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Weingut Raddeck Nierstein/ Rheinhessen 6 Weissweine und 2 Rotweine

 Stefan Raddeck
Das #Weingut_Raddeck ist in Nierstein am Rhein zuhause. Hier in Rheinhessen, die Wein-Region, die in den beiden letzten Jahrzehnten wohl die innovativste Entwicklung im Kreieren von Spitzenweine genommen hat, betreibt Familie Raddeck seit drei Generationen ein ganz besonderes Weingut. Anna und Stefan Raddeck tragen heute die Verantwortung für das Gut, nachdem Sohn Stefan dieses von seinen Eltern Birgit und Hans Raddeck übernommen hat. 

Stefan Raddeck hat seine Winzerlehre bei einem Bio-Winzer erfolgreich abgeschlossen, da war es nur schlüssig, dass seine Eltern zu diesem Zeitpunkt das Gut auf ökologischen Weinbau umgestellt haben, auch im Hinblick auf die Generationenfolge, denn das junge Winzerehepaar sah eine erfolgreiche Zukunft primär durch Bioweine. Die Umstellung auf ökologischen Weinbau fand dann im Jahr 2003 statt. Weine zu erzeugen, die im Einklang mit der Natur entstanden sind, darin liegt der Anspruch der Familie Raddeck, wissen sie doch, dass dies nicht nur einer optimalen Qualität dient, es verbürgt auch die Nachhaltigkeit ihrer Weinberge und garantiert auch kommenden Generationen ideale Bedingungen weiterhin allerbeste Weine zu erzeugen. 

Ganz nach der Philosophie, dass "Weine im Weinberg entstehen", sorgen die Raddecks für beste ökologische Bedingungen in ihren Lagen, die mit zu den besten in ganz Rheinhessen, ja in ganz Deutschland gehören. Ob am berühmten "Roten Hang" in Nierstein, dem westlichen Steilufer, das der Rhein in Millionen von Jahren der roten Tonschiefer-Erhebung abgeschliefen hat, mit seinen weltweit geschätzten Einzellagen #Pettenthal, #Ölberg, #Heiligenbaum, #Orbel und #Schloss_Schwabsburg oder dem "Roten Hang" gegenüberliegenden #Paterberg, alle Lagen werden ökologisch bewirtschaftet durch Begrünung, Verzicht auf Dünger und Herbizide und nachhaltiger Weinbergspflege. 

Familie Raddeck kultiviert insgesamt etwa 25 Hektar Rebfläche in ihren Ausnahme-Lagen. Dazu muss gesagt werden, dass die Weine aus Nierstein und dem benachbarten Oppenheim schon vor mehr als 100 Jahren Weltruf erlangt haben, waren die Rieslinge doch preislich vergleichbar mit den besten Weinen aus Bordeaux. Gerade Riesling vom "Roten Hang" hat mittlerweile wieder Weltruf erlangt und dies hat absolut auch mit solchen Riesling-Weinen zu tun, wie Familie Raddeck sie erzeugt. Es sind gerade die Lagenweine die Zeugnis ablegen auf welchem außerordentlichen Terroir sie gewachsen sind, bei der eisen- und mineralhaltigen Bodenbeschaffenheit im "Roten Hang" mit rotem Tonschiefer und einer dünnen Auflage, ideal ganz besonders für Riesling oder den kalkhaltigen Böden im Paterberg, wo sich ganz besonders die Burgundersorten sehr erfolgreich sich entwickeln. Um Spitzen-Qualitäten zu erreichen, wie sie die Weine vom Weingut Raddeck anbieten, bedarf es ebenfalls einer Ertragsreduktion am Stock, also dem geeigneten Reb- und Laubschnitt, aber auch einer ganz besonderen Lese, ertragsreduziert und selektiv, damit nur erstklassiges, gesundes und hochreifes Traubengut sehr zeitnah zur äußerst schonenden Verarbeitung in den Keller gelangt. 

 Weingut Raddeck
Hier werden die Weine je nah Ausbau, bei den Weissweinen im gekühlten Edelstahltank , aber auch im französischen und deutschen Eichenholzfass vergoren, die Rotweine erlangen ihre Reife fast ausschließlich in französischer und deutscher Eiche. Dabei ist es wichtig, dass alle Weine die nötige Ruhe bekommen, damit sie mit allerbester Qualität glänzen können. Neben Riesling, Weiss- Grau- und Spätburgunder sind es noch die Rebsorten Sauvignon Blanc, Chardonnay, Silvaner, Scheurebe, Kerner, Hüxelrebe und Müller-Thurgau im Weisswein-Bereich und St. Laurent, Dornfelder und Portugieser bei den Roten, die absolut überzeugen. 

Apropos überzeugen, überzeugt sind auch die Juroren bei professionellen Verkostungen, wenn sie die Weine vom Weingut Raddeck ausgezeichnet haben, etwa mit dem Deutschen Rotweinpreis 2017 vom Fachmagazin Vinum, oder der Bewertung des renommierten Weinführers Eichelmann, der das Gut als "sehr gut" bewertete und der 15 Weine mit Punktzahlen zwischen 80 und 90 Punkten auszeichnete. Spitzenbewertungen gab es auch von "Best of Riesling", und Gault Millau hat in seiner Ausgabe 2 Trauben verliehen für das Aufsteiger-Weingut 2017 und ebenfalls Punkte zwischen 80 und 90 für die Weine vergeben.

Familie Raddeck hat 2009 ihr neues Weingut bezogen, just dort wo ihre wunderbaren Burgunderweine entstehen, inmitten der Weinlagen des Paterbergs. Hier in gelungenem Ambiente und einem grandiosen Blick auf Rhein und „Roten Hang“ lassen sich die köstlichen Weine sehr authentisch probieren, wobei die herzliche Winzerfamilie gerne dem Besucher alles über ihre Weine erzählt. Und für ganz außergewöhnliche Ereignisse, wie etwa Hochzeiten, Familienfeiern oder Firmenjubiläen ist das Ambiente geradezu prädestiniert, um unvergessliche Eindrücke in Erinnerung zu behalten, sowohl kulinarisch, als auch von der wunderbaren Kulisse her, in der es sich prächtig feiern lässt.

Nachdem das Weingut Raddeck nun vorgestellt worden ist, wird es Zeit in medias res zu gehen und mit der Verkostung der ganz besonderen Weine zu starten:

Stefan Raddeck
2018 Sauvignon Blanc trocken

Beginnen wollen wir unsere interessante Verkostung der verschiedenen Weine des Weinguts Raddeck mit diesem 2018er Sauvignon Blanc, der trocken ausgebaut wurde und bei der dreistufigen Pyramide der Güteklassen Guts-, Orts- und Lagenweinen der Sauvignon zu der Basis der Gutsweine gehört. Gerade bei den Basisweinen zeigt sich deutlich auf welchem Qualitätsniveau ein Weingut angesiedelt ist und hier wird sich zeigen, dass es sich bei Familie Raddeck um ein Spitzen –Weingut handelt. 

Die Rebsorte Sauvignon Blanc erfreut sich weltweit zunehmender Beliebtheit, sodass sie mittlerweile nach Chardonnay die zweitwichtigste weiße Qualitätsrebsorte ist und sie zu den 20 am häufigsten angebauten Rebsorten gehört. Sauvignon Blanc ist die natürliche Kreuzung von Traminer und Chenin Blanc und die ursprüngliche Heimat ist das Loire-Tal in West-Frankreich, wo noch immer die berühmtesten Weine der Rebsorte entstehen, Sancerre und Pouilly-Fumé. Dass sie vom Weingut Raddeck überhaupt kultiviert wird ist auch dem Umstand zu verdanken, dass in den kühleren Weinbergslagen von Nierstein, welche durch einen leichten Lehmboden geprägt sind, beste Bedingungen für exzellente Sauvignon Blanc Weine vorliegen, aber auch die besondere persönliche Affinität zu dieser Rebe, denn Anna Raddeck hat nach Abschluss ihres Weinbau-Studiums auf einem Weingut in Neuseeland hospitiert und dort ihre Liebe zu Sauvignon Blanc entscheidend entdeckt. Um diese Liebe zu pflegen und das geeignete Terroir für diesen Wein zu nutzen, hat Familie Raddeck sich zu dieser Bestockung mit Sauvignon Blanc entschieden und dies zu Recht, wie die herrlichen Weine zeigen. 

 Weingut Raddeck
Der Anbau des 2018er Sauvignon Blanc trocken hat wie alle Weine des Gutes nach ökologischen Vorgaben stattgefunden, denn diese im Sinne der Nachhaltigkeit hat sich Familie Raddeck kompromisslos auf die Fahne geschrieben

Im Glas zeigt sich der 2018er Sauvignon Blanc trocken in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt und dies gilt für jede Verkostung eines Weines, ist es notwendig ihn zunächst mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Denn nur so wird sich der Wein komplett öffnen und danach zeigen, was wirklich in ihm steckt, duft- und geschmacksmäßig. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge in der Nase, die an den Duft nach Holunderblüten und Kiwi erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und durch feine Aromen von Grapefruit, weißem Pfirsich und Limonen ergänzt. Getragen wird diese Fruchtfülle von der richtigen Säure, die dem Wein nicht nur die geeignete Balance verleiht sondern auch noch sehr viel Fülle gibt und so für das wunderbare Frucht-Säure-Spiel sorgt. Der Sauvignon ist sehr präsent, geschmackvoll und zeigt nicht nur im nachhaltigen Abgang diese animierende Frische, die solch ein überzeugender Sauvignon einfach braucht. Kurzum der Wein schmeckt einfach wunderbar, sodass man sich schon auf ein weiteres Glas freut. Top!

Der 2018er Sauvignon Blanc trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

Wir empfehlen diesen Weißwein zu  "Saiblingsfilet auf Zuckerschoten und Wildreis"  

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie  auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Raddeck und können dort den Wein bestellen: https://www.raddeckwein.de/

 Familie Raddeck
2018 Niersteiner Weißburgunder trocken Edition 2Hügel

Es folgt nun ein weiterer exzellenter Weisswein mit diesem 2018er Niersteiner Weißburgunder trocken aus der Edition 2Hügel, der in der Güteklasse Ortsweine eingestuft ist. Familie Raddeck hat ihre Edition nach der Tatsache benannt, dass in Nierstein sich zwei Weinbergslagen hügelartig gegenüberliegen, zum einen der weltberühmte "Rote Hang" und der nicht minder für besondere Weine bekannte "Paterberg", wo auch das Weingut der Raddecks zu finden ist. Dort auch, in unmittelbarer Nähe zum Gut wurde der 2018er Weißburgunder trocken kultiviert. Die Boden- Beschaffenheit hier ist durch massive Kalkadern aus weißgelblichem Kalkstein geprägt, ideale Voraussetzungen für einen großen Weißburgunder. 

