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Spitalkellerei Konstanz 5 Weißweine und ein Rotwein-Cuvée

 Hubert Böttcher und Stephan Düringer 
Die Spitalkellerei Konstanz wurde im Jahre 1225 gegründet und ist damit die älteste Stiftungskellerei Deutschlands. Noch heute erfüllt sie den Zweck ihrer Gründung, nämlich dass das Vermögen allein der Pflege von kranken und bedürftigen Menschen zugutekommt. Deshalb werden ein Krankenhaus und mehrere Alten- und Pflegeheime mit dem Kapital aus der Stiftung unterhalten. Seit über 700 Jahren gehören zu dem Vermögen der Stiftung neben Wald- und Grundbesitz auch Weinberge in Konstanz und Meersburg. 

Mit den Einzellagen "Konstanzer Sonnenhalde" und "Meersburger Haltnau" verfügt die Spitalkellerei Konstanz im Alleinbesitz zwei Lagen, die mit zu den allerbesten im ganzen Bodensee-Gebiet zählen. Seit dem Jahre 2002 wird das Weingut von Stephan Düringer und Hubert Böttcher geleitet, die es von der Spitalstiftung gepachtet haben und nun nach alter Tradition des Weinmachens, aber auch mit modernster Kellertechnik ganz hervorragende Weine kreieren. Das Weingut besitzt eine Rebfläche von 18 ha. Die Bodenbeschaffenheit besteht aus sandigem Lehm mit Kies und Endmoränenschotter. Das glänzende Terroir wird durch die absolute Südausrichtung der beiden Einzellagen "Konstanzer Sonnenhalde" und "Meersburger Haltnau" ergänzt, die übrigens ebenfalls seit über 700 Jahren zum Stiftungs-Besitz gehören. 

Das ganze Jahr über werden die Rebstöcke in den Weinbergen von der Sonne verwöhnt, sodass es absolut nicht verwunderlich ist, dass Stephan Düringer als Kellermeister mit seinem fundierten Wissen, seiner nachhaltigen Philosophie im Weinberg, bei der Lese und der schonenden Kellerwirtschaft ganz besondere Weine erzeugt, die viele Liebhaber in der Region, aber darüber hinaus in ganz Deutschland finden. Entsprechend des Bodensee-Terroirs werden die typischen Rebsorten Müller-Thurgau, Weissburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Chasselas Blanc de Blanc im Weisswein-Bereich kultiviert, während beim Rotwein überwiegend die Spätburgunder-Traube zum Einsatz kommt, daneben noch Regent und Pinot Meunier. 

Nicht unerwähnt darf das "Impera" Cuvée Rot bleiben, ein Rotwein, der nach der imposanten Skulptur benannt worden ist, die die Einfahrt zum Konstanzer Hafen krönt. Das Sortiment der Weine aus der Spitalkellerei ist in drei Rubriken eingeteilt. Grundlage bilden die Gutsweine, wobei es sich um unkomplizierte, frische Weine handelt, die sich für das tägliche Glas Wein zur Entspannung und Erbauung eigen. Darauf folgen die Lagenweine, die gehaltvoll und schlank das Terroir widerspiegeln. Das Top-Sortiment stellen die Weine der Bodensee-Spitzen und der Sondereditionen dar, deren selektiertes, hochreifes Traubengut handverlesen auf besonders aufwendige Art vinfiziert wurde. Ebenfalls nicht unerwähnt sollte das historische Weinguts-Gebäude in der Altstadt aus dem frühen Mittelalter bleiben, wo noch heute die Weine erzeugt und gelagert werden, wo aber auch in einem entsprechenden Ambiente in der Wein-Boutique die feinen Tropfen der Spitalkellerei Konstanz stilvoll verkostet und erstanden werden können. 

Neben der ganzen Tradition, die das Spitalgut auszeichnet, geht es Stephan Düringer und Hubert Böttcher darum, Weine zu erzeugen, die charaktervoll, Terroir-bezogen, authentisch und unverwechselbar sind. Dies ist ihnen hervorragend gelungen und wenn man von einem außergewöhnlichen Bodensee-Wein spricht, dann sind es genau diese Weiß-und Rotweine aus der Spital-Kellerei Konstanz, die diese auf allerhöchstem Niveau repräsentieren.


