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Weingut Residenz Bechtel Worms-Heppenheim 5 Weißweine und 1 Rosé

Rainer und Manfred Bechtel
Das Weingut Residenz Bechtel verfügt über eine beachtliche Tradition im Weinmachen, wird hier doch bereits seit 250 Jahren Wein erzeugt. Das Gut ist in Heppenheim zuhause, einem kleinen Weinort der zur Stadt Worms gehört. Hier im südlichen Rheinhessen in pittoresker Lage, bekannt auch durch den Landschaftsbegriff Wonnegau, sind heute Vater Manfred Bechtel und sein Sohn Rainer, beide Winzermeister für die Weine verantwortlich, leiten sie doch beide gemeinsam das Weingut. Dabei ist Rainer Bechtel hauptsächlich für den Ausbau des neuen, frischen Weinstils verantwortlich und dies mit großem Erfolg. 

Den Namenszusatz Residenz erlangte das Gut mit der Tatsache, dass in den Jahren 1992/93 hier im Weingut Bechtel die Deutsche Weinkönigin Astrid I. zuhause war. Das Gut bewirtschaftet etwa 40 Hektar Rebfläche, wobei ein ganz besonderes Augenmerk auf die naturnahe Pflege der Weinberge gelegt wird. Der richtige Reb- und Laubschnitt gehört ebenso wie die selektive Lese zur uneingeschränkten Qualitäts-Offensive, denn es ist die Spitzen-Qualität ihrer Weine die Manfred und Rainer Bechtel uneingeschränkt im Auge haben. Und der Erfolg gibt ihnen Recht, sind die Weine doch vielfach prämiert, sowohl durch Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene, aber auch durch die Anerkennung führender Weinzeitschriften und Weinführern. 

 Foto: Helga König
Die Weine vom Weingut Residenz Bechtel zeichnen sich durch ihre besondere Sorten- Typizität aus, ebenso durch die charakteristisch klaren Fruchtaromen und ihre besondere Eleganz. Dies liegt primär an dem ganz exzellenten Terroir, das hier im Wonnegau vorherrscht, bedingt durch die besonders geeignete Bodenbeschaffenheit, aber auch durch das hervorragende warme Klima im südlichen Rheinhessen. Dies zusammen mit dem traditionellen Wissen, dem Können und dem uneingeschränkten Engagement von Vater und Sohn Bechtel lässt allerbeste Weine auf einem ganz besonderen Niveau entstehen. 

Die gutseigenen Weinberge um Heppenheim mit ihrem geeigneten Terroir sind maßgeblich für die Fülle der hier angebauten Rebsorten im Weingut Residenz Bechtel verantwortlich, als da sind bei den Weißweinen: Riesling, Silvaner, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Chardonnay, Kerner, Scheurebe, Morio-Muskat, Müller-Thurgau, Huxelrebe und Ortega und bei den Roten: Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser, Cabernet Sauvignon, Merlot, Frühburgunder, St. Laurent und Schwarzriesling. Das Sortiment an Weinen wird ergänzt von köstlichen Sekten und hausgemachten Obst- und Edelbränden. 

Familie Bechtel erzeugt in ihrem Weingut nicht nur erstklassige Weine, sie betreibt auch gleichzeitig ein stilvolles Hotel mit dem Namen "Am Schlosspark", da es unmittelbar an den Schlosspark Herrnsheim in Worms angrenzt. Hier auch ist die neu eröffnete Vinothek des Schlosspark-Hotels zu finden, wo sich in angenehmer Atmosphäre alle Weine von Familie Bechtel in aller Ruhe probieren lassen. 

Bevor es nun an die Verkostung der besonderen Weine vom Weingut Residenz Bechtel geht, sollte nicht unerwähnt bleiben, mit welchem erstklassigen Preis-Leistungs-Verhältnis die Weine punkten können. Also los geht´s: 

 Manfred Bechtel
2018 Riesling Classic 

Beginnen wollen wir unsere kleine,  aber feine Verkostung mit diesem 2018er Riesling Classic, der als Gutswein halbtrocken ausgebaut wurde. Gutsweine bilden die Basis der Weine in einem ausgesuchten Weingut wie hier in der Residenz Bechtel. Bereits bei diesen Basis-Weinen lässt sich feststellen, auf welch hohem Niveau jeweils die Weine erzeugt werden. Und die Qualität dieses 2018er Riesling Classic zeigt ganz deutlich, wie besonders diese Weine sind. Dies hat etwas mit dem reduzierten Rebenschnitt, dem Ausdünnen der Trauben, aber auch mit der extrem schonenden Verarbeitung der Trauben zu tun, denn diese werden ohne Stiele gepresst, damit so die mineralische Komplexität und Eleganz der Weine zustande kommt.

Bereits im Weinberg wurde darauf geachtet, dass umweltschonende Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen für eine umweltverträgliche Bewirtschaftung der Weinberge gesorgt haben. Und alles dient dem einen Ziel, das sich das Weingut Residenz Bechtel als Philosophie zu eigen gemacht hat, optimale Qualität, Weine mit eigenem Charakter, sortentypisch und unverkennbar, so wie der hier verkostete 2018er Riesling Classic.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die nie ein Wein getrunken werden sollte, gilt es ihm zunächst genügend Sauerstoff zu gestatten. Danach zeigen sich fruchtige Anklänge in der Nase, die an Pfirsich und Aprikose erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen eindeutig geschmacklich bestätigt. Die Fruchtaromen werden von einer wunderbaren Säure getragen, sodass ein überzeugendes Frucht-Säure-Spiel zustande kommt.

Bei einem langen Abgang wird noch einmal deutlich wie gut ausbalanciert der Wein ist. Zeigen sich zunächst die fruchtigen Anklänge eher im Vordergrund so werden sie doch sehr bald von der richtigen Säure ergänzt.

Der 2018er Riesling Classic ist als Wein für die tägliche Erbauung und Erfrischung großartig, aber auch als Essensbegleiter für ausgesuchte Speisen ist er ideal. Wunderbar!

Wir empfehlen zu diesem  2018er Riesling Classic eine "Bachforelle, gedünstet auf einen Bett aus Blattspinat".

 Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Absolut empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Weingut Residenz Bechtel und können den Wein dort bestellen: http://www.weingutbechtel.de/index_d.html

 Rainer Bechtel
2018 Sauvignon Blanc 

Es folgt nun ein weiterer Wein aus der Basis-Linie des Weinguts Residenz Bechtel mit diesem 2018er Sauvignon Blanc. Sauvignon Blanc ist mittlerweile die zweitwichtigste weiße Qualitäts-Weinsorte nach Chardonnay. Ursprünglich im Loire-Tal beheimatet, ist Sauvignon Blanc mittlerweile weltweit verbreitet. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 wurde der Anbau dieser Rebe um mehr als 70% gesteigert, was auch der zunehmenden Beliebtheit des Sauvignon Blanc geschuldet ist. Als natürliche Kreuzung von Traminer und Chenin Blanc hat diese Weißwein-Sorte einen grandiosen Siegeszug beim Anbau rund um die Welt zustande gebracht. Frankreich, Neuseeland, Südafrika, die Vereinigten Staaten, aber auch Italien und Österreich sind die Länder wo Sauvignon Blanc eine ganz besondere Stellung einnimmt. Weltberühmt sind etwa aus Frankreich Sancerre und Pouilly Fumé und aus der Region Malborough in Neuseeland der Cloudy Bay, ein Wein der Kultstatus besitzt. Im deutschen Weinbau spielt der Wein mengenmäßig noch keine besondere Rolle, obwohl er auch hierzulande an Beliebtheit stetig zulegt. Die größten Anbauflächen sind bei uns in der Pfalz, in Rheinhessen und in Baden zu finden. Es ist nicht vermessen zu sagen, dass sich Sauvignon Blanc auch zukünftig in der Gunst der deutschen Weinliebhaber weiter positionieren wird, werden doch auch jetzt schon ganz besondere Qualitäten erzeugt wie dieser 2018er Sauvignon Blanc vom Weingut Residenz Bechtel.

Farblich präsentiert sich der Wein in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen im Glas. Auch hier sollte zunächst dem Sauvignon Blanc die richtige Beatmung gegönnt werden, kann er doch nur so sein ganzes duft- und geschmacksmäßiges Potential offerieren. Danach hat die Nase das Vergnügen Fruchtaromen nach weißen Johannisbeeren und Stachelbeeren wahrzunehmen.

Geschmacksmäßig werden diese Anklänge von Mund und Gaumen bestens bestätigt, wo sich auch noch die richtige Säure hinzu gesellt. Sie ist es die dem 2018er Sauvignon Blanc den überzeugenden Frucht-Säure-Bogen beschert, ihm die nötige Fülle verleiht und zudem mit einem langen Nachhall aufwarten kann.

Der Wein ist sortentypisch, mit einem individuellen Charakter versehen und besitzt einen starken geschmacklichen Ausdruck und ist zudem elegant. Als ganz junger Wein wird er in den nächsten Monaten reifemäßig noch an Substanz zulegen, um dann sehr präsent, mit der richtigen Balance und intensiv im Geschmack beim Verkoster sehr viel Trinkfreude zu entwickeln.

Der 2018er Sauvignon Blanc eignet sich hervorragend, um im Kreis lieber Freunde das eine oder andere Glas gemeinsam zu verkosten, aber auch als Essensbegleiter ist er ganz großartig. Top!

Wir empfehlen zu diesem  2018er Sauvignon Blanc "Lachscurry  mit Schalotten und Zitronengras."

