneberg am 17. April 1643. Der Enkel des Gründers erbaute im Jahr 1774 das beeindruckte Gutshaus mit französischem Garten. Max Ferd. Richter, mittlerweile 6. Generation, entschied Wein als alleinigen Gegenstands des Wein-Handelshauses zu machen, nachdem man seit 1680 den Wein als Handelsgut per Schiff den Rhein und die Mosel rheinabwärts nach Holland gebracht hatte, um ihn dort gegen andere Handelswaren einzutauschen. Anschließend wurden diese Waren wiederum per Schiff über Koblenz nach Mülheim an die Mosel gebracht, von wo sie mit Planwagen nach Süddeutschland und Österreich weiter transportiert und verkauft wurden. Dabei handelte es sich um Kolonialwaren, die die Holländer aus ihren Übersee-Kolonien bezogen. 

Max Ferd.Richter beendete den Universalhandel zugunsten des alleinigen Weinhandels. Deshalb auch baute er im Jahr 1880 eine moderne Kelleranlage, die einen der größten und umfangreichsten Holzfasskeller überhaupt an der Mosel auswies. 

Heute ist mit Dr. Dirk M. F. Richter die 9. Generation in Verantwortung, wobei seit Sommer 2012 mit Sohn Constantin M.F. Richter bereits die 10. Generation im Traditions-Weingut tätig ist, da dieser heute nach hervorragender Ausbildung für die Weinerzeugung verantwortlich zeichnet. 

Wie geschichtsträchtig das Weingut M. F. Richter ist, zeigt sich unter anderem durch einen Besuch Napoleons auf dem Gut im November 1813 als ein Vorfahre der heutigen Inhaber dem französischen Kaiser eine Summe von 3000 Taler aus eigener Tasche überreichte, damit Mülheim und die Grafschaft Veldenz von marodierenden Soldaten nicht gebrandschatzt wurde. Schon immer war das Wein-Unternehmen M. F. Richter auf den Export ausgerichtet, so auch heute, wo 90% der Erzeugung weltweit exportiert wird, davon 30% in die USA. Aktuell bewirtschaftet das Weingut 20 ha Steillagen-Rebflächen, mit ausnahmslos berühmten Lagen. 

  Foto Helga König
Dies sind in Mülheim Sonnenlay und Helenenkloster, in Veldenz Elisenberg, Brauneberg Juffer und Juffer-Sonnenuhr, in Graach Himmelreich und Domprobst, in Wehlen die Lage Sonnenuhr und schließlich in Erden das berühmte Treppchen. Zu 95% wird Riesling in diesen Ausnahme-Lagen kultiviert, die restlichen 5% setzen sich aus Weiß- und Spätburgunder zusammen. Die Bodenbeschaffenheit besteht in den Steil- und Steilstlagen aus Schieferverwitterungs-Material, wobei graue, braune, blaue und rötliche Schieferböden vorhanden sind, mit unterschiedlichen mineralischen Schwerpunkten. Weine entstehen primär im Weinberg, so ist das Motto im Weingut M. F. Richter.

Naturnahe Pflege der Weinberge ist deshalb ebenso selbstverständlich, wie der notwendige Laub- und Rebschnitt, die selektive Handlese, was anderes ist in den steilen Lagen auch gar nicht möglich, sowie die äußerst schonende Verarbeitung im Keller. Dabei werden die Rieslingmoste durch natureigene Hefe vergoren in 1000l Holzfässern, die Individualität und eine lange Lagerfähigkeit auf der Flasche garantieren. 

 Weingut Max Ferd. Richter
Die renommierten Weinführer Gault & Millau und Eichelmann haben die Weine jeweils mit drei Trauben und 3 Sternen ausgezeichnet. Wer die Spitzen-Rieslinge vom Traditionsweingut M. F. Richter ganz authentisch probieren und erstehen möchte, dort wo sie in der pittoresken Landschaft der Mittelmosel gewachsen sind, hat die Möglichkeit nach Absprache auch an Wochenenden diese direkt im Gut zu verkosten. Möchte man allerdings sich zunächst über die Weine informieren, sollte ergänzend zu unserer Vorstellung man sich auf der Homepage des Weinguts M. F. Richter alles weiter Wissenswerte heranziehen. 