2015 Meersburg Sängerhalde Sauvignon Blanc Trocken 

Der hier verkostete 2015er Sauvignon Blanc stammt aus der Lage Meersburg Sängerhalde. Diese Einzellage gehört zu den besonderen Lagen, die auf einer Meereshöhe von 444 bis 500 Meter am Ufer des Bodensees nur durch die Besonderheiten der Seelage solche hervorragenden Möglichkeiten hervorbringen. 

Der Bodensee speichert die Wärme der Sonne und wirkt damit mildernd auf das Klima und sorgt so für einen langen, milden Herbst. Hinzu verhelfen die häufige Föhnwetterlage und die Reflexion der Sonne vom See auf die Uferhänge für ein gutes Weinbauklima. So gelingt es auch das Traubengut der Sauvignon Blanc-Rebe zur optimalen Reife zu bringen. 

Im Glas zeigt sich der 2015er Sauvignon Blanc trocken in einem Hellgelb mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Ohne eine ausgiebige olfaktorische Prüfung ist es nicht möglich einen guten Wein kennenzulernen, besonders dann nicht, wenn er so gelungen ist wie dieser 2015er Sauvignon. Dazu ist allerdings zunächst ein bestimmtes Quantum an Sauerstoff Voraussetzung, damit der Wein sich duftmäßig öffnen kann. Danach zeigen sich hier die wunderbaren Nuancen in der Nase, die animierend auf den Verkoster wirken. Anklänge an tropische Früchte wie Kiwi und Litschi, aber auch Stachelbeeren und frisch gemähtes Heu werden registriert. Diese Fülle wird auch geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt und durch eine filigrane Säure ergänzt.

Es ist dieser optimal ausbalancierte Frucht-Säure-Bogen, der den 2015er Sauvignon Blanc zu einem wirklichen Wein-Genuss macht. Hinzu kommt der lange Nachhall, der erneut exotisches Geschmackserleben mit einer geradezu belebenden Frische paart. Von diesem Sauvignon kann man gar nicht genug bekommen, denn immer wieder ist man versucht,  beim nächsten Schluck noch mehr an Klasse von diesem Wein geschmacklich zu verinnerlichen. Da ist es kein Wunder, wenn die geladenen Freunde in fröhlicher Runde kräftig nachgeschenkt bekommen möchten.

Wir empfehlen diesen Wein zu  "Zander im Weinteig" mit Frühlingskartoffeln und Wildkräutersalat.

Der Wein hat 12,5 % vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Spitalkellerei Konstanz und können den Wein dort bestellen. www.spitalkellerei-konstanz.de



2015 Konstanz Sonnenhalde Chardonnay Trocken 

Dieser 2015er Chardonnay stammt aus einer der besten Lagen am Bodensee, nämlich der Konstanz Sonnenhalde. Die Lage liegt inmitten der Stadt Konstanz und hat eine exakte Südausrichtung. Die Bodenbeschaffenheit ist hier eher tiefgründig und mittelschwer mit ausgewogenem Lehm- und Tonanteil. Die Lage Konstanz Sonnenhalde ist im Alleineigentum der Spitalstiftung Konstanz. Deshalb ist auch die Spitalkellerei das einzige Weingut, das in dieser Spitzenlage ihre großartigen Weine kultiviert.

Hubert Böttcher und Stephan Düringer sind sicher, dass der Wein im Weinberg entsteht. Deshalb ist es für sie so wichtig hier die optimalen ökologischen Bedingungen zu schaffen, die der Rebpflanze allerbestes Wachstum garantiert. Die im Boden vorhandenen Nährstoffe bilden die Basis der Traube, die Sonnenbestrahlung sorgt für den besten Reifeprozess, Laubarbeit und gute Belüftung lassen die Trauben gesund und vollreif werden und die selektive Handlese sorgt für feinstes Rebgut, das nach den neuesten Erkenntnissen der Kellertechnik schonend und bestmöglich verarbeitet wird. So ist auch dieser exzellente Chardonnay zustande gekommen, der ein ganz außerordentliches Potential besitzt.

