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Weingut Janson Bernhard Zellertal/ Harxheim--- 8 Weißweine, 1 Rosé und 1 Rotwein

 Christine Bernhard
Das Weingut Janson Bernhard blickt auf eine ganz große Tradition zurück, haben sich doch schon viele Generationen vor Christine Bernhard, der heutigen Inhaberin und Öko-Winzerin auf dem Weingut Janson Bernhard mit dem Weinanbau auf sehr fortschrittliche Weise befasst. Die Familiengeschichte der im Bereich Ökologie ausgebildeten und überaus engagierten Umwelt-Aktivistin Christine Bernhard reicht bis weit in das Mittelalter zurück. Bereits im 12. Jahrhundert waren die Bernhards freie Bauern unter der Herrschaft von Adolf von Nassau.

Die Geschichte der Familie Janson, dem anderen großen Familienzweig begann 1739 mit der Übersiedlung des Mennoniten Abraham Janson von Holland nach Harxheim in den Herrschaftsbereich des Hauses Nassau-Weilburg, nachdem er aus religiösen Gründen in Holland verfolgt wurde. Damit begann eine über viele Generationen währende Familiengeschichte von Winzern und Bauern. Als Glücksfall sollte sich die Ansiedlung am Ortsrand von Harxheim erweisen, denn hier war genügend Platz um im Jahre 1898 das imposante Gutshaus mit großem Park zu erbauen, das heute noch den Mittelpunkt des Weingutes bildet. Bereits 1893 wurden im Weingut Janson Weine in Flaschen abgefüllt und diese später in den Jahren 1922 bis 1938 auf den Schiffen der Hamburg-Amerika-Linie verkauft. Die Weine wurden vielfach ausgezeichnet und der Lohn all dieser Bemühungen war der Titel eines Ökonomierates. 1918 heiratete Hans Bernhard, ebenfalls Winzer und Bauer in die Familie Janson ein, seitdem trägt das Gut den Namen Janson Bernhard.

Heute leitet Christine Bernhard die Geschicke des Weingutes. Sie hat 1993 die gesamte Weinproduktion auf ökologischen Weinbau umgestellt. Von 1995 bis zum Jahre 2003 war sie Vorsitzende des Bundesverbandes ökologischer Weinbau( ECOVIN). Zusammen mit ihrer Schwester Alice Bernhard, einer Architektin entwickelt sie das Weingut weiter, wozu auch die behutsame Restaurierung der Baulichkeiten des Hofgutes gehört. 

Der mit exotischen Bäumen und Pflanzen bestückte Park gehört zu den größten in der Pfalz. Die angebaute Rebfläche beträgt zurzeit etwa 10 ha, wobei Christine Bernhard sich sowohl bei den neuen pilzfesten Sorten engagiert, ebenso auch für alte selektionierte Zellertaler Gewürztraminerreben. Die hauptsächlich angebauten Rebsorten sind Riesling, Silvaner, Weiss-, Grau- und Spätburgunder sowie regionaltypischer Gewürztraminer und Portugieser, die auf den Kalkstein geprägten, hoch mineralischen Böden beste Waschstumsbedingungen vorfinden. 

Besondere Lagen des Gutes sind "Zeller Schwarzer Herrgott" und "Taubrunnen". Weine aus der Pfälzer Spitzenlage "Zeller Schwarzer Herrgott", mit die beste in der Pfalz wurden bereits um 1920 vom angesagten Hotel Adlon in Berlin geordert und bei Weinversteigerungen erlangten die Weine Spitzenpreise. Gelesen werden die Trauben grundsätzlich per Hand, um anschließend sehr schonend im Keller vinifiziert zu werden. Nach der nötigen Reifezeit entstehen so Weine auf höchstem Niveau und von ausgesuchter Qualität, die auf Anhieb begeistern. Den Beweis treten die nun folgenden unterschiedlichen Weine an, die mit großer Neugierde und viel Freude zur Verkostung anstehen. 