Und bevor es jetzt zur spannenden Verkostung der 6 Rieslinge geht, noch ein letzte kleine interessante Historie: Riesling-Weine vom Gut wurden in den 1920er bis 1930er Jahren sehr ausgiebig auf dem Luftschiff "Graf Zeppelin", das später in "Hindenburg" umbenannt wurde, genossen. Heute wird der Riesling aus der Lage "Mülheimer Sonnenlay" als Zeppelin-Wein vermarktet, wobei das historische Etikett im Art-Deco-Stil des Bauhaus-Künstlers Hans Schlösser bei den Kunden in Übersee ganz besonders gut ankommt. 

Und damit in medias res: 

 Constantin und Dr. Dirk Richter
2016 Riesling Classic 

Beginnen wollen wir unsere Riesling-Erkundung durch die Kellergewölbe des Traditions-Weinguts M. F. Richter mit diesem 2016er Riesling, der den Zusatz Classic trägt. Dabei handelt es sich um die Bezeichnung eines deutschen Weins, der ganz bestimmte Kriterien erfüllt, wie etwa die Vorrausetzung einer einzigen angegebenen Rebsorte und im Fall eines bestimmten Mosel-Rieslings den Gesamtalkohol-Gehalt von mindestens 11,5% haben muss. 

Weitere Angaben über Lagen, Gemeinde und Bereich sind dabei nicht erlaubt. Bei dem hier verkosteten 2016er Riesling Classic handelt es sich um einen Wein der in der gutseigenen Klassifizierung als Gutswein eingestuft worden ist. Gutsweine sind sogenannte Basisweine, die schon sehr deutlich zeigen, auf welchem Niveau erzeugt wird und wie es um die Qualität insgesamt bei den Weinen eines bestimmten Weingutes steht. Und dies darf hier bereits vorweg gesagt werden, dieser trockene Riesling zeigt deutlich die Klasse an, die die hochqualitativen Weine vom Weingut M. F. Richter anbieten. 

Die Trauben stammen aus 40 Jahre alten Steillagen-Weinbergen. Sie wurden handgelesen, wobei nur hochreifes, gesundes Rebgut selektiert wurde. 

 Eingang zum Weingut Max Ferd. Richter
Im Glas zeigt sich der 2016er Riesling Classic in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die niemals ein Wein verkostet werden sollte, bedarf es zunächst der nötigen Beatmung mit Sauerstoff, um sowohl duft- als auch geschmacksmäßig den Riesling komplett zu erfassen. Geduld und konstantes Schwenken des Weins im Glas ist da eine probate Möglichkeit, wird doch zugleich dem Wein und seinem Erzeuger der nötige Respekt zuteil. Jetzt zeigen sich Anklänge in der Nase, die an eine feingliedrige Frucht von Aprikose und Pfirsich und Limonen erinnern, die natürlich gepaart sind mit einer lebendigen Mineralität. Im Mund und am Gaumen werden die Frucht-Nuancen geschmacklich sehr intensiv wahrgenommen, wobei die Mineralität einen wunderbaren Rahmen abgibt. 

Getragen werden diese Komponenten von einer durchaus knackigen Säure, die so ein Frucht-Säure-Spiel ermöglicht, das gut ausbalanciert, den Riesling frisch, mit einem kräftigen Körper, angenehm säurebetont, rassig, dicht und komplex und durch ein langes Finish punkten lässt. Hier passt alles zusammen, der Wein animiert durchaus zu einem weiteren Glas und ist ideal zur täglichen Erbauung.

Er schmeckt halt einfach gut und darauf kommt es schließlich an. Wunderbar! 