Die Weinbergspflege hat auch hier wie in allen Lagen vom Weingut Raddeck nach streng ökologischen Kriterien stattgefunden. Die Wurzeln der Weißburgunder-Rebe sind tief in das Gestein eigedrungen und konnten so wertvolle Mineralien dem Boden entnehmen. Entsprechend ist der Wein vom Boden geprägt, was sich später beim geschmacklichen Ausdruck zeigt und ein Teil der Typizität des Terroirs ist. Das Traubengut wurde händisch gelesen, dabei wurde es selektiert, sodass nur gesunde, erstklassische, hochreife Trauben zeitnah zur Verarbeitung gekommen sind und dabei anteilsmäßig im gekühlten Edelstahltank und in 500 Liter Eichenholzfässern vergoren wurden. Die Rebsorte Weißburgunder, franz. Pinot Blanc entstand durch eine natürliche Mutation aus dem Pinot Noir, der roten Schwester in der Burgunderfamilie. 

In Deutschland erfreut sich Weißburgunder immer größerer Beliebtheit, sodass hierzulande mittlerweile weltweit die größte Anbaufläche existiert und hier wiederum Rheinhessen knapp hinter Baden bei der Bestockung liegt.

Farblich präsentiert sich der 2018er Weißburgunder trocken in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es vonnöten den Wein zunächst richtig zu belüften, damit er dem Verkoster seine ganze Fülle von Duft- und Geschmacksnoten offenbaren kann. Das Ergebnis in der Nase sind überzeugende Anklänge, die an reife Birnen und Honigmelonen erinnern. Geschmacklich werden diese Fruchtaromen wunderbar in Mund und Gaumen bestätigt, von einer exzellent tragenden, weichen Säure ergänzt und durch die richtige Frische wunderbar komplettiert. Der 2018er Weißburgunder trocken besticht durch eine angenehme Saftigkeit und besitzt viel Schmelz und eine beeindruckende Länge. Hier bestätigt sich erneuert, auf welch hohem Niveau und bei welcher ausgesuchten Qualität Familie Raddeck ihre Weine erzeugt. Großartig!

Der 2019er Weißburgunder trocken Edition 2Hügel hat 13% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.

Wir empfehlen diesen  2019er Weißburgunder zu "Stubenküken mit Safran-Artischocken"

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie  auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Raddeck und können dort den Wein bestellen: https://www.raddeckwein.de/

2018 Sauvignon Blanc Reserve trocken

Es folgt nun ein weiterer Sauvignon Blanc als 2018er Reserve, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Zu seinem Vorgänger hier entscheidet er sich maßgeblich durch den ganz besonderen Ausbau. Deshalb handelt es sich auch um einen Premium-Wein in der gutseigenen Klassifizierung des Weingutes Raddeck, ist doch der Ausbau auch weitaus zeitaufwendiger, was natürlich zu einer noch gesteigerten Qualität führt. Das Traubengut stammt wie zuvor aus den unmittelbar neben dem Weingut bebauten Lagen, allerdings vom windoffenen Plateau wo es kühlere Wetterbedingungen in Nierstein gibt und wo die Trauben mehr Zeit zum Reifen haben, was sich in einem gesteigerten Aroma der Beeren zeigt. Hier sind die Böden durch leichten Lehm geprägt sind, ideale Bedingungen für allerbestes Traubengut für einen Spitzen-Sauvignon Blanc. Die ausgewählten Trauben, zwangsläufig per Hand gelesen und dabei selektiert, wurden nach einer Maischestandzeit von 24 Stunden äußerst schonend gepresst, um danach für mindestens 10 Monate in aller Ruhe in 500l Eichenfässern zu reifen. So ist dieser 2018er Sauvignon Blanc Reserve trocken entstanden, ein Wein auf allerhöchstem Niveau, der absolut zu begeistern weiß.

Im Glas überzeugt der Edel-Sauvignon mit einer dichten hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch jetzt vor der olfaktorischen Prüfung dem Wein bitte genügend Sauerstoff geben, er dankt es mit grandiosen Eindrücken, sowohl in der Nase als auch geschmacklich, kann er doch so wirklich zeigen was in ihm steckt. Wunderbar ausgeprägte Duft-Nuancen nach Quitten, Stachelbeeren und Brioche sind das überzeugende olfaktorische Ergebnis, das absolute Neugierde auf den ersten Schluck macht. Jetzt folgt die gelungene geschmackliche Bestätigung der Fruchtaromen im Mund und am Gaumen, untermalt durch die angenehme Säure und die animierende Saftigkeit, die diesen Sauvignon Blanc Reserve erst richtig beflügelt. Hier bietet sich ein großer Wein an, der fruchtbetont, kraftvoll und rund, dabei sehr animierend ist und bis zum langen Finish durchgehend begeistert, ist er doch präsent mit einem herrlichen Volumen, dabei auch frisch und absolut geschmacklich überzeugend. Superb!

Der 2018er Sauvignon Blanc Reserve trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius genossen werden.

Wir empfehlen diesen 2018er Sauvignon Blanc Reserve zu "Garnelenspießen mit  Fruchtreis"

Maxima empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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2018 Weißburgunder Reserve trocken

Zur Verkostung kommt nun dieser wunderbare 2018er Weißburgunder, der auch trocken ausgebaut wurde, aber gegenüber seinem soeben vorgestellten Vorgänger wie der Sauvignon Blanc einen ganz besonderen Ausbau erfahren hat, und in der Güteklasse Reserve ebenfalls ein Premium-Wein im Weingut Raddeck darstellt. Die Weinbergslagen unmittelbar neben dem Gutshof der Winzerfamilie Raddeck sind bodenmäßig durch die massiven Kalkadern aus weiß-gelblichem Kalkstein geprägt, das die Bestockung mit Weißburgunder-Reben geradezu prädestiniert. Hier gedeiht die Traube prächtig, prägt doch das Terroir vom Kalkstein mit seinen Mineralien den Wein ganz besonders, wobei die kühleren Temperaturen dem Weißburgunder bei seiner Reife am Stock ebenfalls zugutekommen. Diese Bedingungen liebt die Weisswein-Traube, hier kann sie sich prächtig entwickeln, gesund, erstklassig, hochreif und geschmacksintensiv. 

Als Lagen-spezifisches, authentisches Traubengut wurde es dann händisch geerntet, wobei genau selektiert wurde, damit nur die besten Trauben zur Weiterverarbeitung in den Keller gelangen konnten. Hier haben sich die Winzer alle Mühe gegeben, um den Trauben den perfekten Ausbau angedeihen zu lassen, um so einen wunderbaren Weißburgunder Reserve möglich zu machen. Dazu wurde zunächst eine Maischestandzeit von 24 Stunden realisiert, um danach den Wein für 10 Monate im 500l Eichenfass heranreifen zu lassen. So ist entstanden, was diesen großen Weißburgunder auszeichnet, ein Wein mit Spitzen-Niveau bei geradezu unglaublicher Qualität. 

Im Glas animiert der Weißburgunder Reserve mit einer hellgelben, brillanten Farbe, die sofort Frische signalisiert. Um dem Wein den richtigen Sauerstoff zuzuführen, ist es ratsam ihn zunächst im Glas mehrmals langsam zu schwenken. Danach hat die Nase zunächst das Vergnügen, wunderbare Duftnoten wahrzunehmen. Volle Anklänge an reife Birnen und Honigmelone sind das begeisternde olfaktorische Erlebnis. Auch geschmacklich werden diese Fruchtnuancen eindeutig registriert, wobei am Gaumen sich noch diese weiche Säure und die schmeichelnde Saftigkeit hinzugesellen. Es ist gerade die gelungene Balance von Frucht und Säure, die ein perfektes Geschmacksspiel entstehen lässt. Dabei zeigt sich der 2018er Weißburgunder Reserve trocken kraftvoll, überzeugt mit viel Volumen, der nötigen Länge im Nachhall einer wunderbaren Frische, die den Wein perfekt komplettiert. Ein solcher Weißburgunder macht einfach Spass und fördert die Trinkfreude. Á la bonne heure!

Der 2018er Weißburgunder Reserve trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 10 bis12 Grad Celsius verkostet werden.

Wir empfehlen diesen 2018er Weißburgunder Reserve zu "Kaninchenrückenfilets, gefüllt mit Parmaschinken und Ziegenfrischkäse, serviert mit Salbeibutter"

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

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2018 Niersteiner Roter Hang Riesling trocken Edition 2Hügel

Es folgt nun ein erster besonderer Riesling-Wein mit diesem 2018er Niersteiner Roter Hang Riesling trocken aus der Edition 2Hügel. Als Ortswein ist dieser Riesling auf dem berühmterer der beiden Hügel gewachsen, dem weltberühmten Roten Hang, eine der besten und bekannten Lagen für Riesling überhaupt. Der Name "Roter Hang" entspringt einfach der Tatsache, dass sich die Bodenart hier als das Rotliegende zeigt. Vor über 200 Millionen Jahren entstand diese Bodenbeschaffenheit in einer heißen und trockenen Epoche. Vor etwa 45 Millionen Jahren waren es geologische Veränderungen, die das rote Gestein an die Erdoberfläche drückte, sodass zwischen Nierstein und Nackenheim der "Rote Hang" entstand, eine Steilhanglage mit verschiedenen roten Hangen, deren Böden durch den hohen Eisengehalt geprägt sind, und der Landschaft unmittelbar am Rhein ihren typischen Charakter verliehen hat, einschließlich der rötlichen Färbung. 

Die Mineralien und die weiteren Stoffe, die diese Lagen vorweisen können, sind ganz typisch für die Ausnahme-Rieslinge die hier im Roten Hang wachsen und geben den Weinen ihren einmaligen, unverwechselbaren Charakter. Riesling-Liebhaber in der ganzen Welt schätzen und lieben diese Charakteristik und dies macht auch diesen 2018er Niersteiner Roter Hang Riesling trocken Edition 2Hügel so unnachahmlich und wertvoll. Der Ausbau des Weins hat anteilig im gekühlten Edelstahltank und im großen Holzfass stattgefunden, nachdem die Trauben selektiert geerntet worden sind.

Die Farbe im Glas ist ein helles Gelb mit leicht grünlichen Reflexen. Über den Umgang mit dem nötigen Sauerstoff wurde bereits genau gesagt, deshalb gleich zu der olfaktorischen Bewertung, die unerlässlich doch erst richtig Lust auf diesen Klasse-Wein macht. Mit der Nase beginnt ein wunderbarer Reigen an duftmäßigen Eindrücken, so etwa die herrlichen Aromen von reifen Pfirsichen und Zitrusfrüchten, die mehr als beeindrucken. Im Mund und am Gaumen folgt sogleich die geschmackliche Bestätigung dieses Aromen-Erlebnisses. Dabei kommen die ganze Mineralik zum Tragen und die Eleganz des roten Schiefers. Die gut eingebundene Säure tut ihr Übriges damit der Rote Hang-Riesling seinen ganz typischen Charakter anbieten kann. Der Wein ist komplett, besitzt ein ausgewogenes Frucht-Säure-Spiel, ist elegant mit einer feinen Mineralität und verfügt ebenfalls über die notwendige Frische, die sich besonders im langen Nachhall zeigt. Besser kann sich ein Riesling vom "Roten Hang" kaum präsentieren. Wirklich fabelhaft!

