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Rezension:Wein, Mensch, Natur- Ansichten eines Moselwinzers

 Albert Kallfelz
"Wein, Mensch, Natur"- Ansichten eines Moselwinzers ist ein sehr intelligentes Buch,  das man  nur beim Winzer persönlich beziehen kann. Das finden wir sehr schade, denn die Reflexionen und Informationen von Albert Kallfelz  sollte jeder Weinliebhaber lesen, der sich mit Moselweinen  näher befassen möchte, auch wenn er  das Weingut Kallfelz noch nicht kennt.

In der Familie des Autors und begnadeten Winzers wird bereits seit 1450 Weinanbau betrieben. Kallfelz weiß also, wovon er spricht und verfügt über das Selbstbewusstsein, das notwendig ist, um beherzt Klartext zu sprechen und diesen sogar schriftlich zu fixieren.

In seinem Buch berichtet er zunächst über die Geschichte des Moselweines, schreibt auch über die Strukturen an der Mosel und  über das Dilemma der dortigen  Marktpolitik. Dazu u.a. möchten wir Albert Kallfelz im Rahmen eines Interviews befragen.

Der Autor berichtet, worauf es ihm  bei einem  guten Riesling-Weingut ankommt, erwähnt auch das sogenannte „KALLFELZ- Modell“ und  dokumentiert, was es heißt, ein fairer Unternehmer zu sein, der begriffen hat, dass sich auch in der Zukunft ein Weingut nur mit einem excellenten Team nach den Grundsätzen der Natur  gut führen lässt.

Man lernt  neben der Arbeitsphilosophie die  Mosel-Rebsorten näher kennen, allen voran den Riesling und wird über die Neuanlage der Weinberge, den Rebschnitt und die Düngung ausführlich unterrichtet. Nicht nur textlich, sondern auch anhand von Zeichnungen  wird man mit Erziehungsarten und Binden von Fruchtruten vertraut gemacht, liest über den Sinn von Bodenlockerung und Wildkräutern, aber auch über Laubarbeiten und Schädlingsbekämpfung.

Die Weinlese ist ein weiteres Thema und hier beantwortet Kallfelz die Frage, weshalb er sich zum integrierten Weinbau entschieden hat, bevor er  sich dann  zu seiner Philosophie des Weinausbaus  äußert. Entsprechend resümiert der Moselwinzer: "Unser Weinbau wird der Natur und damit dem Menschen gerecht. Unsere Weine- jeder Tropfen ist Natur pur."( Zitat S.36)

Aufgeklärt wird man über das Aufquetschen der Trauben, die Bestimmung des Mostgewichtes, die Schönung und  das Vorklären des Mostes und dessen Säuerung Die  Gärung des Mostes, die Hefen, und auch das Fass  als solches werden in Augenschein genommen, Es bleibt nicht unerwähnt, dass dieser Winzer über folgende Fasskapazitäten verfügt: Holz 30 000 Liter, Edelstahl: 600000 Liter.

Auch  über die Kühlung bei der Gärung, die Kohlensäure und das Schwefeln des Weines wird man unterrichtet und  liest zudem über den Abstich, die Flaschenfüllung, den Verschluss und die amtliche Prüfung. Anhand eines Schaubildes  hat man Gelegenheit sich über die Prädikatsstufen nach Öchslegraden kundig zu machen, erfährt auch Wissenswertes  über das so genannte Riesling-Hochgewächs, über die Alkoholwerte in Kallfelz-Weinen, über Fruchtsüße, Mineral- und Extraktstoffe, die einzelnen Geschmacksrichungen  und vieles andere mehr. Über die Wein-Systematik von Kallfelz, die Besonderheiten der einzelnen Lagen, die Weinprämierungen und Wissenswertes zu den Weinproben wird man ebenfalls informiert
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Schlussendlich  hat man Gelegenheit im Rahmen eines kleinen Degustations-ABCs  sich über verschiedene Begriffe  klar zu werden, so etwa über den Begriff "saftig" in Bezug auf Wein. Gemeint ist bei diesem Attribut,  dass der Wein einen angenehmen, vollen Geschmack mit einer etwas herzhaften Säure  besitzt.

Bei allem vergisst Albert Kallfelz nicht, den gesundheitlichen Nutzen des Weines zu erwähnen und listet eine Reihe von internationalen Forschungsergebnissen auf. Zusammenfassend hält er fest: "Täglich Riesling und man bleibt fit.“ Das muss man sich merken.

Ein kluges Buch, eines intelligenten, gradlinigen Winzers, das wir ebenso gerne empfehlen wie seine vortrefflichen Weine.