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Absolut empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Weingut Residenz Bechtel und können den Wein dort bestellen: http://www.weingutbechtel.de/index_d.html

2018 Blanc de Noir Spätburgunder

Weiter geht es mit diesem 2018er Blanc de Noir, der aus der Spätburgunder-Traube vinifiziert wurde. Blanc de Noir bedeutet eine rote Traube weiß zu keltern, also den Saft des roten Spätburgunders wie einen Weißwein zu kreieren. Dabei wird die Rotwein-Traube sehr behutsam gepresst, damit das rote Pigment, was bekanntlich bei den allermeisten roten Trauben nur in der Beerenschale eingelagert ist, nicht in den weißen Saft gelangt. Hier ist es notwendig nur gesunde, unverletzte Beeren möglichst schnell zu keltern, um Saft und Schalen zu trennen. Danach wird der Blanc de Noir wie ein Weißwein ausgebaut, zumeist im gekühlten Gärtank. So besitzt der Wein die charakterlichen Vorzüge der Rotwein-Traube mit seinen intensiven Geschmacksstoffen und zugleich den frischen, fruchtigen Ausbau eines Weißweines. Diese Art der Weinbereitung erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, besitzen die Weine doch viel Substanz bei der nötigen Frische.

Spätburgunder ist die Basis dieses Blanc de Noir. Spätburgunder oder franz. Pinot Noir ist eine der edelsten Rotwein-Trauben und für viele ist es der König unter den Rotweinen. Dabei handelt es sich um eine alte Sorte, die es möglicherweise seit 2000 Jahren gibt. Ursprünglich im Gebiet zwischen Genfer See und Rhone-Tal zuhause, wird die Rebe mittlerweile weltweit angebaut, mit ganz exzellenten Weinen etwa in Burgund in Frankreich, von wo sie im 14. Jahrhundert durch die Zisterzienser auch zum Kloster Eberbach in den Rheingau gebracht wurde. In Deutschland sind mittlerweile mehr als 12% der gesamten Rebfläche mit Spätburgunder bestockt. Neben Baden und der Pfalz wird die Rebe in Rheinhessen an dritter Stelle hierzulande angebaut. Weltweit liegt Deutschland ebenfalls an dritter Stelle beim Anbau hinter Frankreich und den USA. Dies zeigt wie wichtig Spätburgunder bei uns ist, zumal auch ganz exzellente Blanc de Noir daraus vinifiziert werden, wie eben hier dieser 2018er Spätburgunder Blanc de Noir.

Im Glas überzeugt der Wein farblich mit einem hellen Goldgelb mit ganz leichten rötlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen auch hier wieder der Hinweis auf die richtige Belüftung des Weins, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Jetzt zeigen sich Fruchtnoten in der Nase, die an Stachelbeeren, rote Johannisbeeren, Brombeeren und Zitrus erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt. Die gut integrierte verhaltene Säure lässt den Fruchtaromen genügend Platz, ohne dass diese zu dominant werden.

Der 2018er Blanc de Noir ist saftig, gehaltvoll und besitzt die nötige Substanz. Das lange Finish zeigt erneut wie fruchtig frisch der Wein ist. Und so entwickelt er eine Trinkfreude, sodass es mit einem Glas nicht getan ist. Dafür schmeckt der 2018er Blanc den Noir Spätburgunder einfach zu gut. Chapeau!

Wir empfehlen zu diesem 2018er Blanc de Noir  "Zander gebraten mit Flusskrebsen."

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Weingut Residenz Bechtel und können den Wein dort bestellen: http://www.weingutbechtel.de/index_d.html

2017 Weisser Burgunder Spätlese Feinherb 

Zur Verkostung kommt nun dieser 2017er Prädikatswein der Rebsorte Weißburgunder, als Spätlese feinherb ausgebaut. Weisser Burgunder, franz. Pinot Blanc, gehört zur Burgunder-Familie und ist eine Mutation aus dem Pinot Noir, also Spätburgunder. Weißburgunder wird mittlerweile in vielen Weinbau-Gebieten der Welt angebaut, wobei in Deutschland die Bestockung mit Abstand am häufigsten ist, gefolgt von Italien, Österreich und Frankreich. Hierzulande ist die Rebe beim Anbau in Baden führend, gefolgt von Rheinhessen und der Pfalz. Die Rebsorte Weisser Burgunder erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit, sodass auch die Bestockung kontinuierlich zunimmt. Durch die zunehmende Wachstumsphase der Rebstöcke und die sich aus dem Klimawandel ergebende weitere Wärme erhalten die Weißburgundertrauben zusätzliche Öchsle-Grade, sodass immer häufiger Prädikatsweine entstehen, entweder in der Stufe Kabinett oder wie hier verkostet in der Stufe Spätlese.

Der feinherbe Ausbau entspricht in etwa beim Zuckergehalt dem des halbtrockenen Ausbaus, also maximal 9 bis 18 g je Liter unvergorenen Zucker. Farblich überzeugt der Wein im Glas mit einem brillanten Hellgelb. Auch jetzt ist wieder angezeigt zunächst dem Weißburgunder genügend Sauerstoff zu ermöglichen, damit er komplett zeigen kann was in ihm steckt. Anschließend werden Anklänge in der Nase registriert, die an Zitrusfrüchte erinnern, ebenso an reife Sommeräpfel. Geschmacklich werden diese Fruchtnuancen eindeutig bestätigt. Es ist die feine Säure, die die Fruchtaromen angenehm trägt und die nötige Balance herstellt, damit die Fruchtsüße nicht zu sehr überwiegt und den 2017er Weißburgunder vollmundig und frisch erleben lässt. Der Wein besitzt viel Substanz, einen schönen, langen fruchtbetonten Nachhall und ist dabei sehr animierend. In trauter Zweisamkeit getrunken, macht der 2017er Weißburgunder feinherb richtig viel Spass und gemeinsam mit Freunden ist er absolut köstlich und verbreitet beste Laune. Exzellent!

Wir empfehlen zu diesem 2017er Weißburgunder feinherb "Maispourlade und Zitronen.Ingwer-Nudeln mit Koriandersauce."

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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2018 Grauer Burgunder Spätlese Trocken 

Es folgt nun ein weiterer besonderer Wein vom Weingut Residenz Bechtel aus der Burgunder-Familie mit diesem 2018er Grauer Burgunder in der Prädikatsstufe Spätlese, der trocken ausgebaut wurde. Grauburgunder franz. Pinot Gris ist in Deutschland unter dem Namen Ruländer klassifiziert. Seine Abstammung ist wie beim Weißburgunder von der Pinot Noir-Traube in Form einer Mutation. Deshalb sind die Ursprünge ebenfalls in Frankreich zu suchen, von wo sie später nach Deutschland gelangt ist. Der Name Ruländer bezieht sich auf Johann Ruland, der die Rebe im Jahr 1711 in einem wilden Weingarten in Speyer entdeckt hat und sie so nach ihm benannt worden ist. Weine unter dem Begriff Ruländer waren früher bekannt für ihre kräftige goldgelbe Farbe und für ihre Süße, wurden doch ursprünglich sehr reife und zum Teil edelfaule Trauben zur Vinifizierung genommen, sodass der Ruländer einen bestimmten Botrytis-Ton aufwies.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich ein neuer Grauburgunder-Stil entwickelt, weg von der schweren Süße, hin zu einem frischen Wein mit mehr Säure und einem eleganten, frischen Geschmack. Dazu wurden die Trauben früher gelesen, die dann nur in einem gesunden Zustand gereift waren. Dieser Wein wurde unter dem Begriff Grauer Burgunder oder Grauburgunder vermarktet, damit er sich auch namensmäßig abgrenzte. Bereits in den 1980er Jahren bekam die Rebsorte unter ihrem italienischen Namen Pinot Grigio hierzulande einen großen Bekanntheitsgrad, wurden diese Weine doch aus Italien nach Deutschland eingeführt. Und bei aller Beliebtheit ließ doch die Qualität dieser italienischen Pinot Grigio-Weine oft mehr als zu wünschen übrig.

Erst die deutschen Winzer in Baden, Rheinhessen und in der Pfalz haben den Grauburgunder zu dem gemacht, wofür er heute hierzulande steht, zu einem spitzenmäßigen, hochqualitativen Wein mit einem außerordentlichen Geschmack, so wie diese 2018er Grauer Burgunder Spätlese trocken. Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Nach der Vermählung mit dem nötigen Sauerstoff beglückt die olfaktorische Prüfung mit wunderbaren Fruchtaromen nach Birnen, Zitrusfrüchten, Ananas, Trockenfrüchten und Paprikaschoten.

Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge intensiv geschmacklich bestätigt. Durch den trockenen Ausbau besitzt der Grauburgunder eine wunderbar integrierte Säure, die die Frucht-Nuancen bestens trägt und einen beeindruckenden Frucht-Säure-Bogen hervorbringt. Der 2018er Grauburgunder besitzt viel Substanz, ist elegant, extraktreich und dabei durchaus fruchtbetont und mit einem schönen Finish versehen, wobei noch einmal alle charakterlichen Merkmale langanhaltend Revue passieren. Dabei entwickelt der 2018er Grauburgunder trocken viel Trinkfreude, weiß er doch den Weinliebhaber bestens zu animieren, ob solo oder als patenter Essensbegleiter. Á la bonne heure!

Wir empfehlen zu diesem 2018er Grauburgunder trocken " Maultaschen mit frischen Kräutern und Steinpilzen auf Rahmsauce"

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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2017 Finesse Rosé Cuvée Trocken

Last but not least kommt nun noch dieser besondere 2017er Rosé zur Verkostung, der als Cuvée trocken ausgebaut wurde. Basis bilden dabei verschiedene Rotwein-Traubensorten, die durch den speziellen Rosé-Ausbau vinifiziert worden sind. Rosé-Weine sind hellfarbige Weine, die aus Rotwein-Trauben wie ein Weißwein hergestellt werden. Dazu werden die roten Beeren nur kurzfristig mit der Maische in Kontakt gebracht, sodass nur geringfügig die Pigmente der roten Beerenhaut in den weißen Saft gelangen. So entsteht die besondere rosafarbene Einfärbung des Rebensaftes, der dann nach Art eines Weißweines vinifiziert wird, zumeist im gekühlten Gärtank. Je nach der Verweildauer von Maische und Saft wird der Wein hellrosa bis hellrot.