Der 2018er Niersteiner Roter Hang Riesling trocken Edition 2Hügel hat 12,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden. 

Wir empfehlen den 2018er Niersteiner Roter Hang Riesling trocken zu " Seeteufel-Saltimbocca mit kleinen  Frühlingskartoffeln"

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie  auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Raddeck und können dort den Wein bestellen: https://www.raddeckwein.de/

2018 Niersteiner Pettenthal Riesling trocken Edition „S“

Kommen wir nun zum Schluss unserer kleinen, aber sehr feinen Weisswein-Reise durch die Keller von Familie Raddeck zu einem absoluten Höhepunkt mit diesem 2018er Niersteiner Pettenthal Riesling, der trocken ausgebaut wurde, als Edition "S" eingestuft und als Lagenwein klassifiziert ist. Um es vorweg zu sagen, dieser Ausnahme-Riesling hat den 1. Platz bei der großen Rieslingverkostung, Best of Riesling 2019 gewonnen. Gewachsen sind die Trauben zu diesem großen Riesling in der besten Lage des Weinguts Raddeck mitten im berühmten Niersteiner Roten Hang. Das Pettenthal ist der rheinzugewandte Osthang dort, mit rotem Tonschiefer, 290 Millionen Jahre alt, reich an Eisen und Mineralien. Die erdige Auflage ist hier sehr dünn, sodass die Reben sehr tief ihre Wurzeln in den kargen, aber mineralreichen Fels treiben. So versorgen sich die Rebstöcke mit einer Fülle von mineralhaltigen Substanzen, die sie dann an die Trauben weitergeben, mit dem Ergebnis eines unverkennbaren, einmaligen Terroir-typischen Geschmacks des Rieslings, der zu den besten in der ganzen Welt zählt. 

Bedingt durch den kargen Boden sind die Beeren sehr klein, was zur Folge hat, dass die reifen Aromen hoch konzentriert sind und ganz besonders die intensive Mineralität des Roten Hanges vermitteln. Weine entstehen bekanntlich primär im Weinberg und hier hat Familie Raddeck alles unternommen, dass der Riesling im Pettenthal die allerbesten ökologischen Voraussetzungen erhält, einschließlich der selektiven Handlese, die in mehreren Durchgängen stattgefunden hat. Aber damit nicht genug, der Riesling muss auch im Keller so phantastisch ausgebaut werden, damit er als #Siegerwein überzeugt. Dieses ist Familie Raddeck absolut gelungen, ihr Wissen, Ihre Kenntnisse und ihr Herzblut einen großen Riesling zu erzeugen, hat mit den im Einklang mit der Natur gewachsenen Trauben diesen herrlichen Wein erst möglich gemacht.

Farblich zeigt sich der Pettenthal Riesling in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ein solcher Ausnahme-Riesling verdient besonderen Respekt, deshalb sollte man sich Zeit lassen, um ihn duftmäßig zu verinnerlichen, nachdem der Wein sich geöffnet hat. Die Nase hat jetzt das Vergnügen sich an großartige Aromen zu erfreuen, als da sind Pfirsich, Aprikose, grüne Äpfel und eine besondere Zitrusnote. Begleitet werden diese fruchtigen Nuancen von der bodenbedingten Mineralität. Auch geschmacklich beeindruckt diese Aromenfülle ganz konzentriert im Mund und am Gaumen, wobei alles eine wunderbare ausbalancierte Einheit bildet. Der Pettenthal Riesling trocken aus der "S" Edition besitzt eine konzentrierte Fülle, eine beindruckende Mineralität, die dem Riesling Substanz und Gewicht gibt, ebenso eine gewisse Komplexität und ein langanhaltendes Finish, bestens geeignet, um diesen herrlichen Wein zu verinnerlichen. So auch wird klar, was diesen Pettenthal Riesling so einmalig und ganz besonders macht, eben Riesling at it´s best. Chapeau!

Der 2018er Niersteiner Pettenthal Riesling Trocken Edition "S" hat kraftvolle 13% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius genossen werden

Wir empfehlen diesen  2018er Niersteiner Pettenthal Riesling Trocken Edition "S" zu  "Gebratener Dorade mit Spinat und Pinienkernen"

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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2016 Spätburgunder trocken Edition 2Hügel Im Barrique gereift

Im Weingut Raddeck werden nicht nur exzellente Weissweine erzeugt, wie wir soeben sie vorstellen durften, auch beeindruckende Rotweine entstehen hier, so wie dieser 2016er Spätburgunder aus der Edition 2Hügel, trocken ausgebaut und im Barrique gereift. Dieser Spätburgunder gehört zur Güteklasse Premiumweine . Auch dieser Rotwein zeigt die hohe Kunst des Weinmachens, wie sie im Weingut Raddeck praktiziert wird. Da muss natürlich alles stimmen, also die ökologische Bearbeitung der Weinbergslagen, der richtige Reb- und Laubschnitt, selbstverständlich die selektive Handlese, die nur gesundes, erstklassisches und hochreifes Traubengut für den Keller zulässt und ebenso die zeitnahe, schonende Verarbeitung. Dies ist bei diesem Spätburgunder überhaupt kein Problem, denn die Trauben sind in unmittelbarer Umgebung des Weinguts gewachsen, auf einem Boden der geprägt ist durch seine massiven Kalkadern aus weiß-gelblichem Kalkstein. 

Hier ist der ideale Standort für Reben aus der Burgunderfamilie. Auch im Keller hat Familie Raddeck für die allerbeste Qualität dieses trockenen Spätburgunders gesorgt, indem sie den Rotwein 20 Monate lang in aller Ruhe in Barriquefässern aus französischer und deutscher Eiche reifen ließ. Nach dem Motto so wenig wie möglich und so viel wie nötig ist so ein bemerkenswerter Spätburgunder entstanden, der wirklich zu überzeugen weiß.

Im Glas zeigt sich der 2016er Edition 2 Hügel Spätburgunder in einem tiefen Burgunderrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat bereits der Weisswein genügend Sauerstoff benötigt um sich zu öffnen, so gilt dies für diesen Spätburgunder erst recht. Nur so kann er sich komplett entfalten und dem Verkoster zeigen was wirklich in ihm schlummert. Anklänge von dunklen Früchten wie Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren werden ebenso sehr angenehm in der Nase wahrgenommen, sowie auch schwarze Schokolade und ein Hauch von Vanille und leichte Röstaromen. Absolut bestätigt werden diese Nuancen durch Mund und Gaumen, wobei der Premium-Spätburgunder zeigt, welche beeindruckende Tiefe, Balance und feurige Kraft er besitzt. Der Wein punktet mit seiner ganzen Substanz, seiner Komplexität und seinem schönen, vollen und runden Nachhall, der einfach nur begeistert. Spätburgunder-Freunde werden angenehm überrascht sein, denn dieser 2016er Spätburgunder aus dem Barrique ist ein geschmackliches Highlight an Rotwein, die besondere Qualität der Rebsorte ist optimal herausgearbeitet, kurzum es ist ein wahres Vergnügen diesen ganz besonderen Spätburgunder zu verkosten. Genial!

Der 2016er Spätburgunder trocken Edition 2Hügel im Barrique gereift hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden

Wir empfehlen diesen Wein zu "Lammfilets im Mangoldmantel"

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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2016 Cuvée "S" trocken

Den geeigneten Schlusspunkt unserer Verkostung der Weine vom Weingut Raddeck setzt diese 2016er Cuvée "S trocken. Auch hierbei handelt es sich um einen Premiumwein, so klassifiziert im Gut. Die Cuvée ist eine Assemblage aus den Rebsorten Spätburgunder, Cabernet Sauvignon und Cabernet Dorsa. Alle Rebsorten sind auf unterschiedlichen Böden gewachsen, der Spätburgunder auf Kalkstein, der Cabernet Sauvignon auf einem steinigen Kalksteinkopf und der Cabernet Dorsa auf Löss. Jede Rebsorte wurde zu ihrer optimalen Reife selektiv gelesen und erst die fertigen Weine wurden zur Cuvée "S" vereint. Ausgebaut wurden die Weine in Barriquefässern aus französischer und deutscher Eiche, die Reifezeit betrug 20 Monate. Eine solche Cuvée erfordert viel Wissen und Kenntnisse, ein besonderes Fingerspitzengefühl für den besonderen Wein und subtile geschmackliche Empfindung, damit ein solcher überzeugender Rotwein entsteht, wie wir ihn hier verkosten durften. Auch diese Cuvée ist wie alle Weine vom Weingut Raddeck mit dem Öko-Zeichen versehen, ein Hinweis, dass hier Winzer nach den ökologischen Richtlinien ans Werk gegangen sind. Und dass dieses Werk absolut gelungen ist, dies hat unserer Verkostung eindeutig belegt

Die dunkelrote, intensive Farbe des Weins im Glas weist bereits darauf hin wie dicht die Cuvée ist. Auch jetzt ist es unumgänglich den Rotwein richtig zu beatmen, zumal sein Ausbau im Barrique stattgefunden hat. Zwar hat es Familie Raddeck bestens verstanden hierbei besonders einfühlsam mit dem Ausbau im Eichenholzfass zu Werke zu gehen, die Cuvée wird geschmacklich dabei nur unterstützt und nicht dominiert, sodass die Fruchtaromen eindeutig die Oberhand haben und so eine optimale Balance gewährleistet ist. Nicht desto trotz ist Sauerstoff vonnöten, um die Aromen von den einschließenden Gerbstoffen zu befreien. Deshalb bietet es sich an den Wein wenige Stunden vor der Verkostung zu dekantieren und falls ein Dekanter nicht vorhanden ist, sollte man die Flasche zuvor einige Stunden offen stehen lassen. Danach sind die Aromen weitestgehend frei und die Nase nimmt intensive Anklänge nach dunklen Früchten wahr, die ergänzt werden von Aromen nach Mocca und Schokolade, ebenso etwas Vanille. Im Mund und am Gaumen werden alle Nuancen eindeutig bestätigt und so zeigt sich wie kraftvoll und vielschichtig die Cuvée „S“ trocken ist. Sie überzeugt mit einer gelungenen Balance, wobei Frucht, Holz und Säure eine wunderbare Einheit bilden. Dazu ist sie angenehm dicht, weich und rund, bei der nötigen Kraft, um dem Premiumrotwein die umfassende Persönlichkeit zu verleihen. Wer einen wirklich guten Rotwein sucht, hier ist er fündig geworden. Große Klasse!