Hier den Link zum Weingut:http://www.kallfelz.de/


Rezension: Weingut Kallfelz- Riesling Hochgewächs Trocken 2012

Schon bei den verschiedenen Rieslingen früherer Jahre aus dem Weingut Kallfelz waren wir bei den Verkostungen überzeugt, sowohl in Hinsicht auf die Qualität des Weines als auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Albert Kallfelz stellt einen Mosel-Riesling her, wie man ihn als Liebhaber dieser Lagen gerne trinkt. Um erneut die hervorragende Qualität zu testen, haben wir uns den neuen Jahrgang 2012 zur Probe vorgenommen. Beginnen möchten wir mit dem trockenen Riesling Hochgewächs.

Der bekannte Winzer sagt dazu: "Den Kallfelz Hochgewächsen gilt unser Herzblut ganz besonders. Sie sind eine absolute Spezialität unseres Weingutes. Sie bilden die Spitze aller Qualitätsweine- kräftig und edel mit viel Charakter und Volumen."

Wie an der Mosel üblich, wachsen die Reben auf Grauschiefer-Steillagen. Damit ist für die einzigartige Mineralität dieser Weine gesorgt. Was den Unterschied zwischen den Lagen insgesamt ausmacht, ist die besondere Ausrichtung und das Mikroklima, das jeweils vorherrscht. Mit beidem ist das Weingut Kallfelz gesegnet, denn bei beiden Komponenten sind optimale Bedingungen dem Weingut eigen. Wenn dann noch, wie hier bei der Familie Kallfelz, eine jahrhundertelange Tradition des Weinmachens besteht und die Erfahrung jeweils an die nächste Generation weitergeben worden ist, dann versteht man, weshalb Albert Kallfelz nicht nur sich mit Leib und Seele engagiert, sondern auch ein optimales Wissen für seine Weine besitzt.

Das Riesling -Hochgewächs ist der Einstieg zu einem qualitativ hochwertigen Riesling, ein Wein, der sich hervorragend eignet für den täglichen Genuss. Sein Alkoholgehalt von 11,5% vol/alc bedeutet, auch einmal ein Glas mehr zu trinken, ohne dass gleich Bedenken wegen eines zu ausgedehnten Weinkonsums aufkommen.

Genug des Vorspiels, jetzt muss das 2012er  Hochgewächs zeigen, was in ihm steckt. Zuvor jedoch noch rasch eine Bemerkung zu Flasche und Etikett. Beides ist wirklich gelungen. Das Grün der Moselweinflasche korrespondiert wunderbar mit dem britisch-grünen Hintergrund des Etiketts. Der Aufdruck, goldfarben und beige, zeugt von einem ansprechenden Design. Damit ist der Auftritt wirklich edel und distinguiert.

Im Glas zeigt sich dieser Riesling hellgelb mit grünen Reflexen. Nachdem er im Probierglas einige Male geschwenkt worden ist, gibt die olfaktorische Prüfung Aufschluss über die Geruchsnuancen, die im Riesling Hochgewächs Trocken 2012 vorhanden sind. Wir nehmen den Geruch von grünen Früchten wie Klar-Apfel und Stachelbeeren wahr. Nach dem ersten Schluck zeigen sich am Gaumen und auf der Zunge weitere Fruchtanklänge von Limonen. Dieser Wein besitzt eine angenehme Frische und die bereits erwähnte Mineralität, die das Terroir ihm zur Verfügung stellt. Deshalb ist es verständlich, dass das gesamte Ensemble dieses Weines den Liebhaber von Moselweinen überzeugt.

Wie alle Jahre zuvor ist es dem Weingut Kallfelz hoch anzurechnen, dass die Preise für dieses Hochgewächs weiterhin moderat geblieben sind. Denn vergessen wir nicht, die Arbeit in den Steillagen an der Mosel ist sehr schwierig und überaus anstrengend, da kaum Maschinen zum Einsatz kommen können. Dies gilt es ebenfalls zu bedenken, wenn das positive Preis-Leistungs-Verhältnis zur Sprache kommt.

Es empfiehlt sich zu diesem Kallfelz-Riesling eine „Gratinierte Lachsforelle auf Chicorée“ oder aber ein „Schweinfilet in Rahmsauce mit jungem Gemüse“.

Man sollte den Wein bei einer geeigneten Trinktemperatur von etwa 8 Grad genießen.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zum Weingut und können den Wein bestellen:http://www.kallfelz.de/


Rezension:Weingut Kallfelz Merler Adler Kabinett Trocken 2012

Dieser Riesling wird im Weingut Kallfelz unter dem Begriff Selektionsweine geführt. Dabei handelt es sich um Spitzenrieslinge, die in den Toplagen des Weingutes angebaut werden. Diese Weinberge sind nach Süd-Südwest ausgerichtet und haben damit eine optimale Sonneneinwirkung. Das Terroir besteht aus Schieferboden, der erdgeschichtlich im Zeitalter des Devon entstanden ist. 