Im Glas zeigt sich der Wein, der in der gutseigenen Qualifizierung zu den Lageweinen gezählt wird, in einer feinen brillant-gelben Farbe. Will man dem Wein und seinem Macher den nötigen Respekt zollen, dann sollte man niemals vergessen, ihm durch den nötigen Sauerstoff die Chance zu geben, sich komplett dem Verkoster zu präsentieren, besonders dann, wenn der Wein noch so jung ist wie hier. Dies bedeutet Geduld mit der olfaktorischen Prüfung. Geduld und die nötige Ruhe sind übrigens immer die besten Begleiter, wenn man einen guten Wein kennen lernen möchte.

Die Belohnung darf dann zunächst die Nase wahrnehmen, wenn sie die angenehmen und Terroir-typischen Anklänge dieses Edel-Chardonnay registriert. Deutliche Duftnuancen die an Orangenblüten, Quitte, Zitronendrops und ein Hauch Ananas erinnern, führen zu einer ersten Begeisterung. Die geschmackliche Bestätigung findet dann unmittelbar danach im Mund und am Gaumen statt, wobei ein noch intensiveres Erleben dieses köstlichen 2015er Chardonnay sich einstellt. Dieser großartige Wein punktet nicht nur mit seiner filigranen Frucht, das feine Säurepotential trägt ideal den fruchtigen Geschmacksbogen und ist von einer gelungenen Balance.

Der 2015er Chardonnay verfügt mit seiner Finesse über einen wohl strukturierten, komplexen Körper, dazu die entsprechende geschmackliche Dominanz, die das gesamte Terroir wunderbar hervorhebt. Der lange Abgang eignet sich bestens, um noch einmal genüsslich die Klasse, die Fülle und die Präsenz dieses 2015er Konstanz Sonnenhalde Chardonnay trocken Revue passieren zu lassen.

Sein für einen Weißwein beträchtlicher Alkohol-Gehalt gibt ihm zusätzliches Gewicht und ist weit davon entfernt die Frucht-Balance zu beeinflussen, ganz im Gegenteil. Welch ein Wein!

Der Chardonnay hat imponierende 14% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

Wir empfehlen  diesen Chardonnay zu  einem "Gerollten Nierenbraten mit Zuckerschoten und glasierten Möhren"

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Spitalkellerei Konstanz und können den Wein dort bestellen. www.spitalkellerei-konstanz.de


2015 Meersburg Haltnau Weissburgunder Trocken 

Die Spitalkellerei Konstanz verfügt neben der Einzellage Konstanz Sonnenhalde über eine weitere Einzellage, die ebenfalls im Allein-Eigentum dieser Stiftung steht. Es ist die Lage Meersburg Haltnau, ebenso eine Spitzenlage und eine der besten am ganzen Bodensee. Bereits seit über 700 Jahren betreibt die Stiftungskellerei Konstanz hier Weinbau, deshalb auch ist sie das älteste Stiftungs-Weingut in Deutschland mit einer großen Tradition. Die Lage Meersburg Haltnau liegt an der Uferstrasse zwischen Meersburg und Hagnau am Bodensee. Der Historie nach wurde dieser Weinberg im Jahre 1272 dem Heilig-Geist-Spital per Schenkungsurkunde übereignet. Die Weine, die auf der Haltnau kultiviert werden, profitieren von der südwestlichen Lage der Rebhänge und der Beschaffenheit des Bodens, der Molasse und Moränenschotter enthält.

Das Terroir erlaubt ganz große Weine aus der Pinot-Familie, so auch diesen 2015er Weissburgunder trocken, ebenfalls ein Lagenwein. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Nachdem der nötige Sauerstoff sich mit diesem noch sehr jungen Weissburgunder vermählen konnte, gibt er nun seine Duftaromen frei.

Gerade solche sehr jungen Weine, die wie hier Jahrgang 2015 erst vor einigen Tagen auf die Flasche gebracht worden sind, benötigen viel Sauerstoff, damit sie sich komplett öffnen. Anklänge an Aprikose, Birne, Klarapfel und Zitronengras sind das phänomenale olfaktorische Ergebnis in der Nase. Dies wird nicht nur im Mund und am Gaumen eindrucksvoll bestätigt, hinzu gesellt sich eine wohl abgestimmte Säure, die dafür sorgt, dass die Fruchtaromen das Geschmacksempfinden des Verkosters nachhaltig begeistert.