Wir empfehlen zu diesem Riesling Classic "Spargeltartelette mit Kräutersalat"

Der 2016er Riesling Classic hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Absolut empfehlenswert,

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Max Ferd. Richter und können den Wein dort bestellen: www.maxferdrichter.com

 Constantin und Dr. Dirk Richter
2015 Mühlheimer Sonnenlay Riesling Kabinett feinherb 

Als zweiten Wein in unserer Verkostung-Reihe der ausgesuchten Rieslinge vom Weingut M. F. Richter steht nun dieser 2015er Riesling Kabinett feinherb an. Die Trauben stammen aus der weltweit bekannten Lage "Mülheimer Sonnenlay". Wie bereits im Vorspann erzählt, sind Rieslinge von M.F. Richter aus dieser Lage bereits oft und gerne in den 1920er und 1930er Jahre auf dem Luftschiff "Graf Zeppelin" serviert und getrunken worden. 

Die Lage "Mülheimer Sonnenlay" ist die Hauslage des Weingutes M.F. Richter. Sie liegt am ehemaligen Umlaufberg der Mosel, südlich von Mülheim. Die Ausrichtung der Weinlage ist in westlicher Richtung und sie verfügt teilweise über extrem steile Weinberge mit einem skelettreichen Schieferboden, der mit Sand, Steinen und Lehm angereichert ist. Durch die selektive Handlese ist nur gesundes, hochreifes Traubengut zur Vinifizierung in den Keller verbracht worden. Der 2015er Mülheimer Sonnenlay Riesling Kabinett wurde feinherb ausgebaut. 

 Mühlheim und Mühlheimer Sonnenlay
Farblich präsentiert sich der Wein in einem brillanten Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier wieder der Hinweis auf die notwendige Vermählung mit Sauerstoff, damit der Riesling die ganze Fülle zeigen kann, die in ihm steckt. Wunderbare Anklänge an exotische Früchte wie Maracuja, Mango und Karambole, aber auch Pfirsiche und Aprikosen sind das olfaktorische Ergebnis, ebenso natürlich wieder diese Mineralität. Mund und Gaumen bestätigen die Duft-Nuancen geschmacklich. Hinzu kommt eine gut eingebundene Säure, die die Aromen bestens trägt. 

Da der Riesling feinherb ausgebaut wurde, ist ein spannendes Spiel zwischen Fruchtsüße und Säure zustanden gekommen, das sich intensiv bis in den langen Nachhall hinein zieht und dabei frisch und sehr animierend überzeugt. Dabei zeigt sich auch noch die wunderbare Mineralität, die das Geschmacksbild großartig komplettiert. 

Der 2015er Mülheimer Sonnenlay Riesling Kabinett feinherb ist ein exzellentes Beispiel für einen erstklassischen Mosel-Riesling, der fruchtig-frisch, mineralisch und intensiv im Geschmack ist. Solche Weine vom Weingut M. F. Richter sind es, die die Mosel als führende "Region des Rieslings" weltweit bekannt gemacht haben. Erstklassig!

Wir empfehlen zu diesem Riesling feinherb  "Wildlachsfilet in Sahne mit Blattspinat"

Der Wein hat moderate 10,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Absolut empfehlenswert. 

Peter J. und Helga König 


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Max Ferd. Richter und können den Wein dort bestellen: www.maxferdrichter.com

 Constantin und Dr. Dirk Richter
2016 Mülheimer Sonnenlay Riesling "Alte Reben" feinherb 

Verkostet wird nun ein weiterer Spitzen-Riesling vom Traditions-Weingut M.F. Richter, der ebenfalls aus der Lage Mülheimer Sonnenlay stammt. Die Trauben zu diesem 2016er Riesling stammen von "Alten Reben", so wie es auch als Zusatz auf dem Etikett ausgewiesen wird. Dies bedeutet, dass die Rebstöcke ein Alter von 40 Jahren und mehr aufweisen, wobei es sich bei dieser Bezeichnung nicht um einen weintechnisch geschützten Begriff handelt. Ausgehend von der Tatsache, dass Rebstöcke je nach Rebsorte im Alter von 20 bis 25 Jahren den Ertrag an Trauben reduzieren, dabei aber die nun vorhandenen weitaus besser versorgen können, eröffnet die Möglichkeit nun Weine daraus zu erzeugen, die ein dichteres, komplexeres und vielschichtigeres Aroma besitzen. So verfügen sie über ein größeres Potential und dies wird durch den Begriff "Alte Reben" zum Ausdruck gebracht. Rebstöcke, die dieses Alter haben, besitzen Wurzeln die tief in den Weinberg eingedrungen sind. Dadurch sind sie fest mit dem Boden verankert und sind in der Lage Mineralien und Wasser sehr intensiv dem Erdreich zu entnehmen, selbst bei längeren Trockenperioden. Natürlich wurden auch hier die Trauben selektiv mit der Hand gelesen, ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal. 