Die 2016erCuvée "S" trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18Grad Celsius genossen werden.

Wir empfehlen diese 2016er Cuvee "S" zu einer "Lammkeule mit  Oliven und Lavendel"

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie  auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Raddeck und können dort den Wein bestellen: https://www.raddeckwein.de/


Nachdem wir jetzt die Weine vom Weingut Raddeck mit viel Freude, großem Trinkvergnügen und dem nötigen Respekt verkostet haben, hier nun unser Fazit:

Sagen wir es einfach ohne Umschweife heraus, wir sind aufs Angenehmste positiv überrascht, ein solches Niveau und eine solche absolute Qualität, dies hatten wir nicht erwartet, als wir begannen die Weine zu probieren. Jeder Wein für sich ist ein besonderes geschmackliches Erlebnis und nicht nur die Premiumweine. Bereits die Gutsweine zeigen so viel handwerkliches Können, sind sortentypisch bei bestem Ausbau, verkörpern das Terroir auf dem sie gewachsen sind und machen einfach Lust auf ein gutes Glas Wein. Familie Raddeck hat das Glück einzigartige Lagen zu besitzen und ob Riesling, die Burgundersorten oder auch ganz besonders der Sauvignon Blanc,  das Terroir passt einfach ideal zu den jeweiligen Rebsorten. Natürlich sind die Spitzenlagen im Roten Hang eine Herausforderung, wenn es gilt das Terroir im Pettenthal zu einem ganz großen Riesling zu machen. 

Dies ist meisterlich gelungen, stellt aber die anderen Weine mitnichten in den Schatten. Das Weingut Raddeck gehört zu jenen Weingütern, bei denen die ausgesuchte Qualität besonders auch bei den Basisweinen, also den Gutsweinen oder Schoppenweinen klar herauszuschmecken ist und nicht nur im Premium-Bereich. Dies macht die richtige Bannbreite eines wirklich guten Weinguts aus. Und hier ist Familie Raddeck wegweisend und kompromisslos, ebenso wie bei der ökologischen Nachhaltigkeit. Alles dies hat uns besonders gut gefallen, die Weine ja sowieso. Apropos gefallen, begeistert sind wir auch vom Preis-Geschmacksverhältnis, denn solche Spitzenweine zu solchen moderaten Preisen, auch das zeichnet ein Vorzeige-Weingut aus. Für uns steht das Weingut Raddeck in der allerersten Reihe der Weingüter in Rheinhessen und es ist zu vermuten, dass die Reise in die Spitze deutscher Weingüter noch nicht zu Ende ist, sodass es sich empfiehlt diese Entwicklung aufmerksam zu begleiten. 

 Absolut empfehlenswert.

 Peter J. und Helga König

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Weingut Cusanus Hofgut und Weingut Stiftung St. Nikolaus-Hospital/ Bernkastel-Wittlich 3 Weißweine, 1 Rotwein und 2 Sekte

Volker Emmrich
Dipl.Ing.Oenologie FH
WfbM-Leitung Produktion
Gesamtprokurist


Mit dem Namen DRK Sozialwerk Bernkastel-Wittlich gGmbH ist eine Institution verbunden, die "Soziale Dienstleistungen für behinderte Menschen" erbringt. Dies bedeutet, dass in einer größeren Anzahl von Einrichtungen Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Freizeit, Wohnen und Arbeit ein vielfältiges Leistungsspektrum geboten werden. Träger dieser innovativen, sozialen Dienstleistungsunternehmen ist das DRK-Sozialwerk, das im Landkreis Bernkastel-Wittlich seit über 40 Jahren aktiv ist. 

Ganz nach der Philosophie des Deutschen Roten Kreuzes. "Menschen helfen Menschen“ geht es um die Begegnung von hilfsbedürftigen und helfenden Menschen, um so Menschlichkeit zu erzeugen. Neben den unterschiedlichen Aktivitäten des DRK-Sozialwerks sind es nicht zuletzt die beiden Weingüter Cusanus Hofgut und Weingut Stiftung St. Nikolaus Hospital, die eine wichtige Stütze des DRK Sozialwerks Bernkastel-Wittlich bilden. Das Weingut "Cusanus Hofgut" ist weltweit das einzige Rot-Kreuz-Weingut, während das Weingut Stiftung St. Nikolaus-Hospital zu den ältesten Stiftungen im deutschsprachigen Raum zählt, mit der Gründung 1458. 

 Josephshof Weinberg
Beide Weingüter zählen zu den Top-Weingütern an der Mosel, wobei insgesamt 18 Hektar Rebfläche kultiviert werden. Namhafte Lagen, wie Brauneberger Juffer, Wehlener Sonnenuhr oder Graacher Himmelreich sind der Garant für wahrhafte Spitzenweine und Sekte im erstklassigen Segment. Dies bestätigen auch die vielfältigen Auszeichnungen der Weine beider Weingüter, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. 

Gefördert werden die Güter von der Europäischen Union und dem Rheinland-Pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, wobei beide Institutionen die Leistungen für Agrar- und Klimamaßnahmen und außerdem für umweltschonende Bewirtschaftung der Steil- und Steilstlagen honorieren. Zudem kann die Weingut-Stiftung St. Nikolaus Hospital mit der Mitgliedschaft der Europäischen Stiftungsweingüter aufwarten, die das Motto vertreten: "Mit Genuss Gutes tun" und ist zudem Mitglied im Bernkasteler Ring, einer Vereinigung von Riesling-Weingütern an Mosel, Saar und Ruwer, deren Leidenschaft es ist, den Steillagen hervorragende Spitzenweine zu entlocken. 

 Foto Helga König
Die Weine und Sekte vom Weingut Cusanus Hofgut warten mit einer Rot-Kreuz Etiketten-Ausstattung auf und sie erinnern namentlich an den Schweizer Gründer des Roten Kreuzes Henry Dunant und seinen Erfahrungen auf dem Schlachtfeld von Solferino, die schließlich zur Gründung des Roten Kreuzes im Jahre 1859 führten. Die Edition Solferno-Weine soll entsprechend an dieses so wichtige Gründungsdatum erinnern. Natürlich werden in beiden Weingütern hauptsächlich Riesling angebaut, aber auch Rebsorten wie: Grauer Burgunder, Chardonnay, Gewürztraminer und Rivaner im Weißweinbereich und Spätburgunder bei den Roten werden im Cusanus Hofgut kultiviert, während vom St. Nikolaus Hospital ausschließlich Riesling-Weine erzeugt werden und diese auf allerhöchstem Niveau. So gibt es viele Grand- Cru- Weine, die nach der Vereinigung Bernkasteler Ring als "Großes Gewächs" ausgezeichnet worden sind.

Nachdem die beiden Weingüter und ihre Bestimmungen zunächst vorgestellt wurden, ist es jetzt an der Zeit "in medias res" zu gehen , heißt, die Vorfreude dem Genuss der Weine von der Mosel weichen zu lassen, nicht jedoch ohne den größten Respekt und dem Bewusstsein, dass es sich hier um ganz besondere Weine handelt, ganz im Sinn: "Mit Genuss Gutes tun":

 Volker Emmrich
2017 Grauer Burgunder Trocken

Beginnen wollen wir unsere sehr interessante Verkostung der Weine vom DRK-Sozialwerk Bernkastel-Wittlich mit diesem 2017er Grauburgunder vom Weingut Cusanus Hofgut, der trocken ausgebaut wurde. Wie bereits erwähnt ist dies ein Wein aus der 1859 Solferino Edition. Und nur noch einmal zur Erinnerung. Durch die Schlacht von Solferino und die Greuel, die Henry Dunant dort erlebte, entschloss sich der Schweizer 1859 das Rote Kreuz zu gründen. Das Deutsche Rote Kreuz und das DRK-Sozialwerk sind die erfreuliche Folge dieser Gründung, wobei das Cusanus Hofgut weltweit bisher das einzige Weingut des Roten Kreuzes ist. Grauer Burgunder oder kurz Grauburgunder (franz. Pinot Gris) gehört zur Familie der Burgundersorten, ist eine mittlerweile in Deutschland sehr beliebte Weißweinsorte. 

Hierzulande ist allerdings die Rebsorte unter dem Namen Ruländer klassifiziert worden. Seit den 1980er Jahren erlangte dieser Wein zunächst in seiner italienischen Variante große Beliebtheit als Pinot Grigio, der zunächst beim "Italiener" ausgeschenkt wurde. Allerdings waren diese Weine durchweg von nicht besonderer Qualität, Massenware, die oftmals mit dem Tankwagen aus Italien hierher verfrachtet wurde, wo man sie dann in Flaschen abfüllte. Unter seinem Namen Ruländer wurden dann zunächst in Baden und der Pfalz Weine erzeugt, die schwer und süß waren, hat man doch zunächst überreife Trauben, die z.T. edelfaul waren, zur Vinifizierung herangezogen. Erst in den 1990er Jahren entschlossen sich die Winzer im Südwesten zu einem neuen Ausbaustil. Jetzt wurden die Trauben früher gelesen und zudem waren sie gesund und nicht von Botrytis befallen. Dies führte zu mehr Säure, damit zu mehr Frische, ein Wein also der sich bestens als Essensbegleiter eignet.

Die Resonanz blieb nicht aus, die Beliebtheit des Grauburgunders stieg rasant und mittlerweile existiert hierzulande mit Abstand die größte Anbaufläche weltweit. Rheinhessen und die Pfalz sind noch immer die Regionen, wo die Rebsorte am häufigsten angebaut wird, etwa mehr als zehnfach so viel wie an der Mosel. Dies besagt aber überhaupt nichts was die Qualität anbetrifft, denn immer häufiger werden, dank des Klimawandels, allerbeste Grauburgunder auch an der Mosel kultiviert, wie der hier verkostete 2017er Grauburgunder trocken zeigt. Als Besonderheit weist das Etikett das klassische "Rote Kreuz" auf, ein eindeutiger Hinweis, wo dieser Wein kultiviert wurde.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer kräftigen, goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der Grauburgunder zunächst mit genügend Sauerstoff vermählt werden, damit er sich ganz öffnen kann. Danach zeigen sich wunderbare Anklänge in der Nase, die an Birnen, einen leichten Apfelton, Trockenobst und Rosinen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich eindeutig bestätigt und durch Mandeln und grüne Bohnen ergänzt. Getragen wird die Aromenpalette von einer angenehm frischen Säure, die eine wunderbare geschmackliche Balance schafft. 

Der 2017er Grauburgunder trocken ist intensiv im Geschmack, kraftvoll und sehr animierend und bei einem langanhaltenden Finish werden Frucht, Säure, Frische und Balance noch einmal nachhaltig bestätigt. Top!