Die Kraft, das Volumen und die breite zitronige Frische haben auch ihre Ursache in dem markanten Körper, der auf der feinen Säure und den strammen Alkohol-Graden basiert. Die Größe dieses Weissburgunders macht dann die gelungene Abstimmung aller Komponenten aus, eine hervorragende Leistung des Kellermeisters Stephan Düringer.

Mit jedem Schluck bei der Verkostung wird klar, wie gewichtig, wie geschmackvoll und damit wie exzellent dieser 2015er Weissburgunder ist. Die Bestätigung bringt dann noch ein schöner langer Nachhall, der das Geschmacksempfinden förmlich kitzelt. Alles zusammen bestätigt, welch großartige Weine die Spitalkellerei Konstanz kreiert.

Wir empfehlen den Weissburgunder zu "Pikanten Orangen-Garnelen mit Thymian"

Der Weissburgunder hat 14% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

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2015 Konstanz Sonnenhalde Grauburgunder Trocken 

Ohne zu viel vorweg zu verraten, darf gesagt werden, bei diesem 2015er Grauburgunder aus der Lage Konstanz Sonnenhalde handelt es sich wahrlich um eine "Granate" im allerbesten Sinn. Die einmaligen Vorzüge der "Konstanz Sonnenhalde" wurden hier schon ausgiebig deutlich gemacht. Auch von dem Privileg der Spitalkellerei hier allein das Potential der Lage zu nutzen, wurde bereits gesprochen. Also ist es an der Zeit die Philosophie zu vermitteln, mit der Stephan Düringer und Hubert Böttcher ihre Weine entstehen lassen. Dabei steht ganz im Vordergrund, dass die Weine einen eigenständigen Charakter, eine besondere Individualität und eine ausgezeichnete Qualität besitzen. Dies wird am besten durch eine ökologische Ausrichtung der Weinberge erreicht, wobei ein gesunder, lockerer Boden die optimale Aufnahme der Nährstoffe ermöglicht und die Rebpflanzen nicht mehr so anfällig für Schädlingsbefall sind.

Optimale Bodenbeschaffenheit bedeutet die Grundlage für einen großen Wein, denn ohne diese wird dies nicht möglich sein oder kurz auf einen Nenner gebracht: Guter Wein entsteht in einem noch besseren Weinberg. Sind die Bedingungen wie hier geradezu einmalig, dann werden mit Hilfe der selektiven Lese und dem fachmännischen Ausbau der Weine im Keller alle Kriterien erfüllt, um einen solchen grandiosen Grauburgunder auf die Flasche zu bringen.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem strahlenden Hellgelb. Auch dieser junge Grauburgunder benötigt zum jetzigen Zeitpunkt einige Minuten, um durch die richtige Sauerstoff-Zufuhr sein ganzes Geruchs- und Geschmackspotential zu offerieren. Wenn er dann einige weitere Monate auf der Flasche reifen konnte, wird er nicht mehr lange auf sich warten lassen, damit er preisgibt, was in ihm steckt. Aber auch dann ist Sauerstoff gefragt. Welche Duftnoten diesen Grauburgunder prägen, wird nach der gelungenen Vorbereitung umso deutlicher. Anklänge an gelbe Früchte und würzige Noten bilden das olfaktorische Erscheinungsbild.

Diese Nuancen werden dann auch im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. Das wohl eingebundene Säure-Potential gibt dem Wein sein ganzes Volumen, zeigt aber auch wie vielschichtig der Grauburgunder sich dem Verkoster präsentiert. Seine Kraft schöpft der 2015er Grauburgunder zusätzlich aus sage und schreibe 14,5% Alkohol-Gehalt, was dazu verleitet, von einem "ganzen Kerl" zu sprechen. Von einer Dominanz des Alkohols ist dabei ganz und gar nicht die Rede, geben doch die Frucht-Nuancen geschmacklich den Ton an. Bei solch einem Kraftpaket braucht das lange Finish nicht besonders erwähnt zu werden, es ist einfach da.