Bei südländischen Rosé kann die Farbe durchaus auch dunkelrot sein und doch ist der Wein durch die Weißwein-Bereitung ein zweifelsfreier Rosé-Wein. In Deutschland wird diese Art des Weines immer beliebter, sodass mittlerweile 10% aller hierzulande verkosteten Weine unter diese Machart fallen. Dies hat auch damit zu tun, dass der Rosé die intensiven Geschmacksaromen der Rotwein-Traube mit der Frische und Kühle eines Weißweins verbindet. Gerade in der warmen Jahreszeit sind Rosé-Weine besonders beliebt, so auch diese 2017er Finesse Rosé Cuvée trocken.

Farblich brilliert der Wein im Glas in einem frischen leuchtenden Zartrosa. Achtung, auch jetzt bitte nicht den Sauerstoff vergessen. Hernach freut sich die Nase über eine dezente Kirsch- und Beerennote, die sich auch sehr überzeugend beim Geschmack wiederfindet. Die richtige Säure durch den trockenen Ausbau sorgt für die nötige Frische und Balance, ohne die ein solch animierender Rosé nicht auskommt. Feine Erdbeeren-Noten, gepaart mit Kirsch- und weißen Johannisbeeren-Nuancen lassen einen Geschmack entstehen, der saftig, frisch und äußerst angenehm ist. Der Wein ist dicht, vollmundig und sehr präsent, überzeugt er doch so geschmacklich komplett. Dass es da nicht bei einem Glas bleibt, versteht sich eigentlich von selbst. Dafür schmeckt er einfach zu gut. Große Klasse!

Wir empfehlen zu  dieser 2017er Finesse Rosé Cuvée trocken  "Involtini vom Kalb, gefüllt mit Tomaten, Ricotta und Salbei, dazu Balsalmico-Jus und Kartoffelwürfel."

Die 2017er Finesse Rosé Cuvée trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Absolut empfehlenswert,

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Weingut Residenz Bechtel und können den Wein dort bestellen: http://www.weingutbechtel.de/index_d.html

Nachdem wir jetzt mit viel Freude und dem nötigen Respekt die 6 Weine vom Weingut Residenz Bechtel aus Worms-Heppenheim verkostet haben, hier unser Fazit:

  Weingut Bechtel
Alle Weine, ob weiß oder rosé sind auf sehr hohem Niveau und von bester Qualität. Dies hat zum einen mit dem besonderen Terroir zu tun, über welches die Weinberge der Familie Bechtel verfügen, hier im warmen Wonnegau im südlichen Rheinhessen. Dabei wird bei der Weinerzeugung nichts dem Zufall überlassen, denn neben der über 250jährigen Tradition im Weinbau der Winzerfamilie Bechtel ist es das aktuelle Wissen und die Erfahrung von Manfred und Rainer Bechtel, das Engagement und das ganze Herzblut für ihre Weine, damit solche Spitzenweine entstehen. 
 Weingut Residenz Bechtel

Dabei ist den beiden Winzern klar, dass nur im Einklang mit der Natur Weine solcher Güte entstehen können. Entsprechend kommt nur eine naturnahe Pflege der Weinberge und Rebstöcke in Frage, ebenso eine selektive Handlese und eine äußerst schonende Verarbeitung im Keller, wobei nur modernstes Gerät zum Einsatz kommt. Und auch hier ist es primär die Natur, die für die besonderen Weine sorgt. Deshalb wird nur eingegriffen, wenn es nötig ist, ganz nach dem Motto: So wenig wie möglich und so viel wie nötig. So entstehen Weine die ihren eigenen Charakter besitzen, sortentypisch und Terroir-betont sind und zudem die eigene Handschrift von Vater und Sohn Bechtel aufweisen. Und dass die beiden Winzer damit erfolgreich sind, zeigen eindeutig die Prämierungen ihrer Weine durch die Landwirtschaftskammer von Rheinland-Pfalz in Gold und Silber, aber auch die Anerkennung durch führende Wein-Magazine. Letztendlich ist es aber der Wein im Glas der überzeugt. Und dies durften wir uneingeschränkt feststellen, der Wein hat uns prima geschmeckt. Deshalb: 

Absolut empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

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Weingut Schauß Monzingen/Nahe 5 Weissweine und 1 Rotwein

 Elmar Schauß
Das Weingut Schauß ist in Monzingen, einem pittoresken Weinort an der Nahe zu finden. Bereits unser Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe hat die besonderen Weine ausdrücklich erwähnt. Diese stammten wie auch heute aus der Spitzenlage "#Monzinger_Frühlingsplätzchen". 

Das Weingut Schauß besitzt hier natürlich Flächen in dieser besonderen Lage, ebenso im "#Monzinger_Halenberg", der zweiten Spitzenlage in Monzingen. Insgesamt verfügt #Elmar_Schauß, der Diplom-Ingenieur für Weinbau und Oenologie, er ist mittlerweile die 7. Generation des im Jahre 1800 gegründeten Weingutes, über etwa 17 Hektar Weinberge in den besten Lagen von Monzingen und der Weinbau-Gemeinde Weiler mit der Lage #Weilerer_Herrenzehntel. 

Heute leben 3 Generationen auf dem Weingut Schauß, wobei Elmar Schauß die Geschicke des Gutes leitet und ist natürlich auch für die Weine im Keller verantwortlich. Seine Frau Simone ist sowohl als Junior-Chefin ebenso für die Belange im Weingut zuständig, als auch für den Nachwuchs, der neuen Generation in der alteingesessenen Winzerfamilie. Dem Ehepaar Schauß steht ganz besonders tatkräftig Oma Christa zur Seite, die gute Seele, die überall dort zu finden ist, wo sie gebraucht wird, ob zur Betreuung der Kunden oder zur Versorgung der Kinder, wenn Mama Simone die Büroarbeit ruft oder sie in der Probierstube sehr informativ die Besonderheiten der Weine den Weinfreunden erklärt. 

Riesling ist die Rebsorte die am häufigsten kultiviert wird, etwa auf der Hälfte der gesamten Anbaufläche. Der große Erfolg der Weine von Elmar Schauß hat nicht zuletzt damit zu tun, dass er sie auf ganz besonderen Lagen anbaut. Nur so kommen überdurchschnittliche Weine zustande, wenn dann auch noch akribisch auf die naturnahe Bewirtschaftung mit natürlicher Begrünung, dem richtigen Reb- und Laubschnitt, der selektiven Handlese und der sehr zeitnahen und schonenden Verarbeitung im Keller geachtet wird. Hier ist die Grundlage für die hochqualitativen Weine und dieser Philosophie folgt Elmar Schauß ganz konsequent. 

Neben seinen Spitzen-Rieslingen erzeugt der innovative Winzer weitere Rebsorten, wie #Weißburgunder, #Grauburgunder, #Gewürztraminer und #Sauvignon_Blanc bei den Weißweinen und #Spätburgunder, #Dornfelder, #Domina, #Blauer_Portugieser und #Regent bei den Roten. Aber auch ganz vorzügliche rote Cuvée reifen im Keller heran, etwa aus den verschiedenen Cabernet-Sorten: #Cabernet_Sauvignon, #Cabernet_Mitos und #Cabernet_Cubin. Hinzu kommen noch Cuveé aus Dornfelder und Domina und ein wunderbarer Spätburgunder #Weißherbst. 

 Foto: Helga König
Bezüglich des Terroir ist zu sagen, dass die Lagen in Münzingen über eine deutschlandweit einzigartige Beschaffenheit verfügen, sind doch hier eine Fülle unterschiedlicher Bodentypen zu finden und dies auf der begrenzten Fläche von einigen Dutzend Hektar Weinberge. Dies reicht von rotem und grauem Schiefer, über Kiessande, Quarzit, Rotliegendes bis zu sandigen Lehmen. Entsprechend ist es besonders dem Riesling möglich die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten hervorragend heraus zu arbeiten. Solche einzigartigen Lagen, das Wissen und Können von Elmar Schauß und seiner Familie, das nimmermüde Engagement für die allerbeste Qualität und das außerordentliche Niveau der Weine wird schließlich auch von der Fachwelt honoriert, sind die Weine vom #Weingut_Schauß doch vielfältig prämiert und dies schon seit vielen Jahren. 

Allein bei den Weinprämierungen des Jahres 2018 erhielt das Gut 14 Goldene und 7 Silberne Kammerpreismünzen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Bei der Siegerweinprämierung in der Kategorie "Grau- und Weißburgunder trocken" gab es den 3. Platz, zudem wurde der Ehrenpreis des Landkreises Bad Kreuznach für ganz besondere Leistungen dem Gut verliehen. Professionelle Beurteilungen mit solchen Anerkennungen sind für Elmar Schauß ein klares Signal für die überdurchschnittliche Qualität seiner Weine. Auch aus diesem Grund stellt er sich jährlich diesen professionellen Verkostungen. Da sind die positiven Bewertungen durch die Weinführer wie etwa Gault Millau und Meiniger eine weitere willkommene Bestätigung. 

Bevor es nun an die Verkostung der wunderbaren Weine vom Weingut Schauß geht, sei noch ein interessanter Hinweis erlaubt: Familie Schauß eröffnet im Juli diesen Jahres unmittelbar gegenüber ihrem Weingut in einem umgebauten Herrenhaus ein sehr ansprechendes Hotel mit Restaurant-Betrieb. Hier können dann die gutseigenen Weine in Verbindung mit regionaler Küche, aus heimischen Produkten bestehend, in einem wunderbaren Ambiente genossen werden. 

Wir allerdings wollen uns jetzt voller Vorfreude und Respekt mit den Spitzenweinen aus Monzingen befassen:

  Elmar Schauß
2017 Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Hochgewächs Trocken "vom schiefrigen Kies"

Beginnen wollen wir unsere kleine, aber sehr feine Verkostung mit diesem 2017er Riesling trocken, dessen Traubengut in der Spitzenlage Monzinger Frühlingsplätzchen gewachsen ist. Im Vorspann wurde ja bereits erwähnt wie Goethe von den Weinen aus dieser Lage beeindruckt war. Auch wurde darauf hingewiesen, dass auf der ausgedehnten Rebfläche, die Lage Monzinger Frühlingsplätzchen umfasst schließlich mehr als 100 Hektar, sehr unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten vorhanden sind, die ihre Ursachen in der erdgeschichtlichen Entwicklung haben. 