Wir  empfehlen diesen 2017er Grauburgunder zu: "Perlhuhnbrust mit Pfifferlingen und Zuckerschoten auf Wildreis"

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dass gelangen Sie zur Homepage des DRK- Sozialwerks  Bernkastel- Wittlich  und zugleich zur Kontaktadresse  von Frau  Christel Heinz, um  dort Weine oder Sekte zu bestellen:http://drk-sozialwerk.de/produkte/weinbau.html

 Volker Emmrich
2017 Riesling Classic

Es folgt nun ein ganz typischer Wein für die Mosel mit diesem 2017er Riesling Classic, dessen Ausbau halbtrocken ist. Auch hier zunächst ein Blick auf das Etikett, das ganz markant das Logo des Cusanus Hofguts aufweist, das leuchtende "Rote Kreuz" mit einem skizzierten goldenen Engel darüber, als Helfer in allen Notlagen. Riesling ist ja die Rebsorte die an der Mosel am häufigsten kultiviert wird und dies überwiegend in Steil-und in Steilstlagen. Hier sind die vorherrschenden Böden meistens aus Schiefer beschaffen, was dem Riesling eine ganz spezielle Geschmacklichkeit verleiht. 

Riesling-Liebhaber auf der ganzen Welt begeistern sich ganz besonders für Rieslinge von der Mosel, was sich auch immer wieder bei professionellen Versteigerungen zeigt, werden hier doch allerhöchste Preise für diese Weine aus den Spitzenlagen erzielt. Nicht umsonst gilt der deutsche Riesling als der beste weltweit und gerade in den letzten 20 Jahren hat er wieder größte Anerkennung erfahren. Und hier ist der Riesling von der Mosel ganz vorne dabei. Überhaupt wird die Riesling-Rebe als die edelste aller weißen Rebsorten angesehen und das Terroir an der Mosel begünstigt den Geschmack ideal.

Farblich zeigt sich der 2017er Riesling Classic im Glas in einem moderaten Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch jetzt bitte die Beatmung des Weins zunächst nicht vergessen, denn nur so kann er sich duft- und geschmacksmäßig optimal entfalten. Die Nase nimmt danach Fruchtaromen wahr, nach gelben Früchten, wie Pfirsich und Aprikose und zusätzlich noch eine schöne Zitrusnote. Geschmacklich werden diese Anklänge wunderbar bestätigt und durch eine moderate Säure ergänzt. Diese lässt zunächst den Fruchtaromen den Vortritt, um sie dann peu à peu wieder einzufangen, damit sie nicht zu dominant werden. So kommt eine Balance zustande, ganz im Sinne des halbtrockenen Ausbaus. Der 2017er Riesling Classic ist fruchtbetont, besitzt eine angenehme Säure und verfügt über einen moderaten Alkohol-Gehalt. Da er auch die nötige Frische aufweisen kann, ist er geradezu optimal zum täglichen Genuss und der entsprechenden Erbauung. Großartig!

Wir empfehlen diesen 2017er Riesling Classic zu " Zanderfilet mit Zitronen-Kapern-Sauce und Kartoffelpüree"

Der 2017er Riesling Classic hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dass gelangen Sie zur Homepage des DRK- Sozialwerks  Bernkastel- Wittlich  und zugleich zur Kontaktadresse  von Frau  Christel Heinz, um  dort Weine oder Sekte zu bestellen:http://drk-sozialwerk.de/produkte/weinbau.html

 Volker Emmrich
2018 Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese 

Kommen wir nun zu einem der vielen Highlights der Weine vom DRK-Sozialwerk dieser 2018er Riesling Spätlese, gewachsen in einer der absoluten Spitzenlagen an der Mosel, der Wehlener Sonnenuhr. Dieser Top-Riesling stammt vom anderen Weingut des DRK-Sozialwerks, der Weingut-Stiftung St. Nikolaus-Hospital. Hier, wo ausschließlich Riesling erzeugt wird, und zwar aus solchen Lagen, die äquivalent sind wie die Wehlener Sonnenuhr, etwa Graacher Himmelreich, Bernkasteler Badstube oder Brauneberger Juffer entstehen Prädikatsweine von allerhöchstem Niveau und einer weltweiten Reputation. 

Ausgebaut wurde der Riesling in der Prädikatsstufe Spätlese mild, was so viel bedeutet, dass die Weine einen Restzuckergehalt von über 45g/l besitzen mit geringer Säure oder auch süße Weine, bei denen die Säure in den Hintergrund tritt. Dass die 2018er Wehlener Sonnenuhr Spätlese mild mit der Goldenen Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde, ist ein weiteres Indiz dafür, auf welcher absoluten Qualitätsstufe dieser Wein ist. Wehlen, ein Stadtteil von Bernkastel-Kues, ist die Weinbau-Gemeinde wo die exzellente Lage zu finden ist. Die Weinlage befindet sich an einem Südwesthang an der Mosel. Die Reben gedeihen auf Devon- und Verwitterungsböden, der Bodenbeschaffenheit die so typisch ist für die berühmten Mosel-Rieslinge wie die verkostete 2018er Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese mild.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer goldgelben Farbe mit leicht grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier bitte an die richtige Belüftung des Weines denken, er dankt es danach mit einer prächtigen Duft- und Geschmacksnote. Olfaktorisch besticht der Wein zunächst mit einer großen Fruchtfülle, die an reifen Apfel, Aprikosen und Mirabellen erinnert, begleitet von Honigmelonen. Mund und Gaumen bestätigen aufs Angenehmste, was die Nase zuvor beeindruckt hat. Bei aller Fruchtsüße ist es doch eine feine Säure, die die Balance hält und der Frucht doch den ganzen geschmacklichen Rahmen überlässt, damit diese herrlich, milde Fruchtsüße sich entfalten kann. Der Wein ist saftig und besitzt eine große Eleganz. Liebhaber eines fruchtsüßen Weines werden entzückt sein, gibt die 2018er Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese genau das, was man dann so schätzt, einschmeichelnde, langanhaltende Fruchtsüße, getragen von einer sehr zurückhaltenden Säure. Grandios!

Wir empfehlen  diese  2018er Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese zu  Leber-Paté mit Nussbrot-Chips"

Der Wein hat moderate 9% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dass gelangen Sie zur Homepage des DRK- Sozialwerks  Bernkastel- Wittlich  und zugleich zur Kontaktadresse  von Frau  Christel Heinz, um  dort Weine oder Sekte zu bestellen:http://drk-sozialwerk.de/produkte/weinbau.html

 Volker Emmrich
2017er Rotwein-Cuveé Henry Dunant Trocken

Nach den großartigen Weißweinen setzen wir unsere kleine Reise durch die Keller der beiden Weingüter vom DRK-Sozialwerk mit dieser roten Cuveé fort. Der Wein wurde trocken ausgebaut. Das "Rote Kreuz" mit der skizzierten Engelsfigur darüber signalisiert, dass die Cuveé im Weingut Cusanus Hofgut kreiert worden ist. Hier sind es die Rebsorten Spätburgunder und Dornfelder, die die Basis zu diesem Wein bilden. Ganz nach der Philosophie des Weinbaus in den Weingütern vom DRK-Sozialwerk wird ein unbedingtes Augenmerk auf die naturnahe Pflege und Nachhaltigkeit der Weinberge gelegt, eine akribische Betreuung der Rebstöcke mit dem richtigen Laub- und Rebschnitt, ebenso eine zeitnahe Verarbeitung im Keller unter Einsatz modernster Geräte zur Vinifizierung. Während die Weißweine im gekühlten Edelstahltank ausgebaut werden, können die Rotweine in aller Ruhe im großen Holzfass heranreifen, bevor sie zur Cuveé assembliert werden, wie hier bei dieser 2017er Cuveé trocken. Gewidmet wurde der Wein dem Gründer des Roten Kreuzes Henry Dunant.

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem kräftigen Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat der Weißwein bereits ausreichend Sauerstoff benötigt, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Nur so können die vielfältigen Nuancen dem Wein entlockt werden, damit er sein ganzes Potential freigibt. Die Nase hat jetzt das Vergnügen großartige Anklänge nach dunklen Kirschen, schwarzen Johannisbeeren und einer feinen Mandelnote zu registrieren. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen intensiv geschmacklich bestätigt. Die 2017er Cuveé trocken ist durchaus komplex, dicht und besitzt ein feines Tannin-Gerüst. Extraktreich und getragen von der richtigen Säure, ist die Cuveé doch rund und gut ausbalanciert. Bei einem intensiven langen Nachhall können noch einmal alle Vorzüge dieses Rotweines verinnerlicht werden, tiefe Frucht, angenehme Tannine und das nötige Volumen, gepaart mit der richtigen Kraft, die eine solche herausragende Cuveé erst komplett macht. Á la bonne heure!

Wir empfehlen diese  2017er Cuveé trocken Henry Dunant  zu "Lammrückenfilet in Pistazien-Pfeffer-Kruste"

Die 2017er Cuveé trocken Henry Dunant hat 12,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.

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 Volker Emmrich
2016 Chardonnay-Sekt Brut Traditionelle Flaschengärung

Kommen wir jetzt zu zwei weiteren Pretiosen aus den Weingütern des DRK-Sozialwerkes im Sektbereich. Zunächst steht aus dem Cusanus-Hofgut der erste Sekt an, mit seinem sichtbaren "Rote Kreuz-Logo", dieser 2016er Chardonnay-Sekt, der nach der Methode der traditionellen Flaschengärung versektet worden ist. Dies bedeutet, dass als Grundwein ein Chardonnay vom Jahrgang 2016 genommen worden ist, um diesen bei der zweiten Gärung anschließend zur Versektung brut auszubauen. Die französische Bezeichnung "Brut" bedeutet zu Deutsch "Herb" und signalisiert damit, dass der Sekt mehr als extra trocken ist, da er keinen oder nur einen geringen Zuckerzusatz enthält. Bekanntlich ist ein Sekt nur so gut, wie der Wein aus dem er versektet worden ist. Entsprechend haben die Kellermeister vom Cusanus Hofgut bei der Wahl ihres Basis-Weines auf die allerbeste Qualität geachtet, die dann nach der traditionellen Flaschengärung zu einem erstklassischen Chardonnay- Sekt verarbeitet worden ist.

Nachdem der Sekt ins Glas gegossen wurde, bemerkt das Auge neben der hellgelben Farbe sogleich, wie nach dem intensiven Mousseux eine besonders feine Perlage aufsteigt. Diese signalisiert Frische und ruft zugleich die Freude auf einen ersten Schluck hervor. Zunächst aber ist es die Nase, die, bedingt durch die Perlage, schöne Anklänge an Zitrus, Apfel und Melone wahrnehmen darf. Diese Aromen werden hernach geschmacklich bestätigt. Der "Brut"-Ausbau der zweiten Gärung trägt nicht nur die Fülle der Fruchtaromen, er lässt den Sekt auch sehr frisch mit viel Volumen und großer Ausdruckskraft erscheinen. Dabei werden die Geschmacksempfindungen geradezu gestreichelt und aufs Beste animiert, sofort einen weiteren Schluck zu probieren. Hier ist gute Laune vorprogrammiert, überzeugt der 2016er Chardonnay-Sekt mit der ganzen Kraft seines Geschmacks. Perfekt!