 Keller des Weinguts Max Ferd. Richter
Im Glas zeigt sich der 2016er Mülheimer Sonnenlay Riesling "Alte Reben" feinherb in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der kurze Hinweis auf die Beatmung mit Sauerstoff, denn wer möchte nicht die optimale Qualität dieses Rieslings in seiner Gesamtheit kennenlernen, zumal der Wein noch recht jung ist. Die olfaktorische Prüfung beschert wunderbare Anklänge in der Nase, die an kräftige Fruchtnuancen von Äpfeln, Birnen und Zitrus erinnern, ebenso wieder die mineralische Komponente. Mund und Gaumen bestätigen die intensive Fruchtfülle geschmacklich, und auch hier zusätzlich die terroirbedingte Mineralität. 

Die richtige Säure sorgt für einen ausgeprägten Frucht-Säure-Bogen, der sich ideal ausbalanciert zeigt. Der Riesling verfügt über einen intensiven Geschmack, eine schöne, zitronige Frische im langen Nachhall und über eine feingliedrige mineralische Textur. Alles zusammen ist absolut gelungen und macht den Wein zu einem großartigen Spitzen-Riesling. Da die Weine vom Weingut M.F. Richter eine sehr lange Lagerfähigkeit besitzen, ist zu erwarten, dass der 2016er Mülheimer Sonnenlay Riesling "Alte Reben" feinherb sein Potential noch weiter steigern wird. Doch schon jetzt begeistert er nachhaltig. Hut ab! 

Wir empfehlen diesen Riesling feinherb zu  "Flambierten Scampi in Rahmsauce".

Der Wein hat 10% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Absolut empfehlenswert. 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Max Ferd. Richter und können den Wein dort bestellen: www.maxferdrichter.com

 Constantin und Dr. Dirk Richter
2016 Graacher Domprobst Riesling "Alte Reben" 

Mit der Verkostung des 2016er Graacher Domprobst Riesling "Alte Reben" wird der Reigen an erstklassischen Rieslingen vom Weingut M.F. Richter fortgesetzt. Bevor wir auf die Lage zu sprechen kommen, erst noch einmal der Hinweis auf die "Alten Reben", die auch hier das Traubengut für diesen Ausnahme-Riesling geliefert haben. Wie zuvor bereits berichtet, ist die Tatsache von 40jährigen Rebstöcken immer ein Gütesiegel für sehr konzentrierte Aromen und eine vielschichtige Mineralik. Kommen wir jetzt zu der Lage "Graacher Domprobst". Diese absolute Spitzenlage in der Gemeinde Graach ist mit einer "Grand Cru Lage" in Burgund zu vergleichen. Rebzeilen fallen einen heißen, steilen, trockenen Hang hinunter, wurzelechter Riesling strebt von schiefrigem, felsverwitterten Boden hinauf. So entstehen hier facettenreiche Domprobst-Rieslinge, die für eine lange prädestiniert sind. Und dazu besitzen sie alles was sie für viele Jahre auf der Flasche brauchen: Säure, Frucht und Mineralität. 

 Keller des Weinguts Max Ferd. Richter
Der "Domprobst" bildet das Herzstück der Graacher Weinlagen. Der in südwestlicher Exposition gelegene Steilhang besitzt einen tiefgründigen, kräftigen Boden bei dem Blauschiefer vorherrscht. Zusätzlich besitzt der Boden einen hohen Tonanteil. Seine komplexe Mineralität beziehen die Weine vom Schiefer und Feuerstein. Insgesamt kann gesagt werden, dass der „Graacher Domprobst“ mit zu Deutschlands besten Lagen gehört, zu einer der bekanntesten weltweit bei Riesling-Liebhabern sowieso. Dass dieses so ist hat auch mit den Spitzen-Weinen aus dieser Lage zu tun, die im Weingut M.F. Richter seit jeher erzeugt worden. 