Der 2015er Grauburgunder ist so intensiv im Geschmack, dass schon ein kleiner Schluck genügt, um ein wahres Feuerwerk zu entfachen. So wird von Schluck zu Schluck die Verzückung immer größer und die Erkenntnis wächst, einen bestens gelungenen, grandiosen Grauburgunder ganz intensiv kennen zulernen. Phantastisch!

Wir empfehlen den Grauburgunder zu "Kaninchen nach Ischia-Art"

Der Wein besitzt wie bereits erwähnt 14,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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2015 Meersburg Haltnau Pinot Meunier Blanc de Noirs Trocken "S´Türmle"

Der hier verkostete Pinot Meunier, zu Deutsch Schwarzriesling wurde als Blanc de Noirs (franz.) gekeltert. Pinot Meunier(Schwarzriesling) ist eine Rotweinsorte, die mit dem Riesling nur Wuchs und Form gemeinsam haben. Als Mutant des Blauen Spätburgunders war der Schwarzriesling schon im 16. Jahrhundert bekannt. 

"S´Türmle", so die gutseigene Bezeichnung dieses 2015er Pinot Meunier wurde vinifiziert, nachdem die roten Trauben des Schwarzrieslings weiß gekeltert worden sind. Dies kommt durch eine sanfte Pressung zustande, wo zwar der weiße Rebensaft aus der Rotwein-Traube bei der Kelter herausfließt, der rote Farbstoff aber in der Beerenhaut verbleibt. Deshalb ist es wichtig, dass das Traubengut unverletzt und schnell nach der Lese zur Pressung kommt. 

Der Rebsaft ist dann weiß mit einer leichten rosa Färbung, da die Beerenhaut, die den roten Farbstoff überwiegend enthält nicht gemeinsam mit dem Saft zur Gärung gebracht wird, um ansonsten einen Rotwein zu produzieren. Weine dieser Machart erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit, enthalten sie doch die intensiven Stoffe der Rotweintraube, aber auch die Frische eines Weissweines. 

Der 2015er Pinot Meunier stammt aus der Lage Meersburg Haltnau, die wie wir bereits wissen ebenfalls seit über 700 Jahren im Eigentum der Spitalkellerei Konstanz ist. Der Name "S´Türmle" für den Pinot Meunier stammt von dem Rebhäusen, das die Reblage Haltnau krönt und als Wahrzeichen weithin sichtbar ist. 

Im Glas zeigt sich der Blanc de Noirs(franz.)in einem durchaus intensiven Gelb mit einer leichten Rosé-Färbung. Als Jahrgang 2015 ist der Schwarzriesling noch ganz frisch auf der Flasche. Dies bedeutet, dass er zu dem jetzigen Zeitpunkt doch noch sehr verschlossen ist. In den nächsten Monaten wird sich dies ändern, er wird sein Duft- und die Geschmacksnuancen dann sehr bereitwillig dem Verkoster offenbaren, wenn er in aller Ruhe mit dem notwendigen Sauerstoff in Verbindung gebracht wurde. 

Jetzt allerdings benötigt er einen längeren Zeitraum von etwa 2 Stunden,  damit sein ganzes Potenzial sowohl in der Nase als auch im Mund und am Gaumen erlebbar wird. Es bietet sich deshalb an, die Flasche entsprechend früh zu öffnen, bevor die Verkostung beginnt. Anklänge an Herzkirschen, weiße Johannisbeeren, rote Stachelbeeren und Preiselbeeren werden olfaktorisch wahrgenommen und geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt. Die gut eingebundene Säure trägt das gesamte Frucht-Gerüst und gibt ihm Substanz, Kraft und eine feine geschmackliche Präsenz. Der lange Abgang wird ebenfalls von einer angenehmen apfeligen Säure bestimmt, die für viel Frische und Nachhaltigkeit sorgt. 

Welch ein wunderbarer Wein mit viel Charakter, tiefer Struktur und großer Fülle. Für Liebhaber kerniger, knackiger Weine ist dieser 2015er Pinot Meunier Blanc de Noirs(franz.) einfach ideal.

Wir empfehlen diesen Wein zu "Garnelen-Grapefruit-Salat mit Grapefruit-Vinaigrette" 

Der Wein hat 14% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden. 