 Christine Bernhard
2015 Zellertaler Weissburgunder trocken 

Der hier verkostete 2015er Weissburgunder trocken stammt aus den Zellertaler Lagen des Weingutes Janson Bernhard. Ganz nach den Grundsätzen des ökologischen Weinbaues wurde das Traubengut kultiviert, denn Christine Bernhard ist als Vorreiterin für ökologischen Land- und Weinbau hierzulande sehr bekannt und geschätzt, hat sie doch maßgeblich den Verband Ecovin mit aufgebaut, zunächst als Vorsitzende und heute sehr aktiv als ehrenamtliche Mitarbeiterin. 

Gleichzeitig gehört ihr Weingut dem ökologischen Vertrieb Demeter an. Außerdem hat sich Christine Bernhard zur Aufgabe gemacht, die Weinregion Zellertal zwischen Donnersberg und Worms wieder in das Bewusstsein der überregionalen Weinfreunde zu rücken, mit der Ausnahme-Lage "Zeller Schwarzer Herrgott", die vor hundert Jahren bereits Kultstatus hatte. Der 2015er Zellertaler Weissburgunder wurde trocken ausgebaut, nachdem das Rebgut zu diesem Wein selektiert per Hand gelesen worden ist, um es danach sofort zur schonenden Pressung in den Keller zu verbringen. Schließlich hatte der Weissburgunder genügend Zeit, um in aller Ruhe heranzureifen. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Zur olfaktorischen Prüfung dieses jungen Weissburgunders ist es notwendig, ihn mit genügend Sauerstoff zu vermählen, möchte man die Fülle der Duftaromen komplett wahrnehmen. Hier zeigen sich danach Anklänge an Melonen und gelbe Früchte in der Nase, die auch geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt werden. Getragen wird die Aromenfülle von einer sehr ansprechenden Säure, die sowohl die geschmackliche Balance des Weines herstellt, ihm aber auch eine langanhaltende Frische zuteil werden lässt. 

Der Weissburgunder punktet mit seinem exzellenten Frucht-Säure-Bogen, ist vollmundig und schmeckt einfach herrlich frisch und nachhaltig. Hier ist Christine Bernhard ein wunderbarer Wein gelungen mit viel geschmacklichem Potential, so wie man einen ausgezeichneten Weissburgunder liebt, feine Frucht, frische knackige Säure mit moderatem Alkohol, sehr animierend, ideal für das tägliche Glas Wein zur Entspannung, und wenn es ein oder zwei Glas mehr werden, ist die Freude umso größer. 

Wir empfehlen diesen Wein zu: Zanderfilet mit Krabben und einem Weissburgunder-Schaum

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Janson Bernhard und können den Wein bestellen: www.jansonbernhard.de

 Christin Bernhard
2015 Zellertaler Auxerrois 

Dieser feinfruchtige 2015er Auxerrois stammt ebenfalls aus den Zellertaler Lagen des Weingutes Janson Bernhard. Auxerrois ist eine Weißweinsorte, die im Elsass in Frankreich, in Deutschland an der Obermosel, im Kraichgau und in der Pfalz angebaut wird und dabei nicht besonders häufig vorkommt. Der Auxerrois ähnelt geschmacklich dem Weissburgunder, ist allerdings fruchtiger mit einer geringeren Säure und zählt auch dementsprechend zur Gruppe der Burgundersorten. Wie alle Weine von Christine Bernhard wurde auch dieser 2015er Auxerrois nach streng ökologischen Vorgaben im Weinberg kultiviert. 

Für ihr Engagement zum ökologischen Weinbau erhielt sie den 1. Preis des Förderpreises Ökologischer Landbau 2011. 

Farblich zeigt sich der 2015er Auxerrois feinfruchtig in einem animierenden Hellgelb. Auch jetzt sollte man dem jungen Wein das nötige Quantum an Sauerstoff geben, indem man das Glas in aller Ruhe mehrmals schwenkt. Nur so ist es möglich die Duftnoten, die diesen feinen Auxerrois prägen, mit der Nase wahrzunehmen. Das Ergebnis ist ein olfaktorischer Genuss, denn die Aromen erinnern an exotische Früchte. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und begeistern mit ihrem intensiven Ausdruck. Gleichzeitig punktet der Auxerrois zusätzlich noch mit einer nussigen Komponente, die die Aromenfülle bestens abrundet. 