Wir empfehlen diesen 2016er Chardonnay Sekt zu "Gebratenen Jakobsmuscheln auf Toast."

Der 2016er Chardonnay Sekt brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden.

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 Volker Emmrich
2015 Bernkasteler Badstube Riesling-Sekt Brut Traditionelle Flaschengärung

Aus der Weingut-Stiftung St. Nikolaus-Hospital stammt der zweite Spitzensekt der nun zur Verkostung ansteht. Als Lagen-Sekt wurde als Grundwein ein Spitzen-Riesling aus der Lage Bernkasteler Badstube gewählt. Um allerhöchste Qualität zu erzeugen, ist auch hier nach der traditionellen Flaschengärung verfahren worden, wobei der Ausbau "Brut" gewählt wurde. So ist garantiert, dass der edle Riesling bei der Versektung durch die zweite Gärung noch mehr Substanz, Frische und geschmackliche Ausdruckskraft erhalten hat. Hier ist nichts dem Zufall überlassen worden, denn mit dem 2015er Bernkasteler Badstube Riesling wurde ein Grundwein gewählt, der allerhöchste Ansprüche zufriedenstellt. Da ist es nur natürlich, dass dann auch der Sekt daraus von höchstem Niveau ist. Dies haben auch die Juroren der Landwirtschaftkammer Rheinland-Pfalz so gesehen, sie haben dem 2015er Bernkasteler Badstube Riesling Lagensekt brut die Goldene Kammerpreismünze verliehen.

Neben der frischen, hellgelben Farbe im Glas ist es auch hier die besonders feine Perlage, die das Auge anzieht und alsbald höchsten Sekt-Genuss signalisiert. Doch zunächst wird die Nase beglückt durch wunderbare Aromen nach grünem Apfel, Aprikosen-Anklängen und Zitrus-Noten. Alles wird von Mund und Gaumen ebenso wohlwollend geschmacklich registriert, wobei auch hier der Geschmack durch den "Brut"-Ausbau bestens sensibilisiert wird. Feinperlig, herb und dezent fruchtig werden die Geschmacksrezeptoren aufs Höchste animiert, beglückt und geradezu gestreichelt. Der 2015er Bernkasteler Badstube Riesling-Sekt brut ist absolut ein köstliches Aushängeschild für einen deutschen Spitzen-Sekt, der einen Vergleich mit einem edlen Champagner keineswegs scheuen muss, ganz im Gegenteil. Chapeau!

Wir empfehlen diesen  Lagensekt  zu "Austern mit Käse-Mandel-Streuseln"

Der Lagensekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

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Nachdem wir jetzt die Weine und Sekte aus den beiden Gütern des DRK-Sozialwerkes Bernkastel-Wittlich mit großer Neugierde, Respekt und Trinkfreude erleben durften, hier unser Fazit:

 Keller  Vinotek
Ganz nach dem Motto des Sozialwerkes: "Mit Genuss Gutes tun" sind die Weine und Sekte von allerhöchstem Niveau und von herausragender Qualität. Natürlich sind da zunächst die Spitzenlagen zu nennen, die den beiden Weingütern Cusanus Hofgut und Stiftung St. Nikolaus-Hospital zur Verfügung stehen, mit dem einmaligen Terroir an der Mosel mit seinen Steillagen und dem besonderen Kleinklima. Denn die Natur ist der beste Weinerzeuger, ihr gilt die ganze Aufmerksamkeit, damit bei naturnaher Pflege hervorragendes Traubengut entsteht, das zu solchen großartigen Weinen führt, wie wir sie hier verkosten durften. Entsprechend der Philosophie: "Soviel wie nötig und so wenig wie möglich“, haben sich die Kellermeister und das gesamte Personal in den beiden Gütern nur auf das ganz besondere konzentriert, ausschließlich Spitzenweine zu erzeugen. Und dies ist ihnen vortrefflich gelungen, alle Weine und Sekte schmecken ganz besonders gut, sind sortentypisch und Terroir-betont. Sie alle besitzen ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter, der auch durch die besondere Substanz geprägt ist. Die zahlreichen Goldenen Kammerpreismünzen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zeigen dahingehend eindeutig, wie exzellent die Weine und Sekte sind und nach der intensiven Verkostung können wir nur bestätigen wie herausragend und großartig alles ist, was wir hier probieren durften. Wir sind begeistert und kommen deshalb zu dem Schluss: 

 Maximal empfehlenswert .

 Peter J. und Helga König

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Weingut Stift Klosterneuburg Klosterneuburg/Österreich 3 Weißweine 1 Rosé 2 Rotweine

 Dr. Wolfgang Hamm
Foto: W_Hamm@Weingut_Stift_Klosterneuburg
Das Weingut Stift Klosterneuburg kann nicht nur auf eine 900jährige Weinbau-Tradition zurückblicken, sondern verfügt auch so über eine jahrhundertelange Erfahrung, um schließlich Weine auf höchstem Niveau und allerbester Qualität zu erzeugen. Grundlage sind nicht nur Spitzenlagen an vier verschiedenen Weinbauorten in Österreich, gepaart mit dem Bewusstsein und der Philosophie kompromissloses Qualitätsstreben als Basis für außergewöhnliche Weine voraus zu setzen, um so im Einklang mit der Natur den Ruf als eines der größten und als ältestes Weingut Österreichs mit einer Rebfläche von 108 Hektar traditionsgemäß immer wieder aufs Neue zu bestätigen. 

Neben den legendären Ausnahme-Lagen von Klosterneuburg, Wien, Gumpoldskirchen und Tattendorf sind es das Wissen und das Engagement aller Mitarbeiter im Weingut Stift Klosterneuburg, vom Weingutsleiter Wolfgang Hamm, Kellermeister Günther Gottfried, Weingartenleiter Johannes Steurer, Obstgärtner Markus Schodl und die gesamte Crew, die es gemeinsam möglich machen, solche Spitzenweine entstehen zu lassen, wie sie im Stifts-Weingut kreiert werden. Und es ist gerade die Verbindung von Tradition und Moderne, die Garant für das Gelingen solcher Pretiosen ist. 

 Foto: Helga König
Naturnahe Pflege der Weingärten im Einklang mit der Natur, der richtige Reb- und Laubschnitt, eine reduktive Handlese, um ausschließlich gesundes und hochreife Trauben zu ernten, gehört ebenso zum sachkundigen Handwerk des Weinmachens, wie eine zeitnahe, sehr schonende Verarbeitung im Keller. Hier kommt modernste Technik zum Einsatz, für frische Weißweine gekühlte Edelstahlgärtanks und für exzellente Rotweine findet die Reife im großen Holzfass oder in kleinen Barriques statt. Dabei gilt die Devise: "So viel wie nötig und so wenig wie möglich", soll heißen, die Natur ist primär für die großen Weine verantwortlich, dem Kellermeister und seinem Expertenteam obliegt es die besondere, eigene Handschrift den Weinen zu verleihen, damit sie optimal das Terroir verkörpern, sortentypisch sind, unverwechselbar und einen ausgeprägten, eigenen Charakter besitzen, alles in allem die Ausnahme-Weine vom Weingut Stift Klosterneuburg. 

Dabei ist es genauso wichtig die geeignete Rebsorte mit dem richtigen Terroir zu verbinden. In den zur Donau abfallenden Hanglagen von Klosterneuburg gedeihen Riesling und Grüner Veltliner auf Sandsteinverwitterungsböden. In den legendären Einzellagen der Stadt Wien werden prachtvolle Weißburgunder Chardonnays, Gewürztraminer und edle Pinot Noir kultiviert. Im Herzstück des berühmten Weißweingebiets der Thermenregion in Gumpoldskirchen wachsen die autochtonen Rebsorten Zierfandlel und Rotgipfler und 25 Kilometer südlich von Wien liegen mit 55 Hektar die größten Rebflächen des Stifts Klosterneuburg. 

Wärme-speichernde Alluvialschotterböden lassen herrliche Rotweine heranwachsen, ausgesprochene Spitzen-Weine der Rebsorte St.Laurent. Neben der sehr naturnahen Pflege der Weingärten, zeichnet sich das Stift Klosterneuburg seit 2009 als allererstes Weingut Österreichs aus, das klimaneutral arbeitet. So wird neben dem akribischen Erhalt und der Nachhaltigkeit der Weinberge auch für die Verbesserung des Klimas gesorgt, damit auch in zukünftigen Generationen solche absoluten Weine erzeugt werden können, die vom gesegneten Terroir begünstigt sind, wie dies heute der Fall ist. Deshalb ist es nur natürlich, dass Stift Klosterneuburg mit einer Fülle von prämierten Weinen aufwarten kann, etwa vom Wein-Magazin Enthusiast, das 2019 insgesamt 7 Weine mit den Spitzenpunkten von 88 bis 92 ausgezeichnet hat, während auch das Genuss-Magazin Falstaff 2019 zusammen 8 Rotweine mit Punkten zwischen 89 und 94 Punkten bedacht hat. Bei der Wiener Landesweinbewertung wurde der Pinot Noir Raflerjoch 2015 Landessieger und bekam folglich Gold, beim Salon Österreich Wein 2018 wurde der Pinot Noir Reserve 2015 ganz besonders ausgezeichnet, während es bei der Austrian Wine Challenge 2018, der weltweit größten professionellen Weinverkostung insgesamt vier Goldmedaillen für ausgesuchte Weine vom Stift Klosterneuburg gab.-

Nun, nachdem dieses Spitzenweingut und Aushängeschild für die allerbesten Weine Österreichs vorgestellt worden ist, wird es an der Zeit auch einige ganz hervorragende Weine zu verkosten:

 Dr. Wolfgang Hamm
Foto: W_Hamm@Weingut_Stift_Klosterneuburg
2018 Wiener Gemischter Satz trocken DAC

Beginnen wollen wir gleich mit einem Siegerwein, denn das Wein-Magazin Enthusiast hat diesen 2018er Wiener Gemischten Satz mit der Spitzenpunktzahl von 92 Punkten bedacht. Die Trauben zu diesem Gemischten Satz stammen alle aus der legendären und bekanntesten Lage der Stadt Wien, dem Nußberg. Der Gemischte Satz ist eine typische Wiener Spezialität, werden doch verschiedene Rebsorten, die für den Wiener Weinbau exemplarisch sind, gemeinsam gelesen und gekeltert. Hier sind es die Traubensorten Grüner Veltliner, Welschriesling, Riesling, Weißburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer und Muskateller, die alle in der Lage Nußberg gewachsen sind und die zu dieser Wiener Spezialität, dem Gemischten Satz verarbeitet wurden. Der Wein, gekennzeichnet durch das Wappen des Stiftes Klosterneuburg, gehört zu der Linie Klassikweine, die sich durch jugendliche, fruchtbetonte, sortentypische Weine auszeichnet, die jung getrunken ein Höchstmaß an Trinkfreude vermitteln. Die Bodenbeschaffenheit im Nußberg besteht aus Kalkverwitterungsboden mit einer Löss-Tonerde-Auflage. Auf einer Seehöhe von 240-320 Metern ist die Lage nach Südost ausgerichtet. Der Ausbau des Weines hat im temperaturgesteuerten Edelstahltank stattgefunden.-

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die niemals ein Wein verkostet werden sollte und schon gar nicht ein solch außerordentlicher wie dieser 2018er Wiener Gemischter Satz, ist es notwendig dem Wein durch genügend Sauerstoff die Chance zu geben, sich optimal zu entfalten. Hernach wird die Nase beglückt von einem vielschichtigen Bukett aus grünem Apfel, Blütenaromen und Steinobstnoten. Im Mund und am Gaumen werden diese herrlichen Anklänge geschmacklich exakt bestätigt, wozu sich auch noch Zitrus-Nuancen gesellen. Getragen werden diese Fruchtaromen von einer bestens integrierten Säure, die einen fabelhaften Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt. 