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

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2013 Imperia Cuvée Rot Trocken 

Im Barrique gereift, beginnen wir zunächst mit dem Namen dieses roten Cuvée. "Imperia, die Schöne" begrüßt die Gäste bei der Einfahrt in den Konstanzer Hafen. Es ist die stattliche Skulptur einer "Grande Dame", die in Anlehnung an die Historie des Konstanzer Konzils dem einen oder anderen noblen Herrn den Kopf mächtig verdreht hat. Ihre Amouren während des Konzils wurden durch die "tolldreisten Geschichten" des berühmten französischen Dichters Honoré de Balzac weltbekannt. 

Deutschlands ältestes Spital-Weingut in Konstanz hat das imposante Erscheinungsbild zum Anlass genommen, dieses grandiose 2013er Cuvée rot nach der schönen "Imperia" zu nennen. Es sind die Rebsorten Regent, Spätburgunder und Cabernet-Mitos, die zusammen diesen herrlichen Rotwein ausmachen, allesamt allerbestes Traubengut, das in den Weinbergen der Spitalkellerei gewachsen ist. 

Das Cuvée wurde trocken ausgebaut, klassisch vinifiziert und hat danach seine endgültige Reife ein Jahr lang in kleinen Barriques erhalten. Im Glas zeigt sich das 2013er Imperia Cuvée rot trocken in einem tiefdunkeln Kirschrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt ein guter Weisswein schon das nötige Quantum Sauerstoff, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Ohne Sauerstoff geht wirklich gar nichts. 

Und dies wäre gerade für dieses Ausnahme-Cuvée der absolute Verlust, hat es doch schon olfaktorisch Großartiges anzubieten. Daher empfiehlt es sich den Rotwein zunächst zu dekantieren, denn so hat er die beste Möglichkeit sich duftmäßig zu entfalten. Die Nase darf sich jetzt über ein ansprechendes kräftiges Bouquet freuen mit feinen Beerenaromen und leichter Holzfassnote. Ergänzt wird die Duftfülle durch einen Hauch von Veilchen-Nuancen. Aber auch dezente Röstaromen werden von der Nase registriert. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen weitestgehend geschmacklich bestätigt. Die angenehm weiche Gerbstoff-Struktur ergänzt das vollmundige Cuvée-Erlebnis, wobei der Wein vollendet ausbalanciert, weich und samtig das Geschmackserleben des Verkosters streichelt. Seine komplexe Struktur sorgt für die nötige geschmackliche Vielfalt, seine Fülle und Präsenz für die begeisternde Klasse. 

Der nicht enden wollende Nachhall gibt erneut Gelegenheit das geschmackliche rote Gesamtkunstwerk Revue passieren zu lassen und sich immer wieder zu fragen, wann man zuletzt ein solches Spitzen-Cuvée erleben durfte. Bei aller Zurückhaltung, beim 2013er Imperia Cuvée trocken, in Barrique gereift ist schwärmen erlaubt, noch besser ist es mit allen Sinnen zu genießen. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Spitalkellerei Konstanz und können den Wein dort bestellen. www.spitalkellerei-konstanz.de


Am Ende jeder Verkostung bleibt wie immer unser Fazit: fünf unterschiedliche Weissweine und ein Klasse-Cuvée Rot haben auf der ganzen Linie überzeugt, wobei dies eher tief gestapelt ist. Die hier verkosteten Weine aus der Spitalkellerei Konstanz sind von Rebsorte zu Rebsorte alle grandios. Welche Fülle, welche Kraft, welche Frucht, welche Frische und welche Überzeugung die Weine aus den Ausnahme-Lagen am Bodensee anbieten, ist für den Weinliebhaber einfach mitreißend, zumal sie alle trocken ausgebaut wurden. Deshalb ist mit Fug und Recht zu behaupten, die Spitalkellerei Konstanz gehört zum Besten was es an Weinmachern am Bodensee gibt und in ganz Deutschland kommen selbst die großen V.D.P. -Weingüter an diesem Erzeuger nicht vorbei, sie stehen auf einem gleichen Niveau. Also mit einem Wort: Phantastisch! 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

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