Die Wurzeln der Rebstöcke, die je nach Alter immer tiefer in den Boden eindringen, entnehmen dann die Mineralien und die Aromen, aber auch das Wasser, das sie dort finden. Entsprechend ist dann die geschmackliche Prägung der Trauben, die hier bei diesem Riesling eindeutig mineralisch ist. Der Wein trägt den Zusatz Hochgewächs, eine Bezeichnung die nur für den Riesling gilt. Dies bedeutet, dass der Wein prädikatsmäßig zwischen QbA und Kabinett angesiedelt ist, potentiell aber leichter als ein Riesling Kabinett. Er muss jedoch einen natürlichen Alkohol-Gehalt besitzen, der mehr als 1,5% über dem Richtwert liegt, der für das Anbau-Gebiet gilt. Dies heißt eindeutig eine höhere Qualität. 

Zudem sagt das Etikett etwas über den Boden aus, auf dem der Wein gewachsen ist, wobei der Begriff "vom schiefrigen Kies" ebenfalls auf eine schöne Materialität hinweist. 

Im Glas zeigt sich der 2017er Riesling trocken in einer hellgelben Farbe mit leicht grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die man niemals einen Wein verkosten sollte, ist es angezeigt, ihn mit dem notwendigen Sauerstoff zu versorgen, damit er sein ganzes Potential offerieren kann. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge in der Nase, die an Maracuja- und Citrusnoten erinnern, die begleitet werden von leichten Pfirsich- und Aprikosennoten. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen eindeutig geschmacklich bestätigt. Getragen werden die Frucht-Nuancen von einer wunderbar ausbalancierten Säure, die dem 2017er Riesling das nötige Volumen und die richtige Präsenz verleihen. 

Der Wein ist mineralisch, filigran, frisch und sehr animierend und besitzt allerbeste Riesling-Qualität, die sich auch in der Betonung des Terroirs widerspiegelt. Dabei zeigt er ein großartiges, beindruckendes Finish, das noch einmal alle Vorzüge dieses Spitzen-Rieslings präsent werden lassen. Dass die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz den 2017er Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Hochgewächs trocken mit der Goldenen Kammerpreismünze bewertet hat, ist der Beweis welcher Klasse-Riesling Elmar Schauß hier gelungen ist. Exzellent! 

Wir empfehlen diesen 2017 Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Hochgewächs Trocken "vom schiefrigen Kies" zu  "Petersfisch mit Garnelen und einer cremigen Dillsauce".

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

Absolut empfehlenswert! 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Schauß und können den Wein dort bestellen: https://www.weingut-schauss.de/

  Elmar Schauß
2017 Monzinger Halenberg Riesling Spätlese Trocken 

Weiter geht es mit diesem 2017er Riesling trocken, der in der Prädikatsstufe Spätlese ausgebaut worden ist. Die Trauben zu diesem Wein stammen aus der zweiten Spitzenlage des Weinguts Schauß, dem Monzinger Halenberg. Der Halenberg hat eine Größe von 7,5 Hektar, die Weine die dort wachsen besitzen einen unverkennbaren Charakter. Die Lage ist ein komplett nach Süden ausgerichteter Steilhang, der im oberen Abschnitt ein Gemisch von verschiedenen Schieferarten aufweist, während er im unteren Teil mit sandigen Lehmen durchsetzt ist. 

Bei der Pflege der Weinberge legt Elmar Schauß höchsten Wert auf die naturnahe Bearbeitung, die dem jeweiligen Standort optimal angepasst ist. Hier sieht der diplomierte Winzer eine der wesentlichen Voraussetzungen damit erstklassige Weine entstehen können, denn nur ein außergewöhnlicher Weinberg kann außergewöhnliche Trauben hervorbringen, die sich dann zu einem erstklassigen Wein vinifizieren lassen. Insgesamt bedarf es verschiedener Mosaiksteinchen, die optimal zusammengefügt werden müssen, so die Philosophie von Elmar Schauß. Dabei vertritt er die Devise: "Weniger ist oft mehr", was bedeuten soll, der Natur bei der Reife der Weine ihren freien Lauf zu lassen und nur dann einzugreifen wenn es unbedingt notwendig ist. 

Farblich präsentiert sich die 2017er Riesling Spätlese trocken in einem hellen Gelb mit grünlichen Reflexen. Auch jetzt sollte der Wein zunächst beatmet werden, bevor die Nase die Duftfülle überprüft. Das olfaktorische Ergebnis ist eine wunderbare Kombination von Aromen nach gelben Früchten und einer unverkennbaren Mineralik. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Anklänge und auch hier ist es eine perfekt eingebundene, angenehme Säure, die dem Wein viel Charakter und eine besondere Individualität verleiht. 

Die 2017er Monzinger Halenberg Riesling Spätlese trocken punktet mit seiner wunderbaren Balance aus Frucht, Mineralität und Säure, ist frisch, dabei elegant und besitzt einen langen Nachhall, der noch einmal alle Vorzüge dieses Rieslings Revue passieren lässt. Zudem besitzt der Wein eine ungemeine Trinkfreude, die spontan zu einem weiteren Glas animiert. Dies haben auch die Juroren der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz so empfunden und verliehen der 2017er Riesling Spätlese trocken ebenfalls die Goldene Kammerpreismünze. Grandios! 

Wir empfehlen diesen  2017er Monzinger Halenberg Riesling Spätlese trocken zu  einer "Meerbrasse mit Frühlingsgemüse"  

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Absolut empfehlenswert! 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Schauß und können den Wein dort bestellen: https://www.weingut-schauss.de/

 Elmar Schauß 
2016 Monzinger Frühlingsplätzchen Grauburgunder Trocken "Primus omnium" 

Es folgt nun ein ganz besonderes Highlight unter den ausgesuchten Weinen vom Weingut Schauß mit diesem 2016er Grauburgunder trocken. Elmar Schauß hat ihm den gutsinternen Titel"Primus omnium" verliehen, was so viel bedeutet wie: "Der Beste unter den Besten". Die Trauben zu diesem Wein stammen erneut aus der Spitzenlage, dem Monzinger Frühlingsplätzchen. Die Rebsorte Grauburgunder gehört zur Familie der Burgunder-Weine. 

Franz. Pinot Gris ist die Traube in Deutschland unter dem Namen Ruländer klassifiziert. In den 1980er Jahren wurde die Rebsorte hierzulande zunächst unter ihrem italienischen Begriff Pinot Grigio bekannt, wurden doch mehr oder weniger gute Pinot-Grigio-Weine aus Italien bei uns zum Kult. Die Nachfrage hat die Qualität dieser Weine allerdings nicht verbessert, eher das Gegenteil war der Fall. Die in Baden und in der Pfalz angebaute Grauburgunder-Rebe unter dem eingetragenen Namen Ruländer wurde durch einen besonderen Stil geprägt, hat man doch sehr reife und zum Teil edelfaule Trauben verarbeitet und so einen schweren, süßen Wein mit einem Botrytis-Ton erhalten. Erst Mitte der 1990er Jahre sind einige deutsche Winzer dazu übergegangen, den Grauburgunder neuen Stils zu prägen, indem die Trauben früher gelesen wurden und nur gesunde Trauben zur Vinifizierung kamen. Damit war der heutige Grauburgunder geboren, der sich mittlerweile hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreut, entstehen doch mittlerweile auch Weine auf allerhöchstem Niveau, wie der hier verkostete 2016er "Primus omnium"-Grauburgunder trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, sollte auch hier auf die nötige Belüftung des Grauburgunders geachtet werden, bevor die eigentliche Verkostung zunächst mit der Nase beginnt. Duftaromen, die an Birne, Mango, Mirabelle und Wiesenblumen erinnern, sind das olfaktorische Erleben. Diese Anklänge werden auch geschmacklich wunderbar bestätigt. Die richtige Säure trägt das Frucht-Ensemble großartig und gibt dem Wein eine erstaunliche Komplexität. Der 2016er Grauburgunder trocken besitzt eine beeindruckende Kraft und viel Schmelz, ist extraktreich und intensiv im Geschmack und durchaus voluminös. Die wunderbare Intensität des Grauburgunders überzeugt bis in den langanhaltenden Abgang hinein, ist dabei absolut frisch, bestens ausbalanciert und von einem herrlich vollen Geschmack. Hier ist jeder Schluck ein Erlebnis, wirklich beindruckend und begeisternd. 

Natürlich wurde auch dieser Wein mit der Goldenen Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Chapeau! 

Wir empfehlen diesen 2016er Monzinger Frühlingsplätzchen Grauburgunder trocken "Primus omnium"zu "Wachteln in Weinblättern  mit Wildreis".

Der 2016er Monzinger Frühlingsplätzchen Grauburgunder trocken "Primus omnium" hat kraftvolle 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Absolut empfehlenswert!! 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Schauß und können den Wein dort bestellen: https://www.weingut-schauss.de/

  Elmar Schauß
Monzinger Frühlingsplätzchen, Riesling "S"-feinherb

Zur Verkostung kommt nun dieser 2017er Riesling, der feinherb ausgebaut wurde. Mit dem im Etikett zugefügten "S" wird angedeutet, dass die Trauben von Rebstöcken in Steillagen stammen, hier aus der Lage Monzinger Frühlingsplätzchen. Das Frühlingsplätzchen ist ein nach Süden ausgerichteter Hang, der viele Mulden und Einbuchtungen besitzt und in denen auch neben den Südhängen auch viele Südost- und Südwestlagen zu finden sind. Bereits im 16. Jahrhundert wurde diese Weinbergslage urkundlich erwähnt, ihr Bekanntheitsgrad ging weit über die damaligen deutschen Lande hinaus. Bedingt durch die Größe der Lage und erdgeschichtliche Verwerfungen findet man alle an der Nahe vorkommenden Bodenarten, mit der Folge, dass die Weine aus dem Monzinger Frühlingsplätzchen durchaus unterschiedliche Geschmacksprägungen besitzen, je nach der Bodenbeschaffenheit auf der der Rebstock gewachsen ist. 