Die moderate Säure bildet das Rückgrat dieses 2015er Auxerrois, dabei lässt sie den exotischen Fruchtanklängen genügend Raum, um den Verkoster zu entzücken. Der Wein wirbt mit seiner geschmacklichen Präsenz, ist frisch und lebendig, nicht kompliziert, aber angenehm fruchtig mit der nötigen Lange beim Finish. Damit macht das Weintrinken einfach Spass. 

Dieser Wein passt ausgezeichnet zu:"Überbackenem Hähnchenbrustfilet mit Orangen-Senf-Sauce auf Kohlrabigemüse".

Der 2015er Auxerrois hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Sehr empfehlenswert. 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Janson Bernhard und können den Wein bestellen: www.jansonbernhard.de

 Christine Bernhard
2014 Zellertaler Silvaner trocken 

Dieser Silvaner des Jahrganges 2014 wurde trocken ausgebaut. Das Traubengut stammt aus den Zellertaler Lagen von Christine Bernhard. Die Bodenbeschaffenheit ist hier von Kalkstein geprägt, ebenso von einer besonderen Mineralik. Beides eignet sich bestens gehaltvolle, authentische Weine zu erzeugen, die unverwechselbar ihr Terroir widerspiegeln. Das Zellertal, ein kulturträchtiges Seitental des Rheins gehört zum Weinanbaugebiet Pfalz und bildet hier den nördlichsten Teil. Wein wird hier seit Jahrhunderten angebaut, das zeigen schon die Vorfahren von Christine Bernhard, die diese lange Tradition begründen. 

Vor hundert Jahren waren das Zellertal und das Weingut Janson Bernhard berühmt für ihre exzellenten Weine. An diese Zeiten knüpft die engagierte Bio-Winzerin an, indem sie durch die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise das natürliche Potential ihrer exzellenten Lagen mit ganzem Herzblut kultiviert. Der hier verkostete 2014er Silvaner trocken zeigt sich im Glas in einer hellgelben Farbe mit intensiven brillanten Reflexen. 

Ohne langweilen zu wollen, auch hier der Hinweis auf den notwendigen Sauerstoff, um die Duftfülle zu genießen. Zarte Anklänge an Wiesenblumen sind das olfaktorische Ergebnis, im Mund und am Gaumen werden diese bestätigt und durch eine Zitrusnote ergänzt. Der Wein ist frisch und saftig. Dabei komplettiert die angenehme Säure den Geschmacksbogen bestens und sorgt zudem für einen langen mineralischen Abgang. Dieser Wein eignet sich perfekt, um in sommerlicher Laune mit Freunden gemeinsam den Abend zu verbringen. Einfach Klasse dieser 2014er Zellertaler Silvaner trocken. 

Zu diesem Silvaner eignet sich ein "Kalbsrückensteak mit Kalbsbries, Nudeln und Wirsing".

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Janson Bernhard und können den Wein bestellen: www.jansonbernhard.de


 Christine Bernhard
2015 Zeller Kreuzberg Riesling Kabinett trocken 

Dieser 2015er Riesling stammt aus der Lage Zeller Kreuzberg, wurde in der Qualitätsstufe Kabinett und trocken ausgebaut. Die Bodenbeschaffenheit des "Zeller Kreuzbergs" besteht überwiegend aus Kalkstein und Tonmergel, sodass hier Rieslinge entstehen, die von einer besonderen Mineralität geprägt sind. Zusammen mit der feinen Frucht entstehen Weine, die als Riesling für sich sprechen, Terroir-betont, authentisch und unverwechselbar, wozu auch die ökologische Anbauweise beiträgt. Es ist das Potential der Weinberge, das die Basis der großen Rieslinge bildet. 

Christine Bernhard begleitet den Wein in seiner ganzen Entwicklung von der Rebe bis in die Flasche und dazu bringt sie ihr ganzes Können und ihre Erfahrung, aber auch ihr Bewusstsein für die biologischen Notwendigkeiten der Natur ein. Das Ergebnis ist überzeugend. Im Glas zeigt sich der 2015er Riesling trocken in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Auch dieser junge Riesling zeigt sein ganzes Potential erst, wenn er dank des Sauerstoffes sowohl duftmäßig als auch geschmacklich bereit ist sich zu öffnen. 