Der 2018er Wiener Gemischter Satz zeigt sich frisch und jugendlich und bei einem langen Nachhall wird noch einmal klar, wie animierend dieser Wein ist, sorgt er doch für höchste Trinkfreude. Solo getrunken ist er erfrischend und wohlschmeckend und als Begleiter zu leichten Speisen passt er perfekt. Großartig!

Wir empfehlen diesen Wein zu "Heilbutt in Nussbutter gebraten, dazu Crumble vom Staudensellerie und Apfel, Limonen-Basilikum Gelee"

Der 2018er Wiener Gemischter Satz DAC hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Stift Klosterneuburg und können den Wein dort bestellen: https://www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/


 Foto Helga König
2018 Zierfandler Rotgipfler halbtrocken

Weiter geht es ebenfalls mit einem Wein aus der Linie Klassik-Weine mit diesem 2018er Zierfandler Rotgipfler einer Cuvée aus den beiden autochtonen Sortenklassiker Zierfandler und Rotgipfler. In Gumpoldskirchen, dem Herzstück des berühmten Weinbaugebiets der Thermenregion südlich von Wien kultiviert das Stift Klosterneuburg auf ihren legendären Rieden Wiegen, Hofpoint und Haslau diese einzigartigen „Südbahnsorten“, die sich auf den dortigen kalkhaltigen Braunerdböden besonders wohl fühlen. Die Exposition der Lagen ist in südöstlicher Richtung auf einer Seehöhe von 240 bis 400 Metern. Bei einer Maischestandzeit von 6 Stunden wurde der 2018er Zierfandler Rotgipfler anschließend im gekühlten Edelstahltank halbtrocken ausgebaut. Auch hier zeigt das Wappen des Stiftes Klosterneuburg , dass diese Klassik-Weine geprägt sind von jugendlicher, sortentypischer und fruchtbetonte Klasse. Unverkennbar geben sie auf elegante Weise die Typizität dieses Weingebietes um Gumpoldskirchen sehr authentisch wieder. Klassik-Weine stammen aus verschiedenen Weingärten, doch immer aus einem Weinort, eben wie hier aus den Gumpoldskirchner Lagen des Stiftes Klosterneuburg. Der Wein wurde von „Enthusiast“ mit 89 Punkten prämiert. 

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem brillanten Goldgelb. Auch jetzt bitte zunächst die Beatmung des Zierfandler Rotgipfler nicht vergessen, der Wein revanchiert sich danach mit seinem ganzen duft- und geschmacksmäßigen Potential. Jetzt kann sich die Nase auf wunderbare Anklänge nach reifen Steinobstnoten, etwas Rhabarber und feinen Blütenhonig-Noten freuen. Geschmacklich werden die Fruchtaromen eindeutig bestätigt und zudem von einer angenehmen Säure begleitet, die die richtige Balance dem 2018er Zierfandler Rotgipfler verleiht, indem sie zunächst auf Grund des halbtrockenen Ausbaus der Fruchtsüße den Vortritt lässt, um peu à peu mit der richtigen Säure die Fruchtaromen nicht zu dominant werden zu lassen. Der Wein besitzt einen kräftigen Körper, überzeugt mit einer exotischen Aromatik, ist sehr komplex und verspricht ein großes Reifepotential. Bei einem großartigen, langen Finish punktet er zusätzlich mit viel Frische und die Tatsache, dass der 2018er Zierfandler Rotgifler enorm animierend daherkommt, lässt zugleich viel Vorfreude auf den nächsten Schluck entstehen. Hier zeigt sich wie perfekt die jungen, frischen Klassik-Weine vom Stift Klosterneuburg sind, schmecken sie doch einfach zu gut. Top!

Wir empfehlen diesen Wein zu: "Kalbsfilet im Speckmantel auf Risotto mit grünem Spargel"

Der 2018er Zierfandler Rotgipfler hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Stift Klosterneuburg und können den Wein dort bestellen: https://www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/


 Dr. Wolfgang Hamm
Foto: W_Hamm@Weingut_Stift_Klosterneuburg
2018 Rosé trocken

Es folgt nun ein weiterer Wein aus der Edition Klassik mit diesem 2018er Rosé, der trocken ausgebaut wurde. Die Trauben zu diesem Rosé stammen aus den Weingärten in Tattendorf, die mit 55 Hektar die größte Rebfläche vom Stift Klosterneuburg bildet. Auf den trockenen Alluvialschotterböden dort gedeihen die beiden klassischen österreichischen Rebsorten Zweigelt und St. Laurent prächtig, die die Basis zu diesem herrlichen 2018er Rosé trocken sind. Bekanntlich wird ein Rosé ja aus roten Trauben vinifiziert und dabei ähnlich wie ein Weißwein verarbeitet. Nach der sehr schonenden Pressung verbleibt der helle Saft, der ja auch in den Rotweintrauben zu finden ist, die rote Pigmentierung befindet sich hauptsächlich in den roten Beerenschalen, also, der Saft bleibt noch einige Stunden auf der Maische, damit so die rosarote Farbe entsteht. Je nach Dauer wird die Färbung heller oder dunkler und bei mediterraner Rosé kann so auch ein dunkles Rot entstehen und doch handelt es sich immer noch um einen Rosé und keinen Rotwein. Grund ist die Art der Vinifizierung, denn der Ausbau gleicht dem eines Weißweines, also durch Gärung im gekühlten Edelstahltank. So kommt ein wunderbar frischer, junger Rosé zustande, der die intensiven Aromen der Rotweintrauben mit der Kühle und Frische des Weißwein-Ausbaus verbindet. Die Beliebtheit von Rosé ist allgemein auf dem Vormarsch und ganz besonders dann wenn er so exzellent schmeckt, wie der hier verkostete 2018er Rosé trocken aus den Lagen von Tattendorf.

Im Glas überzeugt der Wein mit der Farbe von strahlend hellem Pink, das sogleich spürbare Frische signalisiert. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder zunächst der Hinweis den Wein primär zu belüften, damit er sich voll entfalten voll. Olfaktorisch werden danach finessenreiche Erdbeer- und Kirscharomen wahrgenommen, die einfach nur begeistern. Im Mund und am Gaumen folgt sogleich die absolute geschmackliche Bestätigung dieser großartigen Anklänge. Der 2018er Rosé trocken verfügt über ein exzellent fruchtiges Aromenspiel und eine sehr angenehme Säurestruktur. Und dass ein solch ausdrucksstarker Rosé große Trinkfreude hervorruft, scheint nur natürlich zu sein. Da er auch über einen moderaten Alkohol-Gehalt verfügt, ist er geradezu ideal an warmen Sommerabenden im Garten oder auf der Terrasse für die richtige Erholung und Freude, ob zu zweit oder im Kreise lieber Freunde. Da wird es bei einem Glas nicht bleiben, dafür schmeckt der 2018er Rosé trocken einfach zu gut. Wunderbar!

Wir empfehlen diesen Wein zu:" Perlhuhnbrust mit  gebratetenen Pfifferlingen und Kräuter- Gnocchi"

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius verkostet werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Stift Klosterneuburg und können den Wein dort bestellen: https://www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/


 Foto: Helga König
2018 Grüner Veltliner Ried Hengsberg trocken

Nach den drei Klassik-Weinen folgt nun die Verkostung eines Lagenweines mit diesem 2018er Grüner Veltliner aus der Einzellage Hengsberg am Rande von Klosterneuburg in Richtung Kritzendorf. Hier, oberhalb der Donau auf einer Seehöhe von 190 bis 220 Meter ist die Hangausrichtung nach Südosten. Die Bodenbeschaffenheit besteht aus Sandsteinverwitterungs-Material mit Lössauflage. Zudem besitzt die Lage Hengsberg ein aromaförderndes Kleinklima, welches ganz außerordentliche Weine der Rebsorte Grüner Veltliner heranreifen lässt. Lagenweine wie der verkostete 2018er Grüner Veltliner stammen alle aus Einzellagen mit großer Tradition wie hier Ried Hengsberg. 

Das Stift Klosterneuburg bewirtschaftet manche dieser Weingärten bereits seit Jahrhunderten und um Spitzenweine zu erzeugen werden nur hochreife, gesunde Trauben geerntet, für Weine, die danach allerbeste Qualität und eine besondere Lagerfähigkeit garantieren. Die Böden und das Kleinklima von Ried Hengsberg bringen Weine hervor, die ganz speziell mit einem ausgeprägten Frucht-Würze-Spiel glänzen können. Beim Ausbau des 2018er Grüner Veltliner trocken ist ein besonderer Wert auf die lange Lagerung auf der Feinhefe Wert gelegt worden. So ist der Wein auch bis 5 oder 6 Jahren bestens. Und doch ist er in einem jungen Stadium bereits wunderbar zugänglich. Welche Klasse der 2018er Grüner Veltliner Ried Hengsberg trocken hat, zeigt auch die Prämierung durch das Wein-Magazin Enthusiast. Hier wurden hervorragende 89 Punkte verliehen.

Die Farbe des Weines im Glas ist ein kräftiges Strohgelb mit brillanten Reflexen. Bitte auch jetzt die Vermählung mit Sauerstoff nicht vergessen. Danach darf die Nase sich an Duftnoten erfreuen, die an würzige Aromen erinnern, die begleitet werden von Anklängen nach reifen gelben Äpfeln. Geschmacklich werden diese Anklänge durch Mund und Gaumen bestätigt, wobei neben der Würze auch noch Noten von weißem Pfeffer und Tabak zu registrieren sind. Der 2018er Grüner Veltliner Ried Hengsberg besticht neben den besonderen Aromen mit einer angenehmen Säure, die bestens integriert ist und für die nötige Fülle sorgt. Der Wein ist komplex, kraftvoll, nuancenreich und mit konzentrierter Frucht und viel Würze versehen. Ein langer, von Veltliner-Würze geprägter Abgang zeigt noch einmal wie individuell, sortentypisch und charaktervoll dieser Lagen-Veltliner sich präsentiert. Exzellent!