Das ist in dieser Form einmal in Deutschland und auch einmalig weltweit. Riesling ist als Rebsorte prädestiniert die Einflüsse des Bodens besonders geschmacklich umzusetzen. So ist es auch zu verstehen, dass, obwohl in derselben Lage gewachsen, die Geschmacksausprägungen sehr unterschiedlich ausfallen. Dies gilt übrigens für die gesamte deutsche Riesling-Landschaft und gibt dem deutschen Riesling auch seine bevorzugte internationale Stellung. 

Riesling ist eben nicht gleich Riesling, es kommt immer darauf an, wo er kultiviert worden ist. Und im Frühlingsplätzchen gewachsen zu sein, heißt per se mit zu den besten zu gehören, wie der hier verkostete 2017er Riesling "S" feinherb unzweifelhaft zeigt. 

Farblich überzeugt der Wein mit einem hellen Gelb und grünlichen Reflexen. Auch jetzt bitte auf die richtige Sauerstoff-Zufuhr achten, damit der Riesling zeigen kann, was wirklich in ihm steckt. Die olfaktorische Prüfung lässt Anklänge realisieren nach wunderbaren gelben Früchten wie Melone, Grapefruit, Pfirsich und Aprikosen, die reif und üppig erscheinen. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen sehr angenehm und überzeugend geschmacklich bestätigt. Die feine Säure sorgt gemeinsam mit der Frucht-Palette für ein sehr animierendes Frucht-Säure-Spiel und gibt dem Riesling zugleich eine ausgeprägte Fülle und ein zartes Nachspiel. 

Der 2017er Riesling "S" feinherb ist geschmacklich sehr präsent, fruchtbetont, dabei doch frisch und sehr einschmeichelnd. Über die richtige Trinkfreude verfügt er sowieso und über die Goldene Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ebenfalls. Top! 

Wir empfehlen  diesen Monzinger Frühlingsplätzchen, Riesling "S"-feinherb zu "Knoblauchgarnelen mit knusprigem Baguette"

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Absolut empfehlenswert! 

Peter J. und Helga König

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  Elmar Schauß
2017 Gewürztraminer Feinherb 

Als abschließender Weißwein wird nun ein 2017er Gewürztraminer verkostet, der feinherb ausgebaut wurde. Die Rebsorte Gewürztraminer ist eine der ältesten Traubenarten überhaupt, soll sie doch schon im antiken Ägypten angebaut worden sein, zudem später in Südosteuropa. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt ist die Traube im 11. Jahrhundert in Tramin in Südtirol, wonach sie auch benannt worden ist. Insgesamt ist die Bestockung mit Gewürztraminer von allen Rebsorten eher überschaubar, der häufigste Anbau findet im Elsass statt, wo wir von einer Rebfläche von etwas über 3000 Hektar sprechen. 

In Deutschland ist der Gewürztraminer maximal nur um ein Drittel verbreitet, wobei der Anbau sich hauptsächlich auf Rheinland-Pfalz beschränkt und hier in erster Linie auf das Anbau-Gebiet Pfalz mit etwa 400 Hektar, gefolgt von Rheinhessen mit ungefähr 170 Hektar. An der Nahe wird dann noch eine Bestockung von etwa 30 Hektar erreicht, sodass man doch eher von einem Exoten sprechen kann. 

Dies tut der Traube an sich absolut keinen Abbruch, denn wer das richtige Terroir hat und versteht den Gewürztraminer optimal zu kultivieren, kann schließlich ganz vorzügliche Weine kreieren, die einen ganz überzeugenden Geschmack aufweisen und die es schaffen von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ebenfalls mit der Goldmedaille ausgezeichnet zu werden, wie hier dieser 2017er Gewürztraminer feinherb vom Weingut Schauß. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem hellen Goldgelb mit brillanten Reflexen. Nach der notwendigen Beatmung des Gewürztraminers wird die Nase von feinen Aromen beglückt, die an den Duft von Rosenblättern erinnern und von Anklängen nach Litschi, Bitterorange und Marzipan begleitet werden. Im Mund und am Gaumen werden die fruchtigen Nuancen bestens geschmacklich bestätigt und durch eine harmonische Säure ergänzt. 

Der 2017er Gewürztraminer zeichnet sich durch seine intensiven Aromen aus. Die richtige Säure sorgt dafür, dass diese nicht zu dominant werden und der Wein jederzeit frisch und geschmacksintensiv angenehm wahrgenommen wird. Geschmacklich ist alles perfekt, hier stimmt es einfach, zumal der 2017er Gewürztraminer feinherb sehr animierend komplett überzeugt. Da bekommt auch der eingefleischte Riesling-Freund die richtige Trinkfreude und wird überrascht sein, wie wunderbar ein solch hervorragender Gewürztraminer schmeckt. 

Á la bonne heure! 

Wir empfehlen diesen 2017er Gewürztraminer feinherb zu  einer "Schweinlende mit Salbei und Kapern".

Der 2017er Gewürztraminer feinherb hat beachtliche 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

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 Elmar Schauß
2015 Monzinger Pinot Noir Rotwein Trocken 

Kommen wir zum Abschluss unserer interessanten Verkostung zu diesem 2015er Pinot Noir, der trocken ausgebaut wurde. Die Trauben zu diesem Rotwein stammen alle aus Monzinger Lagen. Pinot Noir ist die französische Bezeichnung für den Spätburgunder, der auch unter der Bezeichnung Blauer Burgunder bekannt ist. Spätburgunder wird von vielen als der König der Rotweine bezeichnet, sein Anbau findet weltweit statt, zumeist in kühleren Regionen. Frankreich hat mit Abstand die größte Anbauflache für Pinot Noir, hier wird etwa ein Drittel der weltweiten Weine erzeugt. 

Neben der Cote d´Or im Herzen von Burgund, wo Pinot Noir die einzig zugelassene Rotweinsorte zur Erzeugung von Qualitätsweinen ist, besteht in der Champagne für Pinot Noir die größte Anbau-Fläche mit 38% noch vor den Rebsorten Chardonnay und Schwarzriesling. Grund ist die Tatsache, dass Pinot Noir der wichtigste Bestandteil für Champagner ist. Auch in Deutschland hat Pinot Noir, hier Spätburgunder, eine ganz wichtige Bedeutung bei den Rotweinen, sind doch immerhin fast 12% der deutschen Rebflächen mit Spätburgunder bestockt. 

In Deutschland als der drittgrößte Erzeuger von Pinot Noir, hinter Frankreich und den USA, kultiviert allein die Anbau-Region Baden mehr Spätburgunder als Australien oder Neuseeland. Doch auch in anderen Wein-Gebieten werden ganz hervorragende Spätburgunder angebaut, etwa an der Ahr und auch an der Nahe. Auch hier kommt es auf die besonderen Lagen an, auf das geeignete Terroir mit ausreichender Sonne und Wärme. In bestimmten Lagen in Monzingen mit seinem speziellen Kleinklima sind die Bedingungen für einen exzellenten Spätburgunder perfekt, wie der hier verkostete 2015 Pinot Noir eindeutig zeigt.

Farblich überzeugt der Spätburgunder im Glas mit einem dunklen Burgunderrot. Hat bereits der Weißwein Sauerstoff zum richtigen Öffnen benötigt, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Es wäre doch zu schade, nicht die kompletten Aromen dieses wunderbaren Spätburgunders nicht wahrzunehmen. Zudem zeigt der Verkoster damit seinen Respekt vor dem Wein und dem Winzer der ihn erzeugt hat. Also bitte, das Beatmen nicht vergessen. 

Der 2015er Spätburgunder trocken dankt es mit wunderbaren Anklängen nach Kirschen, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und Vanillenoten, ebenso durch leichte Bittermandel-Nuancen. Die geschmackliche Bestätigung in Mund und Gaumen ist eindeutig und ganz wunderbar.

Der Rotwein ist vielschichtig, ausdrucksstark und kraftvoll, dabei doch angenehm rund und weich und sehr präsent. Beim langen Nachhall zeigt sich noch einmal die wunderbare Balance von roten und dunklen Früchten, der wohl integrierten, die Fruchtaromen tragenden Säure und das weiche, samtige Empfinden, das diesen 2015er Spätburgunder trocken ganz besonders auszeichnet. Dieser Pinot Noir macht richtig Spass, absolut ein Trinkvergnügen pur. Superb! 

Wir empfehlen diesen 2015 Monzinger Pinot Noir Rotwein Trocken zu einem "Rinderfiletsteak mit grünem Pfeffer, Röstkartoffeln und Kenia-Bohnen".

Der Rotwein hat richtige 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

 Absolut empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

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 Weingut Schauß
Nachdem wir jetzt mit viel Respekt, Freude und großer Neugierde die 5 Weißweine und den Pinot Noir vom Weingut Schauß aus Monzingen/Nahe verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine sind von exzellenter Qualität und höchstem Niveau und dies hat natürlich mit den Spitzenlagen zu tun, die Familie Schauß ihr Eigen nennt. Sowohl das Monzinger Frühlingsplätzchen als auch der Monzinger Halenberg besitzen das geeignete Terroir um große Weine dort zu erzeugen. Dazu ist unbedingt eine akribische, naturnahe Pflege der Weinberge nötig, der sich Elmar Schauß und seine Winzerfamilie unbedingt verpflichtet fühlen. Nur so, bei optimalen Bedingungen, können überhaupt Spitzenweine, wie wir sie hier verkosten durften, entstehen. 

Aber die erstklassigen Trauben müssen auch noch professionell und sehr kenntnisreich auf die Flasche gebracht werden, durch eine sehr schonende Verarbeitung im Keller und der Erkenntnis, dass die Weine in aller Ruhe heranreifen können. Dies hat Elmar Schauß sich zwingend auf die Fahne geschrieben, es ist seine Philosophie für einen ganz außergewöhnlichen Wein. Sie alle besitzen einen ganz eigenen Charakter, eine erkennbare Individualität und eine ganz besondere Klasse, eben Schauß-Weine aus Monzingen. Dabei steht der Riesling ganz im Vordergrund, er ist die Hauptrebsorte im Gut. 