Aromen- Anklänge, die an Sommeräpfel und Zitrusblüten erinnern, sind das intensive Erleben mit der Nase. Diese Nuancen werden im Mund und am Gaumen geschmacklich wunderbar bestätigt und durch die entsprechende Säure ergänzt, die in diesem jugendlichen Stadium durchaus knackig ist. Hinzu gesellt sich eine intensive Mineralität, die zusammen mit der Frucht dem Wein ein beachtliches Volumen gibt. 

In einigen Monaten auf der Flasche wird dieser 2015er Zeller Kreuzberg Riesling Kabinett trocken erst wirklich seine ganze Klasse präsentieren können, wozu auch die bis dahin erreichte Balance beitragen wird. Schon jetzt weiß er zu überzeugen, denn seine wunderbaren geschmacklichen Eigenschaften sind eindeutig wahrnehmbar. 

Hier reift ein großartiger Riesling heran, der seine Verkoster zu begeistern weiß. 

Zu diesem Riesling passt  ein "Waller im Speckmantel auf Spinat und Senfsauce".

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

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 Christine Bernhard
2015 Zeller Schwarzer Herrgott Riesling & Gewürztraminer trocken 

Der 2015er Zeller Schwarzer Herrgott Riesling & Gewürztraminer ist eine Assemblage der beiden Rebsorten und basiert auf der alten Form des "Mischsatzes". In früheren Jahrhunderten, als sortenreine Weine noch eher selten waren, hat man verschiedene Rebsorten in einen Weinberg gepflanzt, um sicher zu gehen, dass beim Ausfall einer Rebsorte nicht gleich die ganze Ernte verloren war. Diese Tradition wurde zugunsten vom Anbau nur einzelnen Rebensorten aufgegeben. Im Weingut Janson Bernhard wird diese "Hochzeit im Weinberg" allerdings mit großem Erfolg fortgeführt, indem wie hier Riesling und Gewürztraminer in einem Weinberg anpflanzt und gemeinsam vinfiziert werden. 

Das Ergebnis ist wirklich sensationell, entstehen doch in den Weinbergen mit den "alten Reben" große Weine mit einem eigenen, unverkennbaren Charakter. Natürlich muss auch die Lage zur Sprache kommen, in der das Traubengut kultiviert wurde. Es ist der "Zeller Schwarzer Herrgott", eine der besten Lagen in der Pfalz, die auch zu den berühmten in Deutschland zählt. In diesem reinen Südhang ist besonders viel Kalkstein vorhanden, in den Terrassen verwittern helle Kalkfelsen und so sind die Hänge noch wärmer und geschützter und ermöglichen eine besonders lange Reifezeit für die Trauben. 

Schon um 1900 wurden für Riesling- und Gewürztraminer-Weine aus der Lage "Zeller Schwarzer Herrgott" absolute Spitzenpreise erzielt und weltweite Aufmerksamkeit haben sie auf den Schiffen der Hamburg-Amerika-Linie und im Nobelhotel Adlon in Berlin erlangt. 

Im Glas zeigt sich die Assemblage aus Riesling und Gewürztraminer in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Auch hier der kurze Hinweis auf die Vermählung mit Sauerstoff, um dem jungen und überaus vielschichtigen Wein sein gesamtes Potential zu entlocken. Wie schade wäre es, auf diesen wunderbaren Einstieg zu verzichten, hat man doch so die Möglichkeit ihn vollkommen kennenzulernen. 

Die Nase hat das Vergnügen feine Anklänge an Litschi, Sommeräpfel und Teerosen wahrzunehmen, auch leichte Nuancen von gelben und exotischen Früchten. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtanklänge geschmacklich bestätigt und durch die tragende Säure ergänzt, die so einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen schafft. 

Als edler Jüngling, der auch noch trocken ausgebaut wurde, werden die nächsten Monate auf der Flasche ihm noch mehr Ausdruckskraft und Balance geben. Dann wird noch deutlicher sein gesamtes Volumen an Frucht und wohlschmeckender Säure integriert sein, wobei er jetzt schon den Verkoster entzückt, wenn dieser bei dem langen Nachhall freudig feststellt, wie großartig der 2015er Zeller Schwarzer Herrgott Riesling & Gewürztraminer trocken gelungen ist. 