Wir empfehlen diesen Wein zu "Seeteufelfilet mit Langostino, angerichtet auf Artischockenschaum"

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Stift Klosterneuburg und können den Wein dort bestellen: https://www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/


 Dr. Wolfgang Hamm
Foto: W_Hamm@Weingut_Stift_Klosterneuburg
2017 Zweigelt trocken

Kommen wir jetzt nach den ganz besonderen Weißweinen zu zwei exzellenten Rotweinen bei unserer kleinen, aber sehr feinen Reise durch die Keller von Stift Klosterneuburg. Zunächst steht die Verkostung dieses 2017er Zweigelt an, einem Klassik-Wein, dessen Ausbau trocken ist. Zweigelt ist eine ganz klassische österreichische Rotwein-Sorte, die im Jahre 1922 von Professor Fritz Zweigelt an der Weinbauschule Klosterneuburg gezüchtet worden ist durch eine Kreuzung der Rebsorten Blaufränkisch und St. Laurent. Mittlerweile ist Zweigelt heute die meistangebaute Rotweinsorte in Österreich. Gewachsen sind zu diesem Wein die Trauben in den sonnenverwöhnten Lagen von Tattendorf auf den kargen Alluvialschotterböden mit Braunerde. Damit die Trauben eine hohe Reife und einen großen Extraktreichtum erreichen, wurde der Ertrag jeder Rebe auf natürliche Weise gedrosselt. Der Ausbau des 2017er Zweigelt trocken hat im großen Holzfass stattgefunden und zwar bei einer Dauer von 8 Monaten. Zuvor verbrachte der Wein eine Maischestandzeit von 2 Wochen. Wie gelungen der Zweigelt ist, zeigt auch die Bewertung durch das Wein-Magazin Enthusiast, hier wurden dem 2017er Jahrgang hervorragende 91 Punkte verliehen.

Im Glas präsentiert sich der 2017er Zweigelt trocken in einem leuchtenden Rubingranat mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Haben die Weißweine schon ein gewisses Quantum an Sauerstoff bedurft, so gilt dies für die Rotweine erst recht. Nur so gibt der Zweigelt seine ganze Vielfalt an Duft- und Geschmacksnoten komplett frei. Hernach darf die Nase ausgiebige Anklänge von intensiver Weichsel-Kirsch-Frucht erleben, die auch geschmacklich optimal in Mund und Gaumen bestätigt werden. Der Wein besitzt eine elegante Extraktsüße und ist zudem mit einer dezenten Tanninstruktur versehen. Kraftvoll, saftig und elegant, weiß der Zweigelt aus den Tattendorfer Lagen jeden Liebhaber dieser Rebsorte komplett zu überzeugen. Als Klassik-Wein bereitet er bereits jetzt in seinem jugendlichen Stadium allergrößte Trinkfreude, zumal er sortentypisch, individuell und sehr animierend daherkommt. Solo getrunken ein großes entspanntes Vergnügen, eignet sich der 2017er Zweigelt trocken auch ganz besonders zu warmen Nudelgerichten und gekochtem Rindfleisch, aber auch zu Zwiebelrostbraten und gebratener Ente. Á la bonne heure!

Wir empfehlen diesen Rotwein zu "Hirschkalbsrücken in Holunderbeerjus mit Kartoffelterrine"

 Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 16% Celsius verkostet werden.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Stift Klosterneuburg und können den Wein dort bestellen: https://www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/

 Foto: Helga König
2016 St. Laurent Ausstich trocken

Schließlich kommt zum krönenden Abschluss unserer kleinen, aber sehr aufschlussreichen Verkostungsreihe von Weinen des Weinguts Stift Klosterneuburg dieser 2016er St.Laurent Ausstich trocken zur Verkostung, der zur Linie Lagenweine gehört. Der inoffizielle, österreichische Zusatz "Ausstich"  zeigt an, dass der Kellermeister des Stiftgutes aus den besten großen Holzfässern des Jahrgangs, hier 2016, einen ganz besonderen St.Laurent komponiert hat, der dann den Zusatz „Ausstich“ erhielt. Die altertümliche, klösterliche Bezeichnung geht auf den Brauch zurück, dass der Kellermeister größerer Betriebe jedes Jahr sein bestes Fass auswählt(heraussticht). St. Laurent ist ursprünglich eine aus Frankreich stammende Rebsorte, die in Österreich urkundlich zum ersten Mal 1860 erwähnt wurde, nachdem sie auch im gleichen Jahr im Stift Klosterneuburg erstmals ausgepflanzt worden ist. 

Im Weinbaugebiet der Thermenregion wird St.Laurent, ein Mitglied der Burgunderfamilie, besonders häufig angebaut, so wie hier in den Stiftslagen von Tattendorf, wo warme fruchtbare Böden die Rebsorte mit ihren dickschaligen, schwarzblauen Beeren optimal reifen lassen. Gewachsen sind die Trauben in der Riede Stiftsbreite, einer der traditionellen Lagen von Klosterneuburg. Die Bodenbeschaffenheit hier besteht aus Alluvialschotterboden mit Braunerde. Nach einer Maischestandzeit von 3 Wochen hat der Ausbau 18 Monate lang im großen Holzfass stattgefunden. So konnte der 2016er St.Laurent Ausstich trocken in aller Ruhe heranreifen, bis aus ihm ein Spitzen-Rotwein geworden ist. Dies bestätigt auch das Wein-Magazin Enthusiast, die diesem Wein eine hervorragende Punktzahl von 92 Punkten verliehen hat. Das Genuss-Magazin Falstaff hat den 2016er St.Laurent Ausstich ebenfalls mit 92 Punkten überaus hoch bewertet. 

Farblich offeriert sich der Wein in einem tiefen dunklen Rot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Wie schade wäre es den 2016er St.Laurent Ausstich nicht zunächst richtig zu belüften, versäumt man doch dabei bereits bei der olfaktorischen Prüfung seine ganze Klasse zu erkennen. Mit dem nötigen Sauerstoff darf die Nase jetzt die wunderbaren Aromen von Herzkirchen, roten Ribiseln(roten Johannisbeeren) und Brombeeren wahrnehmen, die im Mund und am Gaumen auch prima bestätigt werden. Der 2016er St. Laurent Ausstich ist intensiv im Geschmack, besitzt Fülle und Substanz, punktet mit viel Frucht und einer herrlichen Balance mit der richtigen Säure, ist dabei elegant, und sein nachhaltig langer Abgang zeigt sich weich und rund und sehr trinkfreudig. Zweifellos ist dieser 2016er St. Laurent Ausstich ein ganz besonders gelungenes Beispiel für diese großartige Rebsorte, begeistert er doch auf Anhieb, wobei sein Geschmack sich von Glas zu Glas steigert. Ideal für den abendlichen Genuss solo getrunken, ist dieser Wein ein perfekter Begleiter für Wild, Wildgeflügel und Roastbeef. Chapeau!

Wir empfehlen diesen Rotwein zu "Rehrückenfilet mit Topinambur-Nuss-Gröstl"

Der 2016er St. Laurent Ausstich trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 16 Grad Celsius genossen werden.



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Nachdem wir jetzt die herrlichen Weine vom Stift Klosterneuburg mit viel Respekt, Trinkfreude und großem Genuss verkostet haben, hier unser Fazit:

Stift_Klosterneuburg ist ein historischer Ort, ein weltkultureller Begriff, eine innovative Institution und nicht zuletzt Österreichs ältestes Weingut, das als erstes österreichisches Weingut klimaneutral zertifiziert wurde. Damit ist Stift Klosterneuburg nicht nur ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz, hier wird auch größten Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Die Weine von Stift Klosterneuburg zählen zu den besten in ganz Österreich. Weinbau wird hier bereits seit 1114 nachweislich betrieben, die Weinberge des Stifts mit den Ausnahme-Lagen werden zum Teil auch seit Jahrhunderten kultiviert und sie besitzen wahrhaft Kultstatus. Geprägt von der Philosophie des Stiftes: Arbeit im Einklang mit der Natur, respektvoller Umgang mit Mensch und Umwelt, Offenheit für neue Ideen und unermüdliches Streben nach einzigartigen Weinen, gelingt es mit jedem Jahrgang wieder Spitzenweine im Weiß-, Rosé- und Rotweinbereich zu kreieren, die national und international höchste Anerkennung finden. So etwas ist nur möglich wenn die wichtigsten Kriterien des Weinmachens vorzufinden sind, nämlich Spitzenlagen, akribische Pflege der Weinberge und Rebpflanzen, reduziertes Wachstum der einzelnen Reben, selektive Handlese und eine zeitnahe, sehr schonende Verarbeitung im Keller, wo die Weine nach neuesten Erkenntnissen und mit besten Gerätschaften vinifiziert und in Ruhe heranreifen können. 

Natürlich gehören auch bestens geschulte und erfahrene Personen der Weinbereitung zu diesem erfolgreichen Weinmachen, so Weingutsleiter Wolfgang Hamm, Kellermeister Günther Gottfried, Weingartenleiter Johannes Steurer und alle anderen Mitarbeiter des Weingutes, die ihr ganzes Engagement dafür hergeben, die optimalsten Weine zu erzeugen, so die Natur es zulässt. Und dies gelingt kontinuierlich, wie wir uns überzeugen durften. Alle hier verkosteten Weine waren von allerhöchstem Niveau und von einer Spitzenqualität. Zudem hat es Weine gegeben, die nicht nur einmal sind, wie etwa „Wiener Gemischter Satz“ oder der regionale "Zierfandler Rotgipfler", die beide ganz großartig schmecken, auch die eher bekannten Weine wie Grüner Veltliner, Rosé, Zweigelt und St.Laurent sind absolute Spitze. Hier hat jeder Wein seinen eigenen Charakter, ist Terroir-geprägt und besitzt einen ganz außerordentlichen eigenen sortentypischen Geschmack. Dies ist nicht nur besonders beeindruckend, es zeigt einfach auch die herausragende Stellung der Weine von Stift Klosterneuburg. Mit Fug und Recht darf gesagt werden, dass hier mit das Beste an Weinen geboten wird, was Österreich zu bieten hat. Einen besseren Repräsentant für österreichische Weine und österreichische Kultur weltweit ist daher kaum vorstellt. Zu Recht werden die Weine von nationalen und internationalen Experten mit allerbesten Punktzahlen bewertet, so auch von uns, die wir feststellen durften, dass die Weine einfach ganz besonders gut schmecken und uns so begeistert haben. 

 Deshalb: Maximal empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Stift Klosterneuburg und können den Wein dort bestellen: https://www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/