Die Farbe des 2016er Graacher Domprobst Riesling "Alte Reben" im Glas ist ein eher kräftiges Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Achtung, bitte auf den nötigen Sauerstoff achten, damit der junge "Domprobst" wirklich zeigt was in ihm steckt. Die Nase erfreut sich zunächst an deutlicher Mineralität. Peu à peu zeigen sich danach die Fruchtaromen, die da sind: Apfel, Pfirsich, Zitrus, aber auch kräutrige und florale Noten. Im Mund und am Gaumen wird die Fruchtfülle geschmacklich bestätigt, die Mineralität sowieso. Damit sowohl Frucht als auch Mineralität so großartig in Szene gesetzt werden können, bedarf es der idealen Säure, die hier optimal ihren wichtigen Part hinzu steuert. So kommt ein grandioser Riesling zustande, der in all seinen Facetten glänzt. Er ist komplex, terroirgeprägt, sehr intensiv im Geschmack und hinterlässt einen sehr tiefen und nachhaltigen Eindruck, der in seiner Gesamtheit noch einmal durch den langen Nachhall untermauert wird.

Grandios dieser 2016er Graacher Donmprobst Riesling "Alte Reben". Riesling-Herz was willst Du mehr? 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Absolut empfehlenswert. 

Peter J. und Helga König

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 Constantin und Dr. Dirk Richter
2016 Brauneberger Juffer Riesling Kabinett trocken 

Kommen wir zu einem weiteren besonderen Prädikats-Riesling aus dem Weingut M.F. Richter, dem 2016er Brauneberger Juffer Riesling Kabinett trocken. Der Brauneberg ist ein Weinberg der im Weingut M.F. eine ganz große Tradition verkörpert, hat doch hier für die Familie Richter mit dieser Lage der Weinbau begonnen. Am 17. April 1643 erwarben die Vorfahren eine Parzelle im Brauneberg, der entsprechende Kaufvertrag gibt darüber genaue Auskunft. Diese Weinbergslage gehört zu den bekanntesten an der ganzen Mosel, sie ist weltweit berühmt. 

 Brauneberger Juffer
im Hintergrund der Ort Brauneberg
Der Name Juffer entstand um 1790, als die drei unverheirateten Töchter des Kurpfälzischen Kammerherrn Wunderlich im Brauneberg Wein anbauten. Schon Napoleon schätze die Weine aus diesen Lagen sehr. Der Brauneberg zählt mit einer Steigung bis zu 80% mit zu den steilsten Lagen überhaupt an der Mosel. Der reine Südhang besteht aus blaugrauem Devon-Schiefer und mit 41,2 Grad Celsius wurde hier die jemals höchste Tagestemperatur in Deutschland gemessen. Dass entsprechend Schwerstarbeit vonnöten ist, um die Böden und die Rebstöcke sorgfältig zu bearbeiten, versteht jeder, der einmal am Fuß des Braunebergs gestanden hat. 

Weinbau in der Brauneberger Juffer bedeutet ausschließlich Handarbeit. So wird durch die manuelle Ausführung der Stockarbeiten individuell auf die Bedürfnisse jedes Rebstockes eingegangen, was sich letztendlich in einer hervorragenden Qualität der Spitzenweine zeigt, die hier wachsen, ganz nach der Maxime des Weinguts M.F. Richter, dass die Weine wesentlich im Weinberg entstehen. 