Wenn man die schroff abfallenden Weingärten sieht, dann wird klar, dass jeder einzelne Rebstock nur dann existieren kann, wenn er mit seinen Wurzeln tief ins Gestein eindringt, um sich mit Wasser zu versorgen. Dabei nimmt er eine Fülle von Mineralien auf, die nicht nur bekömmlich sind, sondern auch den wunderbaren Nachhall dieses Weines entstehen lässt. 

Der Merler Adler ist noch sehr jung, nachdem er erst vor wenigen Wochen auf die Flasche gebracht worden ist. Dies bedeutet neben seinen anderen Komponenten reichlich Frische. Doch zunächst zurück zur klassischen Verkostungsweise. Im Glas zeigt sich das rieslingtypische Hellgelb mit grünen Reflexen. An der Nase feinfruchtig, ist dieser Riesling durchaus als filigran zu bezeichnen. Er besitzt einen trockenen Charakter.

Im Mund zeigen die Geschmacksrezeptoren an, dass es sich hierbei um einen sehr gelungenen  Moselriesling handelt, der gut ausbalanciert ist zwischen Fruchtnuancen und Mineralität. Uns ist besonders die Apfelnote aufgefallen, die diesen Wein prägen und die an alte heimische Apfelsorten erinnert. Dieser Wein eignet sich vorzüglich zu einer fröhlichen Runde unter Freunden, die auch mal ein Glas mehr vertragen. 

Hier lassen sich als Weinbegleiter an  ein „Spanferkelrücken mit glasierten Möhren“ oder auch „Forellenröllchen mit frischen Kräutern und zweierlei Spargel“ denken.

Der Wein hat 11% vol/alc und sollte bei etwa 8 Grad getrunken werden. 

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut und können den Wein bestellen:


Rezension:Weingut Kallfelz Riesling – Merler Königsley-Terrassen, Spätlese trocken 2012.

Vorab nur so viel, bei dem hier vorkosteten Riesling handelt es sich um einen ganz besonderen Wein, der auch die höchsten Ansprüche, die man an einen Moselriesling stellen kann, erfüllt. Wie gut dieser Wein tatsächlich ist, wird  schon damit belegt, dass die Verkosterin ihn nahezu allein ausgetrunken hat.:-)) 

Natürlich gibt es  Gründe, weshalb die Lage „Merler Königslay Terrassen" so bedeutende Weine hervorbringt. Die optimale Ausrichtung zur Sonneneinstrahlung, die Hangneigung mit dem Schieferboden, dazu die Tatsache, dass diese Lage fast ausschließlich im Besitz des Weingutes Kallfelz ist.  Aber auch das Mikroklima, das an dieser speziellen Terrassenformation herrscht, trägt dazu bei, dass hier ganz große Weine entstehen können. 

Albert Kallfelz hat es verstanden, alle diese Komponenten mit seinem Wissen und seiner großen Erfahrung als Winzer in Einklang zu bringen, um daraus diese großartige Spätlese zu kreieren. Idealtypisch sind nicht nur die Farbe dieses Rieslings, nämlich ein lichtes Gelb mit grünen Reflexen, sondern auch die Fruchtnuancen, die sich im Mund und am Gaumen  präsentiert haben. Der Wein schmeckt nach reifen Aprikosen und Anklängen von Honigmelone. Dabei handelt es sich um einen kraftvollen, vollmundigen Riesling, der unverkennbar als Spätlese ausgebaut worden ist. Im Einklang mit seinem großen Körper und seiner Dichte ist er ausbalanciert, wozu auch die elegante Frische beiträgt. Unverkennbar wiederum das Terroir, das sich durch seine Mineralität zeigt und dadurch einen langen Nachhall erzeugt. Alles in allem ist dem Weingut Kallfelz mit diesem Wein ein großer Wurf gelungen. 

Deshalb werden Prämierungen für diesen Kallfelz Riesling – Merler Königsley-Terrassen, Spätlese trocken 2012 nicht lange auf sich warten lassen. Dennoch bleibt dieser exzellente Wein bezahlbar, wie es die Philosophie von Albert Kallfelz vorgibt. Rieslinge dieser Güte sind oftmals doppelt so teuer, wie es hier der Fall ist. Dass viele Liebhaber eines solchen wunderbaren Moselrieslings der gleichen Meinung sind, zeigt die große Kundenbindung. 

Zum Abschluss möchten wir noch verraten, wozu wir diese Spätlese essensmäßig empfehlen:  "Überbackenes Hähnchenbrustfilet mit Orangen-Senf-Sauce auf Kohlrabigemüse“, aber auch ein "Gefülltes Schweinefilet mit Brokkoli und Herzoginkartoffeln" und nicht zu vergessen  "Zanderfilet mit Kürbisgemüse". 

Der Wein hat 12% vol /alc und sollte bei 8 Grad getrunken werden.  

Sehr empfehlenswert.
Bitte klicken Sie auf den Link, dann können Sie den Wein bestellen:http://www.kallfelz.de/