Zu diesem Weißwein passt "Ostsee-Steinbutt mit gedämpften Krabben-Wan-Tan auf Spitzkohl"

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

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 Christine Bernhard
2015 Zeller Kreuzberg Gewürztraminer Spätlese 

Die hier verkostete 2015er Gewürztraminer Spätlese stammt aus der Lage Zeller Kreuzberg. Christine Bernhard hat diesen Prädikatswein feinfruchtig ausgebaut, nachdem das Traubengut nach ökologischen Richtlinien im Weinberg erzeugt und per Hand gelesen wurde. Dabei möchte Christine Bernhard ökologische Weinkultur nicht nur im Weinberg umsetzen, diese soll auch erlebbar, schmeckbar und begreifbar für die Freunde ihrer Weine sein. Die Kultivierung beginnt mit dem Umgang der ihr anvertrauten Böden, geht über die handwerkliche und ökologische Pflege im Weinberg und Keller weiter und mündet in die kulturelle Einbettung ihrer Weine in die regionale Ess- und Trinkkultur. 

Ihre Weine sind für Christine Bernhard ein entscheidender kultureller Beitrag, dem sie höchste Beachtung und Sorgfalt schenkt. Das Ergebnis zeigt sich in dieser wunderbaren 2015er Zeller Kreuzberg Gewürztraminer Spätlese feinfruchtig. 

Der Wein besticht im Glas mit einer brillanten hellgelben Farbe. Auch bei diesem edlen Gewürztraminer ist Sauerstoff vonnöten, damit er sein Duftbouquet anbietet. Feine, filigrane Anklänge an frisch aufgeblühte Rosen sind das olfaktorische Ergebnis, das die Nase begeistert. Im Mund und am Gaumen werden geschmacklich Nuancen von Honigmelonen registriert, die auch noch eine mineralische Komponente aufweisen. Die gut eingebundene Säure lässt der Frucht genügend Platz, damit sie den Verkoster total einnimmt und ihn begeistert. Selbst der lange Abgang gilt in erster Linie der Fruchtsüße, ohne dass diese zu sehr dominiert. Welch herrliches Aromenspiel und welches feine Schmeicheln der geschmacklichen Empfindung, einfach großartig!

Dazu passt "Zanderfilet mit Kürbisgemüse"


Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

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 Christine Bernhard
2014 Zeller Schwarzer Herrgott Riesling trocken "Unterm Kreuz" 

Dieser 2014er Zeller Schwarzer Herrgott Riesling trocken hat den Beinamen "Unterm Kreuz",  besagt dieser doch, dass der Wein in dieser uralten Lage gewachsen ist, die die Mönche vom Kloster Zell angelegt haben, unter dem Kreuz, bei dem sie beteten. Der Heilige Philipp, ein irischer Mönch, der die Region christianisierte, gründete um 700 bei Zell ein Kloster, das im Mittelalter zu den bedeutenden Wallfahrtsorten zählte. Selbst Karl der Große und seine Frau pilgerten nach Zell. Als Messweinberg des Klosters zählt die Lage Zeller Schwarzer Herrgott zu den ältesten Lagen in der Pfalz und Zell zu den ältesten urkundlich erwähnten Weinbauorten. 

Welches einzigartige Terroir die Lage aufweist, wurde bereits erwähnt, ebenso das herausragende Renommee der Weine vom Weingut Janson Bernhard, die aus dieser Lage stammten. 

Im Glas zeigt sich der 2014er Zeller Schwarzer Herrgott Riesling trocken in einem Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Nachdem der Wein durch mehrmaliges Schwenken des Glases ein erstes Quantum Sauerstoff erhalten hat, zeigen sich jetzt Anklänge in der Nase, die an weißen Pfirsich, Sommerapfel und leichte Zitrusnoten erinnern. Die entsprechende Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt und wird durch eine salzig-würzige Note ergänzt. 