Im Glas besticht die 2016er "Juffer" mit einer hellgelben, brillanten Farbe mit grünlichen Reflexen. Denken Sie bitte an die Belüftung mit Sauerstoff, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Die Nase darf sich danach auf ein Ergebnis freuen, das geradezu betört. Intensive Anklänge an weißen Pfirsich, reife Aprikose und frische Zitrusfrüchte und Orangenblüte werden wahrgenommen, einhergehend mit einer intensiven Mineralität, die auch den olfaktorischen Reigen beginnt. Mund und Gaumen bestätigen die Fruchtaromen exakt, wobei diese getragen werden von einer bestens ausbalancierten Säure, die sowohl Frucht als auch Mineralität stabil bis in den langanhaltenden Abgang begleitet. Dabei wird erneut klar, wie konzentriert und dabei doch so frisch der 2016er Brauneberger Juffer Riesling Kabinett trocken ist.

Der Wein verfügt über Eleganz, ist filigran und würzig. Alles in allem verkörpert die 2016er "Juffer" genau das Terroir, wo sie gewachsen ist. Saftige Frucht geht einher mit wunderbarer Mineralität und wird untermauert mit der richtigen Säure. Für solche Ausnahme-Weine ist die Spitzenlage Brauneberger Juffer seit jeher bekannt, dabei hat das Weingut M.F. Richter immer wieder sehr erfolgreich mit seinen Weinen dazu beigetragen. Ganz große Klasse! 

Wir empfehlen diesen Riesling Kabinett trocken zu "Gefüllter Dorade an gedämpften mediterranen Gemüsesorten"

Der 2016er Brauneberger Juffer Riesling Kabinett trocken hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Absolut empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Max Ferd. Richter und können den Wein dort bestellen: www.maxferdrichter.com

2015 Brauneberger Juffer –Sonnenuhr Riesling Spätlese trocken 

Zum Abschluss unserer höchst interessanten Entdeckungsreise durch die Riesling-Welt vom Traditions-Weingut M.F. Richter gilt es jetzt einen weiteren Höhepunkt zu verkosten. Es ist diese 2015er Brauneberg Juffer-Sonnenuhr Riesling Spätlese trocken, die uns ganz in ihren Bann zieht. Alles was zuvor über diese berühmte Lage an der Mosel gesagt wurde, gilt auch hier, jedoch mit einem zusätzlichen "Prae". Inmitten der Lage Brauneberger Juffer gibt es ein sogenanntes Herzstück und dieses ist die "Sonnenuhr". Als Einzellage umfassen einzelne Parzellen eine mitten in den Felsen liegende Sonnenuhr, die auch ursächlich für den Lagennamen ist. Diese Parzellen sind das Nonplusultra des Weinberges und verkörpern so die besten Lagen des Braunebergs. 

Wie auch schon gesagt, besteht der Boden aus blaugrauem Devon-Schiefer. Ergänzend dazu finden sich sehr hohe Steinanteile, sowie Einschlüsse von Eisenmineralien. Diese lassen den Berg im Winter braun erscheinen und so ist es auch zu dem Namen gekommen, wie er schon seit alters her besteht. Wer in der Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Lagenanteile besitzt kann sich überaus glücklich schätzen, haben seine Weine doch ein geradezu einmaliges Terroir und einen Ruf in der Welt der Anerkennung und höchsten Respekt hervorbringt, so wie die hier verkostete 2015er Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Riesling Spätlese trocken. 

 Brauneberger Juffer, Brauneberger  Sonnenuhr
Die Farbe der "Sonnenuhr" im Glas ist ein intensiveres Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auf den Zweck des Sauerstoffs ist nun deutlich hingewiesen worden, so ist auch zu verstehen, warum man professionelle Verkoster ständig mit schwenkenden Gläsern sieht. Dies macht, wie erklärt, wirklich Sinn. Es wäre doch zu schade, wenn die großartige Duftfülle nicht vollständig mit der Nase registriert würde. Beginnen wollen wir dieses Mal mit dem allerersten olfaktorischen Eindruck, dieser besonderen Mineralität, die sowohl duft- als auch geschmacksmäßig ein bedeutendes Element bei der hier verkosteten 2015er Sonnenuhr Spätlese trocken ist. Es folgen Anklänge, die an reife Weinbergspfirsiche und Aprikosen erinnern, aber auch an Stachelbeeren.