Aber auch die anderen, hier verkosteten Rebsorten wie Grauburgunder, Gewürztraminer und Pinot Noir besitzen das gleiche Spitzen-Niveau wie der Riesling, sie alle schmecken einfach phantastisch. Und wir stehen mit unserem Urteil nicht allein, wenn man sich die Goldenen und Silbernen Kammerpreismünzen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz betrachtet die jedes Jahr aufs Neue an das Weingut Schauß vergeben werden. Hier hat Spitzen-Qualität geradezu Tradition.

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

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Weingut Juris- Gols - Burgenland/ Österreich 2 Weissweine, 3 Rotweine und 1 Sekt Rosé

 Herta und Axel Stiegelmar
Das Weingut Juris hat sein Zuhause in Gols im Burgenland in Österreich. Hier inmitten der Weinbau-Gemeinde Gols ganz in der Nähe des nordöstlichen Ufers des Neusiedlersees, betreibt die Familie Stiegelmar seit vielen Generationen sehr erfolgreich Weinbau. Urkundlich erwähnt wurde das Gut zum ersten Mal im Jahre 1571. Mehr Tradition beim Erzeugen von Weinen geht praktisch kaum noch. Das Weingut Juris, das heute von Axel Stiegelmar und seiner Frau Herta verantwortet wird, kultiviert derzeit 18 Hektar Rebfläche in den Spitzenlagen von Gols, die da sind: Altenberg, Ungerberg, Edelgrund, Hochreit, Haide, Breitenteil, Goldberg und Haideboden. 

Das Weingebiet von Gols besteht aus den zwei großen Gebieten, den Hanglagen an der Parndorfer Platte, die als Südlagen hauptsächlich Quarz und Kies bodenmäßig aufweisen, wo an manchen Stellen pannonischer Lehm zu Tage tritt, außerdem aus den Lagen im Seewinkel, dem östlichen Teil der kleinen ungarischen Tiefebene, die durch zwischeneiszeitliche Sedimentation sehr unterschiedliche Bodenformen wie Quarz und Kies hervorgebracht hat. Das Klima hier ist das wärmste in ganz Österreich mit den meisten Sonnenstunden. 

 Foto: Helga König
Georg Stiegelmar, der Vater von Axel, begann 1965 als er das Weingut Juris von seinen Vorfahren übernahm mit der Erzeugung hochwertigster Weine, wobei sich das Gewicht peu à peu auf den Rotwein verlagert hat, sodass heute schließlich bei Juris 80% Rotwein erzeugt wird, 15% Weißweinsorten und 5% Süßwein. Alle weißen Sorten sind gleichermaßen wichtig, sie haben im Gut den gleichen Stellenwert wie die Spitzen-Rotweine. Zugegeben Axel Stiegelmar hat in seinem Vater Georg ein wahrlich großes Vorbild, hat dieser doch mit seinen innovativen Ideen beim Wein-Kreieren nicht nur als einer der ersten Winzer in Österreich den Barrique-Ausbau gefördert und präferiert, er wurde auch mit dem Titel "Winemaker oft the year 95" bei der internationalen Wine and Spirit Competition in London ausgezeichnet, wo der weltberühmte Winzer aus Nappa Valley Robert Mondavi als damaliger Präsident der Competition Georg Stiegelmar in seiner Laudatio diesen Titel mit "The total command of winemaking" überreichte. 

Diese Auszeichnung ist bisher einmalig für ein österreichisches Weingut. Ähnlich bedeutend war die Verleihung der "Austrian Red Trophy", an den St.Laurent 93 Barrique, die in London zum ersten Mal übergeben wurde. Bis dato hatten österreichische Rotweine nur sehr selten eine solche internationale Reputation gefunden. Es waren Axel Stiegelmars Eltern Georg und Theresia Stiegelmar, die mit entscheidend für die Qualitäts-Offensive im Weinbau-Gebiet Neusiedlersee stehen, sie haben das Terroir im Burgenland genutzt, um allerbeste Weine dort zu etablieren und mittlerweile sind viele Weingüter aus der Region gefolgt, alle beseelt von einer unübertrefflichen Top-Qualität. Sie alle haben sich zusammengeschlossen im Verein "Renommierte Weingüter Burgenlands". 

 Axel Stiegelmar  
Der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Baum, da ist es ja nicht verwunderlich, dass Axel Stiegelmar alles daran setzt, ebenfalls Weine von Weltruf zu kreieren, zumal er jetzt als Verantwortlicher für das Weingut Juris in seinen Eltern meisterliche Unterstützung und Beratung hat. Seine Lehrjahre haben ihn nach der Ausbildung in der Weinbauschule Klosterneuburg zu so berühmten Weingütern wie Chateau Canon la Gaffeliere (St. Emilion) von Graf Neipperg und Chateau la Mondotte geführt, ebenso zu Robert Mondavi Winery und dem Gut Opus One. Ende des Jahres 1990 ist Axel Stiegelmar dann in das elterliche Weingut Juris eingestiegen. 

Abgestimmt auf das Terroir mit seinen Böden aus Quarz und Sand und seinem pannonischen Klima werden bei den Rotweinen diese Rebsorten angebaut, die als rote Traubenarten etwa 81% der gesamten Erzeugung ausmachen, davon: St. Laurent (29%), Pinot Noir (27%), Blaufränkisch (15%), Cabernet Sauvignon(11%), Merlot (11%) und Zweigelt(7%). Bei den Weißweinen, die entsprechend 19% der gesamten Rebfläche einnehmen, sind es: Chardonnay (60%), Sauvignon blanc (18%), Welschriesling (9%), Muskat Ottonel (8%) und Gewürztraminer (5%). 

 Weingut Juris
Familie Stiegelmar setzt alles daran. Spitzenweine zu schaffen, die sich durch Ausgewogenheit, Komplexität und Eleganz auszeichnen. Dieses ist nur möglich, wenn dies im Einklang mit der Natur geschieht, verbunden mit dem Respekt vor der Natur und dem Rebstock. Niedrige Ernteerträge, hohe Pflanzendichte, optimaler Reb- und Laubschnitt und der richtige Erntezeitpunkt sind die Kriterien, die letztendlich zu gesundem, hochreifem Erntegut führen, das sich optimal vinifizieren lässt und als Ergebnis Weine von Weltruf hervorbringt. Und dass solche Pretiosen im Weingut Juris entstehen, zeigt allein die kaum überschaubare Fülle von Prämierungen (z.B. zuletzt: Hongkong Cathay Pacific Wine and Spirit Competition 2018, Gold für 2015 Pinot noir Ried Haide, Gold für 2015 Blaufänkisch Ried Ungerberg) und die Zahl der herausragenden Artikel in den renommiertesten Publikationen, die sich mit den allerbesten Weinen weltweit befassen, etwa den Wein- und Genuss-Magazinen Falstaff, Feinschmecker, Gault Millau, vinaria, à la carte und Vinum, um nur einige zu nennen. 

Und bevor es nun zu der wirklich spannenden und mit viel Respekt erwarteten Verkostung der 6 Weine vom Weingut Juris kommt, sei noch erwähnt, dass Familie Stiegelmar nach der Ostöffnung an alte Zeiten der Österreich-Ungarischen Liaison anknüpft und sich am Plattensee einen Weinberg gekauft hat, im Weinbau-Gebiet Badascony an der Westseite des Balaton. Hier werden fruchtige Weißweine der Sorte Pinot Gris und seit 2007 auch ein kräftiger Syrah erzeugt. 

Nun aber in medias res, wir freuen uns auf grandiose Weine aus dem Burgenland, geschaffen von einer Winzer-Dynastie, die mit an der Spitze der weltbesten Winzer steht, von Familie Stiegelmar und ihrem Weingut Juris: 

 Axel und Herta Stiegelmar   
2017 Chardonnay Ried Altenberg trocken 

Beginnen wollen wir unsere edle Verkostung der Ausnahme-Weine vom Weingut Juris mit diesem 2017er Chardonnay, der trocken ausgebaut wurde und dessen Traubengut in der Golser Spitzenlage Altenberg gewachsen ist. Der Altenberg- Chardonnay ist in der gutseigenen Produkt-Linie "Golser weiß" gelistet. Die Rubrik Golser umfasst Weißweine aus Rebgärten, deren Stöcke jünger als 15 Jahre sind. Sie zeichnen sich durch ihre besondere Rebsorten-Typizität aus. Die Vergärung hat im großen Holzfass stattgefunden, das gebraucht den Sortencharakter nicht überdeckt. Danach folgte eine intensive, 6-monatige Hefelagerung. Die Rebsorte Chardonnay ist eine der bekanntesten, weltweit verbreiteten Weisswein-Sorten mit hohem Qualitäts-Potential. Die Rebe bringt an den unterschiedlichsten Standorten in der Welt sehr ansehnliche Wein-Qualitäten. Die berühmtesten Chardonnay-Weine wachsen in den französischen Weinbau-Gebieten von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis.

Auf der Rangliste der meist angebauten Rebsorten nimmt Chardonnay den 5.Platz ein, nach Cabernet Sauvignon, Merlot, Airén und Tempranillo. In Österreich steht die Traube auf Rang 6, mit 5,2% der Weißwein-Anbaufläche. Hier halten sich das Burgenland und die Region Niederösterreich bei der Bestockung in etwa die Waage an der Spitze. Wie wichtig Chardonnay im Weingut Juris ist, zeigt allein die Tatsache, dass 60% aller Weissweine von dieser Premium-Rebsorte stammen. Da lässt sich exakt daraus schließen, dass das Terroir für Chardonnay hier geradezu ideal ist, mit den Quarz- und Sandböden und dem warmen Kontinental-Klima in der trockenen Pannonischen Tiefebene, sodass die Trauben optimal und gesund ausreifen können. Und wie ausgezeichnet das Rebgut in der Lage Altenberg ist, zeigt eindrucksvoll der hier verkostete 2017er Chardonnay trocken, der von Falstaff mit 91 Punkten, von à la carte mit 92 Punkten und von Vinaria mit 3 Sternen bewertet wurde.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben, leicht grünlichen Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die man niemals einen Wein verkosten sollte, ist es wichtig, ihn zunächst mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Das Glas kontinuierlich zu schwenken, hilft da immer. Danach zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Grapefruit, Mango, Mandarine, Banane und feine Kräuter erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und durch eine wunderbar integrierte Säure ergänzt. Es ist diese Säure, die die Fruchtnuancen optimal trägt, sodass ein großartiger Frucht-Säure-Bogen den Verkoster komplett einnimmt.