Der 2014er Zeller Schwarzer Herrgott trocken ist komplex, mineralisch dabei gut ausbalanciert und feingeschliffen. Sein großartiges Potential macht ihn zu einem Riesling allerbester Güte. Gleichzeitig zeigt er zu welchen großartigen Weinen das Weingut Janson Bernhard fähig ist. Hier hat die Bio-Winzerin Christine Bernhard mit sicherem Gespür für das besondere Terroir einen Spitzen-Riesling kreiert. Chapeau!

Dazu passt  "Kalbsrückensteak  mit Kalbsbries, Nudeln und Wirsing"

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

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 Christine Bernhard
2015 Gewürztraminer Beerenauslese 

Diese 2015er Gewürztraminer Beerenauslese edelsüß wird in der gutseigenen Beurteilung unter der Rubrik –Noble Weine- geführt. Kultiviert wurde die Beerenauslese in der Lage Zeller Königsweg. Die Rebsorte Gewürztraminer hat im Zellertal und besonders im Weingut Janson Bernhard eine große Tradition, eignet sich das Terroir der gutseigenen Lagen doch bestens für diese uralte Rebsorte, die mutmaßlich aus dem alten Ägypten stammt. Benannt nach der bekannten Weinbaugemeinde Tramin in Südtirol wurde sie um 1500 nach Deutschland eingeführt, wo sie zunächst als Mischsatz(Assemblage) z.B. mit Riesling nachgewiesen ist. 

Mit einem Restzucker von 86,6 g/l ist diese 2015er Gewürztraminer Beerenauslese wahrlich eine edelsüße Verführung. Im Glas zeigt sich der Wein in einer intensiven hellgelben Farbe mit leicht rötlichen Reflexen. 

Wie dicht die Beerenauslese ist, registriert sowohl das Auge aber noch mehr die Nase, die eine Explosion von einem Duft-Bouquet erlebt, hat man den Sauerstoff erst an den Wein herangelassen. Nuancen von Rosen, Feigen, Litschi und Honignoten auch eine leichte Mineralität sind das olfaktorische Ergebnis, das im Mund und am Gaumen eindrucksvoll geschmacklich bestätigt und durch Anklänge an Quittenmarmelade ergänzt wird. Der Wein verfügt über eine erhebliche Dichte und satte Frucht. 

Die Säure sorgt für die Balance, ebenso aber für den nicht enden wollenden Nachhall, der noch immer zwischen der intensiven Fruchtsüße und der gut eingebundenen Säure hin- und herpendelt. Absolut großartig diese 2015er Gewürztraminer Beerenauslese und ein nobler Begleiter für alle edlen Nachspeisen. 

Dazu passen "Vanilleerdbeeren mit gebrannter Creme"

Der Wein hat 8,10% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

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 Christine Bernhard
2015 Rosé Clairette 

Der hier verkostete 2015er Rosé wurde aus der Rebsorte Clairette Rose vinifiziert. Dabei handelt es sich um eine Rotweintraube, die aus einer spontanen Mutation der Sorte Clairette blanche entstanden ist. Um aus den roten Trauben diesen lachsfarbenen Ton zu erreichen, wird die rote Beerenhaut nach kurzer Zeit vom Rebensaft getrennt, sodass nur ein geringer Teil des Farbstoffes den Saft farblich beeinflussen kann. So entsteht diese wunderbar frische Lachsfarbe, die nicht nur animierend auf das Auge wirkt, sondern gleichzeitig die besondere Frische signalisiert. 

Richtig gekühlt, lässt dieser 2015er Rosé Clairette bei einem schönen Sommerabend die Herzen der Weinfreunde höher schlagen. Im Glas zeigt sich, wie bereits erwähnt, diese leuchtende Lachsfarbe, die Vorfreude aufkommen lässt. Die Nase darf sich auf einen frischen Erdbeerduft freuen, Mund und Gaumen werden diesen Anklang an frische, reife Erdbeeren geschmacklich gerne bestätigen. Ganz besonders reizvoll ist die zusätzliche zitronige Note, die dem Wein einen sommerlichen Touch gibt und das Gefühl vermittelt, es ist mal wieder Zeit zu einem Sprung in die Provence. 