Im Mund und am Gaumen wird die Fruchtfülle großartig geschmacklich bestätigt, gepaart mit einer dezenten Würze durch die Eisenmineralien im Schiefer. Der Riesling ist komplex, mit einer prägenden Säure versehen, ohne dass diese dominant wird. Als Spätlese ausgebaut, punktet er eher mit einer verhaltenen Fruchtsüße, sodass es zu einer geeigneten Balance mit der Fruchtsäure kommt. Dies gibt der 2015er Brauneberger Juffer- Sonnenuhr Riesling Spätlese trocken einen kräftigen Körper, ein langanhaltendes, wunderbar mineralisches Finish und einen frischen, lebendigen, würzigen Gesamteindruck. In dieser Form ist die "2015er Sonnenuhr Spätlese" ein echtes Aushängeschild für einen grandiosen Mosel-Riesling, zugleich unterstreicht sie die Erkenntnis, wo die besten Weine der Rebsorte Riesling weltweit herkommen, nämlich auch aus dem Traditionsweingut M.F. Richter in Mülheim an der Mittelmosel. Chapeau!

Wir empfehlen diese Riesling Spätlese zu " Filet vom Glattbutt auf Gemüse gedämpft".

Die 2015er Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Riesling Spätlese trocken hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Absolut empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

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Nachdem wir jetzt die 6 Rieslinge aus den unterschiedlichen Lagen des Weinguts M. F. Richter mit großer Hingabe und Respekt verkostet haben, hier nun unser Fazit:

Jeder hier probierte Riesling für sich ist eine Erkenntnis, ein Genuss und eine Bereicherung für diese edelste aller weißen Rebsorten, dies darf schon einmal vorweg gesagt werden. Dass dieses so ist, hat natürlich seine ganz bestimmten Ursachen. Wer kann schon auf 10 Generationen überaus erfolgreichen Weinbau zurückblicken und wem ist es vergönnt, solche Ausnahme-Lagen sein eigen zu nennen?

Da gibt es in Deutschland nicht viele Familien, die eine solche Tradition besitzen, die natürlich einhergeht mit viel Wissen und noch mehr Erfahrung. Heutzutage ist es mit Constantin Richter die 10 Generation, die für die Weine verantwortlich zeichnet. An der Universität in Geisenheim im Rheingau ausgebildet, hat er die neuesten Erkenntnisse in Sachen Weinbau studiert und was er noch an Erfahrung zulegen möchte, das wird ihm von seinem Vater Dr. Dirk Richter auch zukünftig vermittelt werden. So entwickelt sich geballte Kompetenz, getragen von dem Gedanken Tradition und Moderne zu einer erfolgreichen Symbiose zu vereinen. Aber alles Wissen, alle Erfahrung und alles Herzblut ist gerade beim Kreieren ganz besonderer Weine nur eine begrenzte Möglichkeit, wenn es an den bedeutenden Lagen fehlt. Wein entsteht in erster Linie im Weinberg, mit dieser immer wieder bestätigten Weisheit nimmt es Familie Richter sehr genau, zumal sie Weinbergslagen besitzen, die ihresgleichen suchen. Zieht man dieses alles in Betracht, dann wird klar, warum die hier verkosteten 6 Rieslinge auf einem absoluten Niveau und von allerhöchster Qualität sind. Mehr geht an Spitzen-Riesling eigentlich nimmer mehr.

Dies durften wir bei den Verkostungen uneingeschränkt feststellen und deshalb kommt unsere Begeisterung für die Rieslinge vom Weingut M.F. Richter nicht von ungefähr. Die Tatsache, dass 90% der Weine des Gutes ins Ausland exportiert werden, zeigt einerseits welchen weltweiten, großartigen Stellenwert der Riesling vom Weingut M.F. Richter hat, zeigt aber auch gleichzeitig, dass diese Weine überzeugen. Und so ist es, deshalb lange Rede, kurzer Sinn: Diese Rieslinge schmecken einfach phantastisch.

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Max Ferd. Richter und können den Wein dort bestellen: www.maxferdrichter.com

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