Der 2017er Chardonnay trocken hat viel Kraft, ist saftig und elegant, durchaus komplex und besitzt eine lebendig-straffe Struktur. Der lange Nachhall zeigt noch einmal deutlich Noten von Limette und Physalis, ebenso die gesamte Frucht-Palette, die den wunderbaren Geschmack des 2017er Chardonnay insgesamt ausmacht, einschließlich dieses grandiosen Volumens, das einfach nur begeistert. Dabei werden Parallelen zu einem Chablis Grand Cru wach, wobei der hier verkostete Altenberg-Chardonnay das Spiel mit der feinen Säure und dem großen Frucht-Potpourri noch intensiver beherrscht. Grandios!

Wir empfehlen diesen 2017 Chardonnay Ried Altenberg trocken zu  "Linguine mit Garnelen und Pilzen"

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 7 bis 9 Grad Celsius verkostet werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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  Axel Stiegelmar  
2017 Golser Muskat Ottonel trocken 

Es folgt nun ein weiterer Weisswein aus der Produkt-Linie Golser mit diesem 2017er Muskat Ottonel, der trocken ausgebaut wurde. Die Rebsorte Muskat Ottonel stammt wahrscheinlich aus Frankreich, näher beschrieben von Angers am Fluss Maine, wo um 1850 die Rebe zunächst aus einem Sämling selektiert wurde, um anschließend verbreitet zu werden. Als Eltern gelten die Rebsorten Gutedel (Chaselas) und Ingram´s Muscat. Muskat Ottonel bevorzugt fruchtbare, kräftige Böden an windgeschützten, sonnigen Standorten mit guter Wasserversorgung. Das Burgenland am Neusiedlersee ist das bestens geeignete Terroir für die Rebe, deshalb ist Muskat Ottonel hier auch in größerer Bestockung zu finden, allerdings in einer überschaubaren Größenordnung von etwa 350 ha insgesamt in Österreich. Größere Anbau-Gebiete sind weiter östlich zu finden, etwa in Ungarn (1300ha), Moldawien (1500ha), Bulgarien (3200ha) und führend Rumänien (3600ha).

Im Weingut Juris besteht der Anteil bei den Weissweinen für Muskat Ottonel etwa bei 8% der weißen Rebsorten. Der Ausbau des Weines hat im Edelstahltank bei einer kühlen Vergärung stattgefunden.

Farblich zeigt sich der 2017er Golser Muskat Ottonel trocken in einem hellen Strohgelb mit brillanten Reflexen. Auch jetzt sollte der Wein zunächst richtig belüftet werden, damit er sein ganzes Duft- und Geschmacks-Potential offerieren kann. Danach zeigen sich Duftaromen in der Nase nach Muskat, Litschi, Pfirsich und Holunder, ebenso ein feiner würziger Duft nach Rosen und leichte Zitrusnoten. Geschmacklich werden diese Nuancen sehr angenehm bestätigt, wobei der 2017er Muskat Ottonel eindeutig zeigt, wie trocken durchgegoren er Mund und Gaumen überzeugt.

Der Wein punktet mit seiner angenehmen Säure, die bestens integriert, die ideale Balance mit den Frucht-Komponenten bildet. Saftig und intensiv im Geschmack zeigt der Muskat Ottonel bei seinem langen Finish, wie wohlschmeckend und animierend er ist. Da bleibt es nicht bei einem Glas, zumal der Wein sich gerade bei schönen Sommerabenden auf der Terrasse als idealer Begleiter zeigt, zur Erfrischung und Erbauung. Wunderbar!

Wir empfehlen diesen 2017 Golser Muskat Ottonel trocken  zu "Nudeltalern gefüllt mit Wolfsbarsch, gekrönt von geschmolzenen Cocktailtomaten".

Der 2017er Golser Muskat Ottonel trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 7 bis 9 Grad Celsius getrunken werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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  Axel und Herta Stiegelmar  
2016 Golser St. Laurent trocken 

Weiter geht es mit dem ersten von drei ganz exzellenten Rotweinen, wie sie im Weingut Juris erzeugt werden und wodurch die Familie Stiegelmar seit Jahrzehnten absolut geschätzt wird, natürlich auch ganz besonders prämiert. Es handelt sich hierbei um einen 2016er St. Laurent, der durch den Ausbau trocken ist und der zur gutseigenen Rubrik "Golser rot" gehört. Hier sind Rotweine gelistet, die aus Rebgärten stammen, deren Bestockung jünger als 15 Jahre ist. Die Weine sind zwischen 6 und 12 Monate im Holzfass gelagert, und das Hauptaugenmerk liegt auf einem fruchtbetonten Ausbau. Die Rebsorte St. Laurent ist eine hocharomatische Rotwein-Sorte der Burgunder-Familie. Aus Frankreich stammend, hat sie ihren Weg über Deutschland nach Österreich gefunden, wo sie erstmalig im Stift Klosterneuburg ausgepflanzt und von dort weiter verbreitet wurde.

Heute gilt St. Laurent als typische österreichische Sorte und gerade am Neusiedlersee ist ihr Anbau landesweit am meisten verbreitet. Nur die Tschechische Republik und die Slowakei können geringfügig größerer Anbau-Flächen vorweisen. Am Neusiedlersee gedeiht St.Laurent besonders prächtig, was wiederum mit den exzellenten Wachstums-Bedingungen hier für die Rebe zusammenhängt. Axel Stiegelmar nutzt diese Präferenz ausgiebig, deshalb sind auch 29% seiner roten Anbaufläche mit St. Laurent bestockt. Hier entstehen Ausnahme-Rotweine, so wie der jetzt verkostete 2016er Golser St.Laurent trocken.

Im Glas überzeugt der Wein farblich mit einem tiefdunklen Granatrot mit violetten Reflexen. Hat der Weisswein bereits genügend Sauerstoff benötigt, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Nur so kann er sich richtig öffnen und sein gesamtes Potential anbieten. Es empfiehlt sich daher vor der Verkostung die Flasche zu öffnen, besser noch den 2016er St.Laurent trocken in einen Dekanter zu füllen, damit er richtig beatmet wird.

Er dankt es anschließend mit seiner wunderbaren Fülle an Aromen und seiner ausgeprägten,  geschmacklichen Intensität. Die Nase darf sich auf Anklänge freuen, die an Weichsel- und Kirschfrucht erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt, wobei sich zeigt wie kraftvoll und sortentypisch der St. Laurent daherkommt. Ausgestattet mit einer gut eingebunden Tannin-Struktur, extraktreich und durchaus komplex, werden bei einem langen Abgang zusätzlich noch dezente Karamelltöne und leichte Röstnoten wahrgenommen. Der Wein ist vollmundig, bestens ausbalanciert und angenehm weich und präsent.

Der 2016er St. Laurent trocken eignet sich vortrefflich für ein wunderbares Glas Rotwein, wobei ein zweites auch nicht zu verachten ist, dafür schmeckt er einfach zu gut. Herrlich!

Wir empfehlen diesen 2016 Golser St. Laurent trocken  zu  "Hirschrückenmedaillons mit Haselnussknöpfle und  Sanddornbeeren"

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 15 Grad Celsius verkostet werden. 

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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  Axel Stiegelmar  
2016 Pinot Noir Reserve trocken

Es folgt nun dieser großartige 2016er Pinot Noir aus der Produkt-Linie Reserve. Hierbei handelt es sich um Rotweine deren Traubengut von Rebstöcken stammen mit einem Mindestalter von 15 Jahre. Nachdem das jugendliche Alter des Rebstockes überwunden ist, verstärkt sich das Wachstum der Wurzeln gegenüber dem Austrieb. Dies hat zur Folge, dass die Trauben kontinuierlich mit mehr Mineralien aus dem Boden versorgt werden, was wiederum den Weinen zugutekommt, da sie ausdrucksstärker und stoffiger werden.

Dem hier verkostete 2016er Pinot noir Reserve wurde eine längere Maischestandzeit bei der Gärung zugebilligt, was dazu geführt hat, dass er kompakter wurde und ein reifer Körper sich entwickeln konnte. Danach wurde er ein Jahr lang im Barrique-Fass ausgebaut und erhielt schließlich noch ein halbes Jahr Reife im großen Eichenfass. So wird auch klar, dass der 2016er Pinot noir Reserve sich für eine lange Lagerung eignet, etwa 15 bis 20 Jahre. Auch auf der Flasche wird der Spätburgunder noch einige Zeit reifen, bis er schließlich seinen geschmacklichen Zenit erreicht und danach noch viele Jahre die Freunde eines exzellenten Pinot noir begeistern wird, dem Barrique sei Dank. Und wer es noch nicht wissen sollte, Pinot noir ist nicht nur eine der ältesten roten Rebsorten überhaupt in Europa, er ist auch einer der hochwertigsten und für viele gilt er auch als der König unter den Rotweinen.

In Österreich werden etwa 4% der Rotweinfläche mit Pinot noir bestückt, das Burgenland und Niederösterreich sind auch hier bei der Bestockung führend. Wie außerordentlich dieser 2016er Pinot Noir tatsächlich ist, zeigt auch die Punkte-Bewertung des Wein-Magazins Falstaff, denn sie haben diesen Ausnahme-Rotwein mit herausragenden 91 Punkten bewertet.