Derweil betört der 2015er Rosé Clairette die geschmacklichen Sinne in einem fort, auch bei diesem wunderbaren frisch-fruchtigen Abgang, der nur eines bewirkt, das Verlangen nach dem nächsten Schluck. Phantastisch dieser 2015er Rosé ein absolutes Trinkvergnügen. 

Dazu passt ein "Sommersalat mit Kaisergranat".

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei etwa 8 Grad Celsius verkostet werden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

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Christine Bernhard
2014 Incarnatum Rotwein trocken 

Dieser 2014er Incarnatum trocken ist ein Rotwein-Cuvée aus den Rebsorten Pinotin und Cabertin. Pinotin ist eine 1991 gezüchtete Rotweinsorte aus der Kreuzung zwischen Blauem Spätburgunder und Resistenzpartnern. Sie ist sehr widerstandsfähig und kann bis in den Oktober hinein geerntet werden, ohne dass sie besonders frostanfällig ist. Cabertin ist ebenfalls eine Rotwein-Neuzüchtung und zwar aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon und Resistenzpartnern. Benannt wurde die Cuvée nach "Trifolium Incarnatum" der lateinischen Bezeichnung für den besonderen Klee, der so schön in den Weinbergen leuchtet. Beide resistenten Rebsorten eignen sich besonders, um die biologisch-dynamische Philosophie des Weinmachens von Christine Bernhard umzusetzen. Die resistenten Rebpflanzen selbst und die natürliche Bearbeitung im Weinberg sind der Schlüssel für die biologische Bewirtschaftung. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem tiefen Kardinalsrot. Benötigt Weißwein schon genügend Sauerstoff, um den Wein zu öffnen, so gilt dies für den Rotwein erst recht. Jetzt zeigen sich Anklänge an schwarze Kirschen, ebenso Nuancen von Waldfrüchten, Brombeeren und Cassis. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt. Der Wein ist dicht, ebenso komplex und hat eine kräftige, tanninreiche Struktur. Die angenehme Säure sorgt für die besondere geschmackliche Wahrnehmung der Fruchtkomponenten, ohne dass diese zu dominant erscheinen. So entsteht ein runder, weicher langanhaltender Abgang, der noch einmal Revue passieren lässt, welch gelungenes Cuvée die beiden Neuzüchtungen Pinotin und Cabertin bilden. 

Dieser Wein passt zu "Lammroastbeef in Rosmarinessenz mit Bohnen und Grappakartoffeln"

Der Wein hat moderate 12% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König  

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Janson Bernhard und können den Wein bestellen: www.jansonbernhard.de


Nachdem wir jetzt die unterschiedlichsten Weine vom Bio-Weingut Janson Bernhard verkostet haben, ist es an der Zeit ein abschließendes Fazit zu ziehen. Insgesamt haben die Weine uns außerordentlich gut gefallen, sind sie doch geschmacklich vom Allerfeinsten. Jeder einzelne Wein, ob Riesling, Burgunder, Auxerrois, Silvaner, Gewürztraminer, Rosé Clairette oder Rotwein Incarnatum, sie alle haben eine außerordentliche Qualität und sind von exzellentem Niveau. Die Weine verkörpern eindrucksvoll das Terroir ihrer Lagen, sind dabei individuell, geschmackvoll und von sortentypischer Authentizität. Neben der beeindruckenden Geschichte des Weingutes Janson Bernhard überzeugen in gleichem Maß die Spitzenlagen des Gutes, die solche Weine, wie Christine Bernhard sie kreiert, hervorbringen. Dabei ist das nimmermüde Engagement für den bio-dynamischen Anbau ein grandioser Schritt nicht nur für das kulturelle Erscheinungsbild der Weine, sondern auch ein besonderes Qualitätsmerkmal für den Wein selbst. 

Deshalb zum Schluss noch einmal alles kurz zusammengefasst: Es war uns eine große Freude und ein absoluter Genuss, die Weine von Christine Bernhard zu verkosten. Sie haben es verdient über die regionalen Grenzen hinaus bei den Weinfreunden noch bekannter zu werden, zumal das Preis-Leistungs- Verhältnis geradezu optimal ist. 

Absolut empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

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