Farblich präsentiert sich der Edel-Pinot in einem kräftigen Rubingranat mit violetten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf den notwendigen Sauerstoff, damit der Spätburgunder exakt zeigen kann, was in ihm steckt. Es empfiehlt sich die Flasche etwa zwei Stunden vor der Verkostung zu öffnen, besser noch die Pinot Reserve wird entsprechend dekantiert, damit die Gerbstoffe sich verflüchtigen können und die wunderbaren Aromen frei gesetzt werden. Danach zeigen sich olfaktorisch rote Beerenfrüchte, wie Brombeeren, Himbeeren, rote Johannisbeeren, aber auch Kräuternoten und Tabakwürze. Geschmacklich werden diese von der Nase registrierten Nuancen komplett bestätigt und durch ein bestens integriertes Tannin-Gerüst unterstützt. Der 2016er Pinot noir Reserve besitzt einen mittleren Körper, ist ausdrucksstark, elegant, dabei sehr animierend und ist fruchtsüß im Abgang, langanhaltend und durchaus komplex im Nachhall. Dieser Pinot noir ist ein absolutes Geschmacks-Erlebnis, trinkt er sich doch ganz besonders gut und sorgt so für eine maximale Trinkfreude. Á la bonne heure!

Wir empfehlen diesen 2016 Pinot Noir Reserve trocken zu "Gebratener Entenbrust mit Steinpilzrisotto und Spitzkohlgemüse"

Der 2016er Pinot noir Reserve hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 Grad Celsius genossen werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf  den Link, dann gelangen Sie zum Weingut  Juris und können den Wein dort bestellen: http://www.juris.at/

  Axel und Herta Stiegelmar  
2015 INA´MERA Reserve trocken 

Den Abschluss der drei Top-Rotweine aus dem Weingut Juris wird mit dieser Cuvée 2015er Ina´mera Reserve gemacht, ebenfalls trocken ausgebaut. Die Cuvée setzt sich zusammen aus 40% Cabernet Sauvignon, 30% Blaufränkisch und 30% Merlot. Alle 3 roten Rebsorten gedeihen ganz prächtig in den Spitzenlagen von Familie Stiegelmar in der pannonischen Tiefebene am Rand des Neusiedlersees. Axel Stiegelmar und sein Team haben alles unternommen, damit allerbestes Traubengut entstehen kann, durch naturnahe Pflege der Weingärten, reduktiven Rebschnitt, selektive Handlese und eine absolut schonende Verarbeitung im Keller. Dort hat die Cuvée ein Jahr lang in neuen Barriques Allier (Eichenholz aus dem Departement Allier/Frankreich) verbracht, um anschließend noch einmal ein halbes Jahr im großen Eichenfass zu reifen. Dieser Barrique-Ausbau prädestiniert den exzeptionellen Rotwein äußerst lange zu lagern, mindestens 15 bis 20 Jahre, wobei er auf der Flasche noch nachreift, seinem grandiosen Höhepunkt entgegen.

Auch hier ist es angetan, die Cuvée zunächst zu dekantieren, zumindest ihr Minimum zwei Stunden Sauerstoff zu gestatten, durch das Öffnen der Flasche. Welch sensationeller Rotwein hier im Weingut Stiegelmar kreiert worden ist, wird auch durch die Bewertungen der Wein-Magazine von Falstaff, à la carte, Gault-Millau und Vinaria deutlich. Dabei hat Falstaff 94 Punkte vergeben, à la carte ebenfalls 94 Punkte, Gault Millau 17 Punkte und Vinaria 4 Sterne + Tipp.

Alle Auszeichnungen bewegen sich am obersten Rand der Bewertungs-Skalen, sodass man hier wirklich von einem Ausnahme-Rotwein sprechen muss. Es ist diese Qualität wie diese 2015er Cuvée Ina´mera Reserve, die zeigt, auf welchem hohen Level gerade die Weine aus dem Burgenland angekommen sind, sie genießen Kult-Status und werden weltweit äußerst geschätzt.

Im Glas präsentiert sich die Ina´mera Cuvée in einem dunklen Rubingranat mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Über das Beatmen des Rotweines wurde zuvor schon erschöpfend gesprochen, also bitte auf keinen Fall vergessen. Die Nase wird hernach mit Anklängen beglückt, die eine wahre Aromenfülle aufweist, als da sind Brombeeren, Blutorange, Heidelbeeren, Edelholzwürze, Cassis und ein Hauch Nougat. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Anklänge bestens geschmacklich bestätigt und durch eine Röstaromatik ergänzt. Gut eingebundene, ausgeprägte Tannine ergänzen den Geschmacksbogen und geben der Cuvée Kraft, Fülle, Komplexität und einen ganz besonderen Charakter. Der Wein ist saftig und körperreich und punktet mit einer beeindruckenden Länge, wo noch einmal alle geschmacklichen Vorzüge dieser großen Cuvée Revue passieren.

Diese 2015er Ina´mera Reserve hat es absolut verdient, nicht in Vergessenheit zu geraten, deshalb sollte sie in aller Ruhe und großem Interesse Schluck für Schluck verinnerlicht werden. Chapeau!

Wir empfehlen diesen 2015 INA´MERA Reserve trocken  zu einem "Lammrücken mit Kräuterkruste,  Bohnen und Polena"-

Die Cuvée hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 Grad Celsius genossen werden.

 Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf  den Link, dann gelangen Sie zum Weingut  Juris und können den Wein dort bestellen: http://www.juris.at/

  Axel Stiegelmar  
2015 Rosé-Sekt Brut St. Laurent Traditionelle Flaschengärung 

Last but not least wollen wir noch diesen wunderbaren Sekt verkosten. Es handelt sich dabei um einen 2015er Rosé-Sekt, der brut bei der zweiten Gärung ausgebaut wurde, und dessen Grundwein ein Rosé auf der Basis der Rebsorte St. Laurent ist. Die zweite Gärung hat auf der Flasche stattgefunden, nach der "Methode Champenoise", im Deutschen auch unter dem Begriff "Traditionelle Flaschengärung" bekannt. "Brut" ist Französisch und bedeutet so viel wie herb und besagt, dass der Sekt eine Restsüße von 15 Gramm pro Liter nicht überschreiten darf. Obwohl der Restzucker im Verhältnis zum trocken Wein weitaus höher ist, dieser darf nicht höher sein als 9 Gramm pro Liter, schmeckt der Sekt doch herb, was durch die Kohlensäure der zweiten Gärung bedingt ist. Die Lagerung auf der Hefe hat mindestens ein Jahr stattgefunden. Entscheidend ist bei einem Spitzensekt neben der klassischen Flaschengärung primär der Grundwein, der zur Versektung genommen worden ist. Hier gilt die Erkenntnis, dass ein Sekt nur so gut sein kann, wie der Stillwein, der versektet wurde.

#Axel_Stiegelmar hat hier einen seiner ganz besonderen Rotweine genommen, einen St.Laurent aus den besten Lagen seines Gutes. Diese rote Traube wurde als Rosé vinifiziert und verbindet damit den Charakter des Rotweines mit der Frische eines Weissweines. Bei der Flaschengärung wird dann noch zusätzlich dem Sekt seine ganz spezielle Note mit Hilfe der Dosage gegeben und bestimmt wie hoch der Restzucker letztendlich sein soll, um ihn dann wie hier "brut" zu klassifizieren.

Nachdem der Sekt ins Glas gegossen wurde, nimmt das Auge neben dem leuchtenden Himbeer-Rot sofort das schäumende Mousseux wahr, das peu à peu in eine besonders feine Perlage übergeht. Dabei wird sofort Frische signalisiert, animierende Frische, die sofort Lust auf einen ersten Schluck macht. Die Nase erfreut sich gleichzeitig an einem Hauch von rosa Grapefruit und Nuancen von Waldbeeren. Im Mund und am Gaumen dann entzückt der 2015er Rosé brut St. Laurent  geschmacklich mit feinen Himbeer-Anklängen, die Perlage sorgt für eine großartige Animation der Geschmacksempfindung, extraktreich, mit einem langen Finish, das neben dieser wunderbaren Frische auch noch einmal den Fruchtaromen Ausdruck verleiht. Da freut man sich doch gleich auf den zweiten Schluck.

Bei einem festlichen Empfang ein geschmackvolles Highlight, eignet sich der Rosé brut St. Laurent auch bestens zu einem stilvollen Díner und als Überraschung bei tauter Zweisamkeit ist er ideal. Superb!

Wir empfehlen diesen 2015er Rosé brut St. Laurent zu "Überbackenen Austern mit Käse-Mandel-Streusel"

Der 2015er Rosé brut St. Laurent hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 Grad Celsius verkostet werden.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Nachdem wir jetzt die 2 Weissweine, die 3 Rotweine und den Spitzensekt verkostet haben, jetzt unser Fazit:

 Foto: Helga König
Alle hier verkosteten Weine, der Chardonnay, der Muskat Ottonel, der St.Laurent, der Pinot noir, die Cuvée Ina´mera Reserve und der Rosé-Sekt sind auf einem ganz außerordentlichen Qualitäts-Niveau, hier handelt es sich um Pretiosen höchsten internationalen Standards. Dass dies so ist, hat natürlich mit den Spitzenlagen in Gols zu tun und dem optimalen Terroir. Die Kunst des absoluten Weinmachens ist allerdings dabei, Terroir und Rebsorten so miteinander in Einklang zu bringen, dass solche Spitzen-Weine daraus entstehen können. 

Axel Stiegelmar und seine Frau Herta haben dort angeknüpft, wo die Eltern Georg und Theresia Stiegelmar, eindrucksvoll und weltweit anerkannt, begonnen haben, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden und innovativ große burgenländische Weine zu erzeugen. Diese besitzen ihren unverkennbar eigenen Charakter, sind ausgewogen und komplex, elegant, sortentypisch und Terroir-geprägt. Handwerklich absolut, entstehen so Weine, die wir als fast unübertrefflich empfunden haben, mit einem großartigen, herrlichen Geschmack. Für uns gehören die Weine von Familie Stiegelmar zum allerbesten was Österreich zu bieten hat, nein, was weltweit an Spitzenweinen erzeugt wird. Deshalb mit höchstem Respekt: 

Absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf  den Link, dann gelangen Sie zum Weingut  Juris und können den Sekt dort bestellen: http://www.juris.at/

Fotos: Weingut Juris


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